Erfahrungsaustausch zur Züchtung der Varroamilbe überlebenden Biene VSB ( varroa mite surviving bee)

  • Ich sehe gerade wir wasgau immen und FranzXR und auch d2dum lassen uns hier von jemanden beschäftigen. Ich persönlich habe besseres zu tun...

    :cursing:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • [..]

    Mittlerweile, hat es mich bisher (über die Jahre) etwa den Gegenwert eines kleinen Neuwagen gekoste[..]

    Es gibt Versuche, die kostenneutral sind (oder zumindest kosten-wirtschaftlich darstellbar) im laufenden Imkerbetrieb, und nicht subventioniert, und das mit zeigbaremErfolg. Dabei geht es um Geld, im Ende geht es immer um Geld, Energie, Lebenszeit, denke ich.

    Aloha ❀ Markus F.

    ✦ Liebe deine Bienen wie dich selbst - Liebe ist Verantwortung eines Ichs für ein Du, hierin besteht, was in keinem Gefühl bestehen kann, die Gleichheit aller Liebenden.

  • Ich finde Megainteressant was Bernd bisher hier geschrieben hat und was auch sonst an Erfahrungen schon zugesteuert wurde. Ich würde mich freuen wenn das so bleiben könnte, also Handlungsempfehlungen aus echten Erfahrungen. <3

    Rückfragen zu den Aussagen sind wichtig, aber bitte lasst uns diesen schönen Tread nicht zerschießen wegen irgendwelcher Mutmaßungen. :)

  • Ich finde Megainteressant was Bernd bisher hier geschrieben hat und was auch sonst an Erfahrungen schon zugesteuert wurde. Ich würde mich freuen wenn das so bleiben könnte, also Handlungsempfehlungen aus echten Erfahrungen. <3

    Rückfragen zu den Aussagen sind wichtig, aber bitte lasst uns diesen schönen Tread nicht zerschießen wegen irgendwelcher Mutmaßungen. :)

    Hallo Urazil !


    Der Bernd d2dum macht das richtig gut hier! Da hast Du Recht. Er schreibt das richtig nachvollziehbar und auch so, dass man das als nicht so versierter Imker oder auch als versierter Züchter gut verstehen und ausprobieren kann wenn man das will.


    Aber mich stört einfach das besserwisserische Gelaber vom freyflug . So etwas geht mir auf den Zeiger. X(

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • d2dum


    Diese "Zwischenrufe" nicht beachten, und einfach weiterschreiben.


    Bei deinem letzten "offiziellen" Beitrag, stand noch "Fortsetzung Folgt".


    Ich habe auch noch Fragen. Ich warte aber das Ende deiner Beiträge ab..........Vielleicht, werden dabei meine Fragen noch beantwortet.


    Lg Sulz.

  • :thumbup:

    hab da auch fertig

    Aber mich stört einfach das besserwisserische Gelaber vom freyflug . So etwas geht mir auf den Zeiger. X(

    Nicht nur Euch, es zeichnete sich ja schon mit den ersten Beiträgen ab. Dafür gibt es zum Glück eine einfache Funktion im Forum - und wenn dann nicht immer wieder den anderen zitiert, verschwinden die Beiträge völlig aus dem Sichtbereich.

  • Puh 2 Seiten Diskussion dazwischen, muss auch sein, doch nun geht es weiter.


    Teil7


    Wir haben unsere Völkchen infiziert und sind stolz wie Bolle, das wir es trotz aller Schwierigkeiten erfolgreich geschafft haben die benötigte Menge an Milben in die Völkchen zu bringen. Das ist jetzt immer so ein Punkt, wo ihr mal richtig durchatmen, die "Wirtschaftvölker" mal wieder kontrollieren oder mit der Familie auch etwas unternehmen könnt.


    Halt, waren da nicht noch 24x MiniPlusvölker die nach Futter schreien?


    Oh man Bienen, schon wieder Bienen, die Partner drehen am Rad und die Kollegen warnen, heh übernimm dich nicht, mach mal ruhiger.


    Innerlich zerrissen ob der äußeren Einflüsse entscheidet man sich doch seiner Berufung und dem Verantwortungsgefühl zu folgen, etwas Angefangenes auch richtig zu Ende zu machen.


    Also 1:1 Zuckerwasser, Honigwasser oder verdünnten Sirup für die Völkchen vorbereiten. Ich mische ein 25kg Sack Zucker in einem 50kg Abfüller mit 16l warmen Wasser mit meinem Honig-Mörtelrührer an.

    Dann kommen jeweils 6l in ein 10l Kanister, die ich dann kühl im Keller lagere. So bekomme ich ca 5 Kanister aus einer Abfüllung. Vor dem Füttervorgang fülle ich noch je 2l Wasser auf die Kanister auf und schüttel sie ordentlich durch.


    Da die Völkchen bei mir schon auf einer komplett ausgebauten Zarge mit Futterzarge sind, kann ich bequem immer so 0,5 bis 1,0l nachfüllen. Es wird erst wieder nachgefüllt, wenn alles weg ist.


    Warum mache ich das so, ist doch aufwendig?

    Ja das stimmt, alle 2 bis 3 Tage füttern.


    Durch den dünnflüssigen Zustrom des Futters bauen die Bienen besser die Mittelwände aus, da sie Fläche zum Einlagern und Verdicken brauchen. Da der dünne "Nektar" zum Verdicken auch schnell wieder umgetragen wird, wird auch immer wieder schnell Brutfläche für die Königin frei.


    Ich habe es ausprobiert als noch Futtertaschen in der unteren Zarge waren. In einem Volk war eine Futtertasche mit Teig gefüllt, im anderen die Futtertasche mit Flüssigfutter. Die Aufnahme des Flüssigfutters ging schneller als beim Futterteig und der Ausbau der Mittelwände war doppelt so schnell.

    Dann habe ich den Futterteig rausgenommen und gegen eine Futtertasche mit Flüssigfutter ersetzt. Diese Volk legt dann genauso wie das andere zu.

    Wenn man bedenkt, das bei Flüssigfutter das Volk die Energie und den Aufwand beim Wasserholen spart, können sie es gezielter für den Ausbau der Waben verwenden.

    Man kann auch nicht 3l Futter in die Futterzarge füllen, weil die Bienen das Futter immer wieder bis in die letzte freie Zelle umtragen.

    Hat man da keine "Futterstrompause" ergeben sich wenig freie Zellen zum bestiften und das Volk wird im Brutgeschäft eingeschnürrt, da zu wenig Bienen und daruch Platz für einen weiteren Ausbau da sind.


    Aber Achtung, wir haben ein kleines Volk, das noch sehr anfällig für alle möglichen Störungen und Extreme ist und sich sehr schlecht selbst regulieren kann.


    Bitte beachtet diesen Hinweis, den vor allem bei Kollegen die das erste Mal mit so kleinen Beuten arbeiten wird das extrem unterschätzt, da ihre "großen" Völker viel dynamischer reagieren können und vieles selbst regulieren können.

    Wir brauchen jedoch genug Bienenmasse für eine erfolgreiche Entwicklung, die wieder ausreichend Brutfläche braucht. Wenn in der unteren Zarge alles ausgebaut ist und die Bienen auch alle Wabengassen belagern, erweitere ich sofort mit einer 2. Zarge mit Mittelwänden.


    Dabei nehme ich ich die beiden mittleren Brutwabenwaben aus der nun unteren Zarge in die die Mitte der 2. Zarge, schieb das Brutnest zusammen und fülle alle Leerstellen mit Mittelwänd gefüllte Rähmchen auf. Damit ziehe ich das Brutnest etwas in der Höhe auseinander. Die Bienen haben dadurch im Durchmesser in der unteren Zarge ein etwas kleineres Brutnest, da sie ja nicht sofort alle Wabengassen der 2 Zargen ausfüllen können.


    Nun wird bis zur Auszählung weiter behutsam gefüttert, das ausreichend Futter für den Eigenverbrauch, Fläche für die zu pflegende Brut.und langsam anwachsende Vorräte ist.


    Hier bitte noch geizig mit dem Futter umgehen, damit nur ganz wenig Vorräte eingelagert werden. Achtung, nicht hungern lassen!

    Die Auszählung findet bei uns frühestens nach 24 Tagen ab Infektion statt und es ist besser wenn man Waben hat, die nicht vor Honig triefen und beim Umlegend er Wabe bei der Auszählung nicht triefen.


    Bei der Terminplanung der Infektion und Auszählung sollte man auch so schieben, das man Wochenenden mit einbinden kann, um die evt notwendigen Urlaub oder Freistunden der Teilnehmer so gering wie möglich zu halten.


    Bei der Auszählung sollte man sich einen Raum auswählen der groß genug für die zahlreichen Arbeitsplätze ist, denn die MIkroskope und Utensilien benötigen auch Platz. Im Zuge der Corona Pandemie muss man ja sowieso auf ausreichenden Abstand achten.

    Als Mikroskop benötigt man ein mindestens Binokular Mikroskop mit passender Vergrößerung (10x-20x) und ausreichend großen Arbeitsabstand. Wichtig ist eine gute bis sehr gute Tiefenschärfe bei vertretbar großen Arbeitsfeld beim Blick ins Mikroskop.


    Zu Planung ist es sehr wichtig, sucht Leute die das schon mal gemacht haben , die einerseits die Beginner anleiten können, die andererseits auch immer beratend bei fragen zur Seite stehen können.


    Verteilt die Sitzpositionen so, das sie nicht auf einem Haufen sitzen sondern verteilt unter den Beginnern. So spart man sich wieder Wege und schafft mehr Durchsatz.

    Irgendwie hat diese Auszählung auch ein kleines Perversum, je besser die Prüfvölkchen sind die wir haben, um so aufwendiger wird die Auszählung.

    Ein geübter Auszähler kann 6 bis 8 Völker pro Auslesetag schaffen, ein Ungeübter 2-3, da die ganzen Bewegungsabläufe noch ungewohnt sind und die angetroffenen Bilder in den Zellen auch genau inspiziert werden müssen um Unterschiede in der Milbenfamilie erkennen zu können.


    Angenommen wir haben 100 Völker zur Auszählung, die an 2 tagen ausgezählt werden sollen. Das bedeutet 2 Tage 50 pro Tag.

    Ich habe 2 Teilnehmer die das gut können und der Rest ist noch ungeübt oder wird angelernt.

    Ich schätze dann grob für die Tagesleistung weitere 12 Personen.

    Am 1. Tag schaffen die Experten, wenn sie noch anleiten natürlich auch nicht den Durchsatz.

    Das bedeutet für die Raumplanung 14 Arbeitsplätze mit entsprechenden Mikroskopen. Verteiler, Kabeltrommeln und Versorgung mit Essen und Trinken.


    Nicht schlecht würde ich sagen.


    Da wir oft nicht soviel Auszähler zusammen bekommen beginnen wir schon Freitag Mittag mit dem Aufbau, dem Anlernen etc.

    Hier setzt auch die größte Unterstützung aus dem SMR Projekt an. Neben den Leihmikroskopen kommt auch Fachpersonal aus dem SMR Projekt mit vor Ort, um jeden Tag für die Neuankömmlinge auch eine gleichbleibend korrekte Einweisung zu machen, was die geübten Kollegen etwas entlastet und wenn die "lange Weile" haben zählen sie auch aus. Oder man gibt ihnen gewisse Besonderheiten, wo man Wert drauf legt das das eine aus dem lokalen Projekt unabhängige Person auszählt.


    Ich empfehle denjenigen Leuten die auch mal solche Projekte machen wollen, bei anderen Projekten einmal mindestens bei der Auszählung mitgemacht zu haben. Ihr könnt euch da auch gern zu erkennen geben, das ihr evt auch sowas organisieren wollt, weil dann bekommt ihr nochmal onTop Informationen mitgegeben, die ihr gar nicht haben wolltet, aber die insgesamt wichtig sein können.


    Was ihr noch braucht ist ein Außenteam, welches die Waben reinholt und an die Auszähler weiter gibt, damit die sich ja nicht von ihrem Platz wegbewegen müssen und wertvolle Auszählzeit verloren geht. Die Waben müssen gekennzeichnet sein, damit sie wieder in das richtige Volk zurück kommen und der Auszähler, weiß was er da auszählt. Hier hat sich unsere Indexnummer bewährt, weil keiner genau weiß welches Volk er da auszählt.


    Ich war immer bemüht meine Testvölkchen von anderen auszählen zu lassen, damit Schummelei ausgeschlossen sein kann.

    Klar kann ich meine Völker besser einschätzen, weil ich weiß was ich da alles daran rum gedoktort oder falsch gemacht habe, aber manchmal hat man da aus den Abstammungen heraus Erwartungshaltungen/Versprechungen, die nicht so oft auch genau so eintreten.

    Ich habe mir angewöhnt vollkommen unvoreingenommen zu versuchen alle Völkchen gleich zu behandeln und wenn ich Fehler gemacht habe, diese nicht zu versuchen zu kompensieren sondern diese Fehler bei der Voklsbetrachtung7bewertung mit als Plus oder Minuspunkte mit einzubeziehen.

    Meist sind es Fehler die die Entwicklung des Volkes negativ beinflussen, weil Futter vergessen, überfüttert, Flugloch zu gelassen und Pollenmangel aufgetreten ist, bzw Vorstufen des Verbrausens eingetreten sind..

    Es passiert auch schon mal das eine Königin aus der 2. Zarge beim Abnehmen ins Gras fällt, dann unter die Beute krabbelt und da eine Wabe von dem Volk mit Stiften vorgefunden wird.


    Wie ärgerlich und ich könnt mich jedes mal wenn sowas ist .....


    Naja was soll ich sagen, das ist auch ein Form des Zufalls in der Entscheidung, was eine neue Zuchtlinie werden wird.


    (Fortsetzung folgt)


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Oha da waren es doch über 10.000 Zeichen und ich musste mal splitten.


    Teil8


    Kommen wir zurück zum Auszählen.


    Neben dem Mikroskop braucht ihr noch 2 Klickzähler und ein geeignetes Instrument (scharfe Pinzette, abgebrochene Umlarvnadel, angespitzte Büroklammer am Holzhalter ...) mit denen vorsichtig die Zelldeckel der Brutzellen in einem Larvenstadium ab violetten Augen geöffnet werden.

    Der Erhalt des Zelldeckel ist beim SMR Projekt wichtig, um zu ermitteln ob diese Zelle geöffnet und nachträglich wieder verdeckelt wurde (Recapping). Mit einem Klickzähler zählt man nun die geöffneten Zellen im richtigen Stadium und mit dem Zweiten die recappten Brutzellen.

    Findet man keine Milbe in der Brutzelle geht es weiter zur nächsten Zelle. Ich versuche immer ein möglichst breites Band von Zellen über die gesamte Wabe zu öffne, damit ich Innen- und Außenbereiche der Wabe mit einschließen kann. Wir wissen alle, das wärmere Zellen eine schnellere Entwicklung bis zum Schlupf nehmen als die Randbereiche.

    Wichtig ist, nur ab violette Augenstadium der Larve zu zählen, da im Bereich weiße Augen bis orange/braun die Bienen wohl erst mit dem Ausräumen beginnen würden. So habe ich das in Paul Jungels seinem Buch nochmal nachlesen können.


    Der ganze Prozess basiert auf den Erfahrungen und Untersuchungen der arista bee research stiftung und wird im SMR Projekt sehr intensiv von Martin Sebastian Gabel vom Bieneninstitut in Kirchhain und den Projektansprechpartner der GdeB bzw AGT betreut.


    Näheres zu den Milben ihren Statis und Bildern möchte ich hier nicht ausführen, das kann man aus den Projektpapieren, die ich schon mal verlinkt habe, entnehmen.


    Hat man dann eine Milbenfamilie gefunden, muss man den Entwicklungsstatus der Bienenlarve und der Milben auf dem Auszählungsbogen notieren.

    Dies setzt man dann so lange fort bis man 300 Brutzellen geöffnet oder 10 einfach (mit einer Muttermilbe) befallene Brutzellen gefunden hat. Hat man Zellen mit Mehrfachbefall gefunden, wird das auch notiert, aber man muss noch weiter suchen, bis die 300/10 Bedingungen erfüllt sind.

    Manchmal findet man Völker, die haben einfach nicht das gewünschte Larvenstadium, was man braucht.

    Oder auf der markierten Wabe sind zu wenig Brutzellen zum öffnen.


    Dann nimmt man eine weitere Wabe und zählt dort weiter oder bricht mit der Bemerkung ab, keine weiteren auswertbaren Brutzellen gefunden, wenn keine weiteren Brutwaben mit Brutzellen des richtigen Stadiums vorhanden sind.

    Das ist dann immer bedauerlich, weil diese Werte dann nicht richtig im Projekt verglichen werden können, doch wenn die Bienen ausräumen, dann tun sie das teilweise so intensiv, das kaum weitere Bienen nachschlüpfen. Das führt auch zu einer gehemmten Volksentwicklung und man könnte meinen die Bienen hätten eine schlechte Vitalität.

    Ob es an letzterem liegt sieht man beim Auszählen sehr gut. Man findet entweder geschlossene Brutbilder oder beim Öffnen immer wieder Bereiche eng aneinander mit unterschiedlichen Brutstadien oder ausgeräumt und neu bestiftet.

    Läge es an fehlenden Sexallelen sagt Paul Jungels in seinem Buch, werden diese Bereich sehr oft erst beim nächsten Legegang der Königin nachbestiftet. Bei so kleinen Völkchen tritt das meiner Meinung nach nicht zu Tage, da die Legefläche in den MiniPlus Völkern schon beschränkt ist, die Arbeiterinnen die Zellen gleich wieder zur Neubestiftung vorbereiten und die Königin täglich über jede Wabe wuselt und Stifte in vorbereitete Zellen legt.


    Es ist weiter vorteilhaft, wenn man eine Person hat, die vor der Übergabe nochmal über den Protokollzettel schaut, ob die gesamt ausgezählte Zellen und Gesamtrecapping notiert ist, ob die Königinnummer eindeutig ist, also die ganzen Formsachen stimmen.


    Manchmal kann es notwendig sein, auch bei 300 geöffneten Zellen ohne nennenswerten Milbenfund weiter zu zählen.

    Eigentlich ist das ja ein super Ergebnis. aber bei einer oder keiner gefundenen Milbe gehen bei mir die Alarmglocken an.

    Irgendwas kann da nicht stimmen, Infektion nicht richtig gelaufen ?


    Oder es wurden 250 Zellen bei und 10 Milben ausgezählt. Da versuche ich noch mehr aus dem Volk herauszulesen, ob die Tendenz so bleibt, ober ob ich rein zufällig gleich alle Milben auf der Wabe gefunden habe. Da zähle ich persönlich dann lieber noch bis 300 Zellen aus, denn damit verändert sich natürlich auch die Bewertung für das Volk.

    Jetzt nicht was den SMR Faktor betrifft aber den Befallsgrad.

    Je mehr Milben man findet, die nicht reproziert sind, um so besser das Ergebnis des SMR Wertes und damit auch die Überlebensschange des Volkes. Allerdings würde ich mir bei einem Befallsgrad von größer 10% Gedanken machen, ob das Volk es wirklich schaffen wird.

    Achtung: ein SMR Faktor von 100% den wir ermittelt haben ist lobenswert, ist aber nur eine Momentaufnahme und von sehr vielen Störgrößen abhängig.


    Finde ich 1 Milbe auf 300 Brutzellen die dann nicht reproduziert ist, habe ich ein SMR Wert von 100%. Ihr seht selbst das sagt gar nichts aus. Ist die Milbe reproduziert ist der SMR-Wert 0%.

    Finde ich jetzt 3 Milben mit 2x reproduziert 1x nicht, dann ist der SMR Wert 33%.

    Oh wie schlecht.

    Nein, 3 Milben auf 300 Zellen bei einer zusätzlichen Milbeninfektion, das ist schon super, aber die Anzahl der Datensätze ist einfach zu gering, um darüber für den SMR Wert etwas richtiges aussagen zu können. Ja über den geringen Brutbefall freue ich mich persönlich sehr, aber dann schaue ich weiter, ob ich nicht doch noch Milben finde, selbst wenn ich nochmal 150 Zellen öffnen muss.

    Durch diese Beispiel seht ihr, die Zahlen sind nicht alles, schaut auf das Brutbild und den Zustand des Völkes bzw. den Zustand und die Brutbilder auch der anderen Miniplusvölker des Projektteilnehmers.


    Deutet sich eventuell ein systematisches Problem an?

    Milben zu lange spazieren gefahren?


    Das ist jetzt nichts persönliches gegen eine Person, aber gewisse Fehler beeinflussen halt dann die Statistik und Nachzuchtentscheidungen in so einem gemischten Team.

    Darum nehme ich die Zahlen nur als Zeiger und im nachgelagerten Überlebenstest wird die Natur selektieren.

    Leider gehen da auch alle vorgelagerten Fehler zu Ungunsten des Prüfvölkchen ein.


    Von Martin Gabel gibt es dann die Auswertungsstatistik von allen Protokollen und ab dann ist man irgendwie auf einmal Alleingelassen.


    Klar haben wir für das SMR-Projekt alles erledigt, aber mir persönlich kommt es auf mehr an und das SMR Projekt ist da nur ein Steinchen bzw. zum Anstubsen da.


    (Fortsetzung folgt)


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Ups, aber ich darf noch den Schluß schreiben?


    Liebe Grüße Bernd.

    Natürlich! Ich hatte nur auf den Störenfried reagiert und es mir dann doch anders überlegt. Da ich nicht löschen kann, habe ich den Text wegeditiert. Das galt nicht Dir, Bernd.

  • Ups, aber ich darf noch den Schluß schreiben?


    Liebe Grüße Bernd.

    Natürlich! Ich hatte nur auf den Störenfried reagiert und es mir dann doch anders überlegt. Da ich nicht löschen kann, habe ich den Text wegeditiert. Das galt nicht Dir, Bernd.

    Moin Jaki,


    bei so was schreib doch bitte kurz dazu, warum editiert wurde. Ich war auch gerade irritiert, warum Bernd nicht mehr weiter schreiben soll. ;)

    Da steckt soviel Herzblut von ihm in diesem Projekt. Diese Begeisterung darf er gerne noch länger behalten und mit Interessierten teilen.


    Und unser schlauer Theoretiker der es aus dem Stand geschafft hat, mit seinen 30 Beiträgen fasst jedem mit solider Erfahrung ans Bein zu pinkeln, möchte bitte seine eigenen langjährigen praktischen Erfahrungen und Projekte mit uns teilen. Aber nicht in diesem Thread.



    Viele Grüße

    Ron

  • Entschuldigt bitte, ich bin ja erst kurz hier. Aber einiges, was ich bemerke, ist eigentlich nicht gut hier, von der Tendenz her.

    [..] Theoretiker [..] geschafft hat, mit [..] Beiträgen [..] ans Bein zu pinkeln [..] Aber nicht in diesem Thread [..]

    Es ist doch ein offenes Forum hier, oder? Es zählt das Argument, nicht das Gefühl? Jede*r kann selbst entscheiden, neutral zu ignorieren, zu blocken, nachzudenken, sich zu beteiligen. Auch für seine Gefühle ist jeder selbst voll verantwortlich (es sei denn er ist alkoholisiert z.B.). Mir fällt auf, wie gelassen Bernd bleibt. Wie soll denn überhaupt um verschiedene Erfahrungen gestritten werden, wenn nicht Ansichten aufeinanderprallen, die bitte niemals persönlich zu nehmen sind!


    P.S. Ich entschuldige mich im Vorraus, I am sorry, aber es passt gerade ganz gut: Ein alter befrendeter Imker und Züchter hat mir kritisch mitgeteilt, dass bei einer online-Züchterversammlung jüngst im Vortrag eines Wissenschaftlers, der beim VSH-Zucht-Programm mitmacht, den (Hobby-)Züchtern die Mendelschen Gesetzte erklärt hat. Warum wohl? Will der ans Bein pinkeln, oder denkt er sich vll da gibt es noch Nachholbedarf bei den VSH-Praktikern mit solider Erfahrung, die Rezepte nachkochen? Lassen wir alle doch bitte die Kirche im Dorf?

    Aloha ❀ Markus F.

    ✦ Liebe deine Bienen wie dich selbst - Liebe ist Verantwortung eines Ichs für ein Du, hierin besteht, was in keinem Gefühl bestehen kann, die Gleichheit aller Liebenden.