Twist-Off-Deckel wiederverwenden und falls ja - wie reinigen?

  • Ich danke Euch!

    Habe soeben einen ganzen Schwung gebrauchter TO- Deckel entsorgt.

    Bisher habe ich sie immer im Dampfgarer desinfiziert und gut trocknen lassen. Rost hatte ich nie bemerkt. Trotzdem fühle ich mich jetzt besser!

    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • …. Super, hab ich gleich gemacht, aber wo werde ich jetzt mitten im Advent noch die damit gebauten 100 Adventskränze los. =O

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • :P

    Der nächste Advent kommt bestimmt. Und Kitas und Schulen nehmen auch häufig gerne Bastelmaterial wenn man es mit einer Idee präsentiert was man damit machen könnte.


    Dass das für Profis keine Option ist, ist mir klar. Aber hier gibt es ja auch Hobbiisten.

    Anfängerin 2019, Warré-Beuten, „klassische Magazinbetriebsweise“ mit Absperrgitter im Naturbau, aktuell 5 Völker

  • Also wenn du mir jetzt die 1000 Adventskränze jedes Jahr baust und mir dabei hilfst, die auch noch alle rechtzeitig an den Mann oder die Frau zu bringen, könnten wir uns den Erlös teilen... ;)

  • Rost hatte ich nie bemerkt.

    Doch doch, der kann kommen


    Wer, wie ich als fauler Imker, nur einmal jährlich die Rückläufer aufbereitet und die Deckel entsorgt, der kann aber auch Pech haben und der gelbe Sack bleibt stehen...mit dem freundlichen Hinweise "nix Gewerbe nur Verpackung"
    Spätestens der Atmetallcontainer am Recyclinghof schafft da Abhilfe.

    Da würde ich dann schon mal nachhaken. Es wurde schließlich für alle Deckel die Entsorgungsgebühr vom Inverkehrbringer bezahlt. In den DSD (gelben Sack Pool).

    Ganz egal ob privat oder gewerblich. Sonst wäre die Entsorgung ja im Falle von Gewerbe doppelt zu bezahlen. Eigentlich ein schlaues Geschäftsmodell. Man lässt sich im voraus bezahlen und macht im Entsorgungsfalle die Kunden madig, dass sie es irgendwie selber organisieren. Hat das vielleicht einen kausalen Zusammenhang, dass ausser dem DSD klassisch nicht so viel andere Dienstleister*innen ihre Leistungen im voraus abrechnen? :whistling:

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • DSD ist nur für den Endverbraucher. Betriebsintern benutzte Verpackungen unterliegen nicht dem DSD und müssen anderweitig entsorgt werden. Das heißt, dass man da auch nicht die Gebühren für DSD bezahlen muss.


    Gruss

    Ulrich

  • DSD ist nur für den Endverbraucher. Betriebsintern benutzte Verpackungen unterliegen nicht dem DSD und müssen anderweitig entsorgt werden. Das heißt, dass man da auch nicht die Gebühren für DSD bezahlen muss.


    Gruss

    Ulrich

    Hallo Ulrich,

    ich glaube nicht dass er betriebsintern verwendete Deckel gemeint hat. So viele können das gar nicht sein, dass die am gelben Sack als betrieblich wahrgenommen werden können.

    Aber z.B. bei viel Gläserrücklauf fallen viele Deckel an. Für die, wurde für jeden die Gebühr bezahlt. Mal abgesehen davon sehe ich die Deckel ja nicht als Entsorgungsproblem, ist das Metall doch ein Wertstoff im besten Wortsinn. Also ein Material mit Restwert. Warum man dafür vorher und hinterher bezahlen soll erschließt sich mir nicht. Bei mir kommen die in den Schrott, da gibt es noch Geld dafür. Die Gebühr für die "Entsorgung" kassiert der DSD trotzdem.

    Bei Glas und Kartonagen verhält es sich genauso. Man bezahlt für Dinge die einen Wert haben. Bei Plastik und Verbundverpackungen sieht die Sache dann anders aus.

    Das betrifft aber in der Regel die Imker nicht.

    Wenn man bei Plastikverpackungen genauer hin schaut, dann passt es auch nicht wirklich.

    Es geht eigentlich um Wiederverwertung. Tatsächlich wird das meiste verbrannt und regelmäßig taucht unser Müll überall in der Welt auf, weil der Transport ins Nirgendwo billiger ist, als ihn hier zu recyceln oder zu verbrennen.

    Ich habe generell Sympathien für Entsorgungskosten beim Inverkehrbringen abzurechnen, gerne auch bei allem anderen auch. Spielzeug und anderes Gedöns. Dafür müsste dann aber die Müllentsorgung kostenlos angeboten werden. So ist es nur eine weitere Abgabenschraube an der bestimmte Leute und Firmen profitieren, ohne einen wirklichen Mehrwert für irgendjemand zu bieten.


    Grüße

    Peter

  • Nicht umsonst haben die großen Energieversorger viel Geld aus dem früheren Monopol dann verwendet, um entsprechende Entsorgungsunternehmen damit zu finanzieren...
    Aus dem genau diesem Grund packe ich auch alle meine Verpackungen mit grünem Punkt in die gelben Säcke. Ich musste schließlich schon für die Entsorgung mitbezahlen als ich die gekauft habe.

    Was die TO-Deckel angeht, glaube ich aber, dass einige tatsächlich nicht bezahlen. Wenn man Gläser zurücknimmt (Pfandsystem), muss man keine Abgaben zahlen, da diese ja nicht entsorgt, sondern zurückgenommen werden. Wenn ich aber jetzt die Deckel (oder auch Gläser, die ich nicht sauber bekomme) entsorge, habe ich keinen Beitrag an das Sammelsystem bezahlt. Derzeit wird vermutlich allerdings auch der Metallschrott- oder Altglas-Verkaufserlös die Kosten fürs Sammeln übertreffen. Ich habe bei vielen Deckeln auch immer Sorge, dass die Säcke reißen und dann der ganze Sackinhalt vor meiner Gartentüre liegt, also gebe ich größere Mengen vom Gläser aufbereiten sowieso am Recyclinghof ab. Bei wirklichen Wertstoffen gäbe es da bei uns auch keine Beschränkungen der Mengen.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Was die TO-Deckel angeht, glaube ich aber, dass einige tatsächlich nicht bezahlen.

    das kannst du zumindest bezüglich der dir bekannten Unternehmen/Kollegen selbst dort überprüfen:


    Herstellerregister


    Es reichen schon Names- oder Postleitzahlbestandteile und einzelne Eingabefelder.


    Wer das macht, wird feststellen, dass schon recht viele große Imkerkollegen, die unter Garantie nicht mehr alle Gläser zurücknehmen und auch über den Größengrenzen sind trotzdem nicht in diesem Register erscheinen und damit eindeutig auch nicht einzahlen.


    Das System ist regelrecht auf Denunziantentum ausgelegt und setzt darauf, dass zahlende Unternehmen hier selbst kontrollieren, ob ihre Mitbewerber auch brav einzahlen und wenn nicht, selbst melden...kann sich jeder selbst ein Urteil dazu bilden.

  • Das System ist regelrecht auf Denunziantentum ausgelegt

    Hallo, es gibt bestimmt mehr als 510 Imkereien in Deutschland, die unlizensierten Abfall produzieren. Im Moment wegen Corona ist ja noch kein Kläger da, die Hälfte der Anbieter auf einem Markt produziert irgend eine Art von unlizensierten Abfall.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

  • Die Diskussion ist interessant.


    Ich sammel die alten Deckel und bringe sie mit meinem Schrott zum Schrotthändler. Jedes Jahr knapp eine Tonne Schrott, was auf dem Hof anfällt.

    Imker im dritten Jahr.

    Imkern im angepassten Brutraum.

    24 Völker Stand Juni 2021:

    Dadant, Zadant und Mini Plus Völker, 1 TBH, 1 Bienenkiste

    53 Hühner