Erfahrungsaustausch zur Züchtung der Varroamilbe überlebenden Biene VSB ( varroa mite surviving bee)

  • Guten Abend Bernd.


    Von meiner Seite her, kann ich dir nur empfehlen, die Beiträge von Manne, nicht zu beachten.

    Ich werte diese Beträge nicht wirklich......Aber auf einem einzelnen Blatt Klopapier, hätte diese Wertung Platz......Ich bin direkt, und auch dafür bekannt.


    Nun aber zurück zu diesem sehr interessanten Thema.


    Hier geht es doch um die Zucht eines Nutztieres...Oder?

    Nutztiere, züchtet die Menschheit doch schon sehr lange. Auch ich als Landwirt, züchte Ziegen, und auch Pflanzen für meine Naturwiesen......Soweit die Grundlage.


    Wir können meiner Meinung nach, nur noch über das selektive/züchterische Kriterium des VHS, als ein "hilfreiches" Merkmal für eine Varroaresistenz diskutieren.


    Dazu habe ich ein paar wenige Daten, von Bienenständen, wo schon länger nicht behandelt werden.......Und dazu kann ich nur sagen:


    VSH, ist dabei sicher nicht am falschen Ort.....Aber klar. Die entgültige Wahrheit, zeigt sich dann, wenn diese VSH Völker ohne Behandlung ihre Leistung zeigen können.....Ich persönlich, bin dabei schon mal recht zuversichtlich. Auch wenn ich selber, kaum noch auf VSH züchten werde.....Wozu auch.


    Lg Sulz.....Der nun hofft, mit diesem Beitrag keinen "Krieg" in Gang gebracht zu haben.

  • - Wende

    - keine Zeit mehr für Bienen

    - Bienen abgeschafft

    - 1993 dunkler Bienenschwarm in eine aufgegangene Beute geflogen

    - Behandlung verpasst, prima, dann werden wir sie los

    - Pustekuchen, welchen gelingt es immer wieder sich anzupassen und " jetzt halten sie sich uns"

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

  • Manne, (...), denn du imkerst ja jetzt auch schon einige Bienengenerationen ohne Behandlung.

    Zumindest behauptet er das^^ Belege gibt's keine.

    ...Überlässt du denn bei dir alles dem Zufall?...

    Nö, nicht alles denn seit 1993 imkern wir wieder wie vor der Varroose.

    Voll die dummen Imker, insbesondere die Züchter. Reißen sich den Arsch auf, dabei muß man einfach nur so Imkern wie vor der Varoose!^^


    Der Schiffer hat wahrscheinlich recht, wir sind es alle selbst schuld. Einmal einen resistenten Schwarm aus Polen (?) fangen, dann sind alle Gesetze der Vererbung hinfällig und die Welt ist wieder in Ordnung*. Erbstabil für 40 Jahre, nur halt nicht bei anderen.


    *Zumindest kann man das wieder und wieder behaupten. Und damit im Kauf nehmen, das Leute mit weniger Erfahrung ihre Bienen verlieren. Aber dann gilt:

    Zitat

    Milben züchten wir nicht und vor den systemisch wirkenden Pestiziden können wir auch nicht fliehen.

    Klappt nicht? - PSM! Das ist schon ziemlich billig. Quasi Liebigs "das Problem steht hinter der Beute" für das Schifferpublikum.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Zitat

    Lg Sulz.....Der nun hofft, mit diesem Beitrag keinen "Krieg" in Gang gebracht hat.

    ... viel fehlt nicht mehr, direkt sein ist OK, aber bitte nicht in diesem Ton.

    Guten Abend Hartmut.


    Da gebe ich dir Recht......Mir gefällt dieser Ton auch nicht.


    Ich lese auch lieber fachlich/sachliche Beiträge, mit denen man etwas anfangen kann. ;)


    Lg Sulz.....Der im "realen" Leben, diesbezüglich klare Grenzen zieht.

  • Sorry Manne .


    Da ist aber nun nichts dabei, mit dem man sachlich/fachlich etwas mitnehmen könnte......Um dies zu verstehen, muss man schon zwischen den Zeilen lesen können.


    Ich kann es.....Aber wer noch?


    Lg Sulz.

  • Ich will nicht zwischen den Zeilen lesen, weil das zuviel Raum für Wunschinterpretationen läßt.

    Manne

    Wer ist den wir?

    1993 das sind jetzt ca 7-8 Generationen.

    Wieviel Völker bewirtschaftest du jetzt in welchen Beuten? Noch die System52?


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Zitat


    „Zitat
    Milben züchten wir nicht und vor den systemisch wirkenden Pestiziden können wir auch nicht fliehen.“
    Zitat
    Zitat von Rase:

    „Klappt nicht? - PSM! Das ist schon ziemlich billig. Quasi Liebigs "das Problem steht hinter der Beute" für das Schifferpublikum.“

    Hallo,

    ist das wirklich so gemeint?

    Um der Milbe herr zu werden, muss sie nicht gezüchtet werden.

    Und er schiebt doch auch nicht die PSM vor, er stellt doch nur fest, dass es so ist.

    Und ist es eineTATSACHE, dass da eine persönliche Verbindung zu Herrn Schiffer gegeben ist?

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Hä? Lies nochmal, vielleicht was langsamer. Um Rattenfängerrhetorik zu benutzen, braucht es keine persönliche Verbindung zu einem Rattenfänger^^


    Ich kann Dir aber sagen, das so ein "es liegt an den Imkern"-Schmu Wasser auf den Mühlen der PSM-Industrie ist. Ob das von Liebig oder Schiffer oder Manne kommt ist egal. Je mehr so reden, desto besser.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Dahinter steht doch die Frage, was unter der Vokabel "Zucht" verstanden wird. I.A. wird Zucht als das Beeinflussen der Fortpflanzung durch Zuchtwahl unter Verfolgung von Zuchtzielen definiert. Alle Streitfraktionen sind sich doch einig darin, daß wir Imker - gewollt oder ungewollt, bewußt oder unreflektiert - durch unsere Völkerführung zwangsläufig auch die Fortpflanzung der Varroamilben beeinflussen, resp. in diesem Sinne "züchten". Die Varroamilben leben nunmal in jedem unserer Völker und zwar in lebensnotwendig enger Symbiose. Jede imkerliche Entscheidung hat somit Auswirkung auf das Bienenvolk und damit auch auf die in ihm lebenden und sich vermehrenden Milben und deren evtl. Ausbreitung in andere Bienenvölker hinein.


    Nur an den Methoden der Zuchtwahl scheiden sich dann die Geister.

    Beispiel:

    Trotz der genetischen Einheitlichkeit unserer heimischen Varroamilben (KoreaGenotyp) finde ich bspw. die von Kleingartendrohn im Vorwort seines TBE-Konzeptes aufgestellte These nach wie vor bedenkenswert: Bestenauswahl bei Varroa durch Anwendung von Varroaziden -><- Schlechtestenauswahl bei biotechnischen Methoden wie etwa TBE (PDF in #1):


    Manne:

    1. Was haben all die (zum überwiegenden Teil langjährig erfahrenen) Imker Deiner Meinung nach anders und falsch gemacht, als die Varroa nach Deutschland einwanderte? Von den alten Kollegen, die hier schon in den 1980er Jahren = vor der Varroa imkerten, höre ich auf Nachfrage nur: Wer damals so weiterimkerte wie vor der Varroa, dem verreckten seine Völker unweigerlich. Und es gab damals nach deren Schilderungen einige, die meinten, Varroa betreffe sie nicht und die partout versuchten, so weiterzuimkern wie vor der Varroa. Was genau haben die damals im Gegensatz zu Euch ab 1993 grundlegend falsch gemacht?

    2. In bestimmten Regionen der DDR kam Varroa erst 1988, ja sogar erst 1989 auf. 1989/90 brach in der DDR das gesamte Vermarktungs- und Dienstleistungssystem rund um die Imkerei zusammen und jeder Imker war plötzlich auf sich allein gestellt. Spätestens 1990 gab es viele, viele Bienenvölker, die gänzlich von imkerlichen Eingriffen verschont blieben. Einer der ehemaligen BSV berichtete als Zeitzeuge, wie traumatisch er diese Zeit und das jämmerliche Eingehen des gesamten Völkerbestandes ganzer Bienenstände damals miterleben mußte, die bis dahin alle "wie vor der Varroa" betreut, aber nicht einmal mehr abgeerntet worden waren (Zusammenbruch des staatlich garantierten Absatzmarktes). Wie erklärst Du Dir diesen Widerspruch zu Deinem Slogan? Falsches Zucht-/Genmaterial, keine Dunklen Bienen? Falsche Beuten? Das zumindest behauptet Herr Schiffer. Nur: In diesen Beuten wurde vor Varroa sehr erfolgreich geimkert und: Auch die Schwärme, die 1990 von unbetreuten Völkern abgingen und sich in hohlen Bäumen o.a. natürlichen oder menschengebauten Hohlräumen einnisteten, haben zumindest hier in der Region nirgends überlebt, sind alle eingegangen - sagen zumindest die Kollegen, die das damals miterlebt haben.

  • Hier ging es doch eigentlich um einen Erfahrungsaustausch zur VSH/SMR Zucht mit vielen spannenden Einblicken. Vielen Dank dafür.


    Können wir die Diskussionen links und rechts davon eventuell in eigenen Beiträgen führen?


    Ich persönlich würde mich freuen weitere praktische Erfahrungsberichte zu lesen.


    Vor all den aktiven Züchtern ziehe ich ehrfürchtig meinen Hut und sage an dieser Stelle einmal danke.

    Von Eurer Arbeit haben wir ja letztens alle was.


    Liebe Grüße aus Wittgenstein

  • Kontrovers zu denken und zu schreiben, ist wichtig.

    Für mich ist die Zucht ein wichtigere Handwerkzeug.

    Doch auch dieses ist NUR auf der Basis vorhandener Erbanlagen in der betreffenden (auch weltweiten) Populationen möglich.

    Unbeantwortet ist die Frage, kann auf dieserGrundlage nicht auch die natürliche Selektion zu einer Wiederstandsfähigkeit gegen die Varroa der Honigbienen führen?

    Gruß

    Harald

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.