Eichamt/ Lebensmittelkontrolle

  • Jeder Imker der seinen Honig in Gläsern oder ähnlichem vermarktet sollten sich mit der Verpackungsgesetz auseinander setzten.

    Gruß Eisvogel

    Wie fängt man damit am besten an?

    12er DNM im Warmbau, 10er DD

    2 Mal editiert, zuletzt von JaKi ()

  • Eisvogel nunja sehr oft in seine Beiträgen überzogen zu polemisieren wird Schlossimker nicht ohne Schmerzen zum Ziel bringen und stösst manchmal ab.


    Trotzdem ist der Kern seines Anliegen, jedermans beliebige Waagen gegen ein eigenes Referenzobjekt abzugleichen, überlegenswert.


    Es wäre zumindest ein Weg verschiedenste Waagen des Imkers über ein langen Zeitraum benutzen zu können, da geeichte und zertifizierte Referenzgewichte (die sich im Normalfall kaum verändern) viel längere Genehmigungsintervalle haben als ein System aus mechanischen und oder nichtmechanischen Komponenten.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Hallo, ein Gewicht reicht schon Mal nicht, der vom Eichamt hat mit mehreren gemessen. Wenn das mit dem selber "Eichen" klappt, können wir danach nicht das Projekt, selber TÜV machen starten ? Wenigstens beim Traktor, da macht man Bremsprobe im Hof. Wackelt überall dran und prüft die Beleuchtung, dass müsste man doch selber hinbekommen ?

    Verwunderte Grüße

    Marcus

  • Marcus sorry, das ist keine Argumentation, sondern billige Polemik.


    Erstens ein geeichtes Gewicht sind 1x geeichtes oder mehrere geeichte Gewichte, das ist vollkommen egal, ob wenn man für das Zielgewicht kein eigenes, mehrere Gewichte nimmt.

    Zum Zweiten eiche ich meine Waage nicht, sondern prüfe sie gegen eine geeichte Referenz. Differenzen dazu darf ich dann selbst in Abzug bringen.


    Zum Dritten, ein Gewicht auf die Waage zu stellen und den Wert abzulesen, hat nichts mit einer technischen Untersuchung zu tun. Möchtest du uns Imkern und damit dir absprechen, wir könnten beim Abfüllen nie unsere Gläser richtig füllen, weil wir keine Waage bedienen können?


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Hallo Bernd und Du sprichst mir also die Fähigkeit ab, ein langsames Fahrzeug so zu untersuchen, dass es verkehrstüchtig ist ? Ich hoffe du merkst dass die billige Polemik doch nicht so billig ist, denn irgendwo hört es halt mit der Selbstkontrolle auf ... Das mit den mehreren Gewichten hat den Grund, eine geeichte Waage hat von 0 bis 1000g in jedem Gewichtsbereich gute Ergebnisse zu liefern.

    Bis bald Marcus

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    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Marcus sorry da bin ich jetzt raus, schau mal bitte aufs Topic, lies dein Post im Bereich Anzahl der Gewichte und mein Kommentar nochmal.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Wer überprüft denn, ob ich die Fertigpackung wirklich auf der geeichten Waage gewogen habe. Meine Wurstkonserven habe ich mit einem Füllautomaten gefüllt. Der lässt sich nicht eichen, obwohl der 40000 € kostet. Es werden stichprobenartig die Gewichte überprüft, und auch das auf einer ungeeichten Waage, die ich wieder an der Geeichten direkt vor der Aktion gegenkontrolliert habe.


    Als Hobbyimker muss man nachweisen können, dass man Zugriff auf eine geeichte Waage hat. Die Gewichte müssen stimmen.

    Wenn ich einmal im Monat Fertigpackungen fülle und glaubhaft dokumentiere, dass ich mir die geeichte Waage beim Imkereifachbedarf oder Verein ausgeliehen habe, ist alles ok. Leihgebühr macht das ganze noch glaubhafter.

    In einem Ladenlokal mit Wiegeverkauf muss logischer Weise eine geichte Waage vor den Kunden stehen. Stehen mehrere Waagen in einem Laden, müssen nicht alle geeicht sein, aber es muss für den Kunden erkennbar sein, wenn eine Waage nicht geeicht ist. Diese Waage(n) bekommt einen entsprechenden Aufkleber vom Eichamt und darf für Verkaufswiegungen zur Preisermittlung nicht verwendet werden.


    Gruss

    Ulrich

  • lies dein Post im Bereich Anzahl der Gewichte und mein Kommentar nochmal.


    Liebe Grüße Bernd.

    Habe ich gelesen und bin immer noch der Überzeugung, du möchtest mit einer Messung ein kompletten Messbereich abdecken.

    Der Eichbeamte hat bei der Aktion auch öfters Zusatzgewichte aufgelegt tariert und noch eins dazu gelegt.

    Die Gebrauchsgewichte, werden ùbrigens regelmäßig im Amt mit deren Urgewicht kontrolliert, das Urgewicht wird auch geprüft usw. Auch dein Eichgewicht müsste gegen geprüft werden.

    Irgendwann wollte mein Arbeitgeber Geld Sparen, bin dann zum Kurs Messmittel Beauftragter und die Quintessenz des Kurses war, wir sollen die Finger davon lassen....

    Bis bald Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

    Einmal editiert, zuletzt von Marcus Göbel ()

  • können wir danach nicht das Projekt, selber TÜV machen starten ? Wenigstens beim Traktor, da macht man Bremsprobe im Hof. Wackelt überall dran und prüft die Beleuchtung, dass müsste man doch selber hinbekommen ?

    Das ist doch die minimale technische Grundqualifikation für das Bewegen eines KFZ im Straßenverkehr. Vor jedem Fahrtantritt Kontrolle der wichtigsten Sicherheitsrelevanten Punkte...

    Macht nur keiner. Wir sollten froh sein. Vor 100 Jahren musste man vor Fahrtantritt noch alles Abschmieren etc... Da haben die Vorbereitungen für ne Fahrt eine Stunde gebraucht.

    Der TÜV ist nur die Staatliche Kontrolle, ob man das richtig machst.... Warum haben die das wohl eingeführt?


    Zu den Gewichten. Also ohne jetzt irgendwelche Gesetze oder Richtlinien zu lesen.

    Da zur Gewichtsbestimmung mit Vergleichsgewichten auf einer Balkenwage immer mehrere Gewichte verwendet werden (außer in Glücksfällen) müssten diese eine deutlich schärfere Toleranz einhalten als eine Waage (da sich die Fehler / Toleranzbereiche) Addieren.

    Wenn du also z.B. 10 Gewichte benötigts, jedes hat +/-0,1g Toleranz, dann ist die Gesamt-Toleranz schon bei +/- 1g.

    Könnte mir daher vorstellen, das die Intervalle, Kosten, etc.. für dies 10 Gewichte höher liegen als beim Eichen einer Wage.

    Nächste Frage: Die Balkenwage - da könnte ja Manipuliert werden - muss demnach auch Geeicht sein.


    Da ist eine Elektronische wahrscheinlich die beste alternative....

    Am besten ein oder zwei im Imkerverein zusammen beschaffen. Für die, die zu wenig Durchsatz haben dass es sich lohnt selber eine zu kaufen..


    Und wenn ihr eine geeichte Waage kauft, passt auf den Wägebereich bzw. den Eichwert auf!


    Die Meisten "günstigen" Waagen - so auch die "Imker Waage mit Eichung" hier aus der Werbung - haben einen Wägebereich 3 und 6 kg mit Teilung 1 und 2 g bei einem Eichwert von 1 bzw. 2g.


    Problem: Diese Wagen dürfte man für die 125 Gramm Gläser verwenden!

    Lt. FPackV.pdf (gesetze-im-internet.de) - Anlage 7 - Netto-Füllmenge 25-150g -> Eichwert 0,5g

  • Das mit den Toleranzen und der Anzahl von Gewichten ist sehr aufmerksam mitgedacht und die

    Toleranzsummation sowie die Toleranzen bei den Abpackungen die sich aus der Verordnung ergeben.

    Ob jemand jetzt eine geeichte Waage, ein geeichtes Gewicht zur Referenzabstimmung seiner eigenen Waage nimmt oder seine Abfüllung bei einer ausgeborgten Waage oder fremden Waage referenziert, ergibt für mich das gleiche Ziel (Bedeutung) -> Abstimmung des eingefüllten Gewichtes an einem geeichtem Mittel.


    Bin ich jetzt ein Imker der nur 500g Gläser abfüllt oder noch 250g komme ich klar mit einem (2) geeichten und zertifiziertem Gewicht(en) (Abweichung wenige mg) für sagen wir mal schlapp 170€ bei einer Überprüfungszeit von 5 bis 10 Jahren (evt sogar lebenslang, habe nicht nachgesehen).


    Wenn ich viele Gewichtsklassen abfülle, dann ist es möglicherweise besser ich nehme eine eigene geeichte Waage oder kaufe mir ein geeichten und zertifizierten Gewichtssatz zu 700€.


    Ich möchte doch einfach nur das Ziel des Ganzen korrekt erfüllen und nicht das wie ich zu dem Ziel komme; immer wieder gegen Anfeindungen verteidigen müssen.

    Die Ziele dafür kann sich der Imker selbst suchen und allein das sollte in der Verordnung verankert sein. Im Enddefekt ist es doch auch so, das nicht deine geeichte Waage kontrolliert wird, sondern deine Abfüllung und du dafür eine auch dem Deckel bekommst, denn deine geeichte oder ungeeichte Waage kann nichts dafür, das du 490g statt 500 abfüllst.

    Zum weiteren ist es für mich ein Unterschied, ob jemand etwas frei variabel abfüllt oder feste Werte in der Abfüllung hat.

    Das solltet ihr in der Argumentation zur Sinnhaftigkeit auch mal bedenken, wenn es darum geht Referenzobjekt oder Eichwaage.


    Bei den Gewichten gibt es Toleranzklassen (Ex/Mx) die bei einer Zertifizierung genau bestätigt und bei einer Eichung genau auf das Gewicht gebracht werden. https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Akkreditierungsstelle


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • für sagen wir mal schlapp 170€ bei einer Überprüfungszeit von 5 bis 10 Jahren (evt sogar lebenslang, habe nicht nachgesehen).

    Hallo, lebenslang gilt gar nichts, auch die geeichten Gewichte müssen regelmäßig geprüft werden., was auch wieder Kosten verursacht.

    Ich persönlich bin mir sicher, dass wenn du alles so machs , wie der Gesetzgeber es vorschreibt, mit der Eigenkalibrierung kaum Geld sparst. Das du es gar nichts darfst, steht noch auf einem anderen Blatt.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Marcus , da bin ich anderes Ansicht.

    Eine Kalibrierung darf jeder ausführen, aber eine Justierung entsprechend der Kalibrierung was ja dann in den Bereich Eichung geht, da stimme ich dir überein.

    Hier mal ein paar zusammengefasste Informationen https://www.schmitt-waagenbau.…nformationen/lexikon.html


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Wenn das mit dem selber "Eichen" klappt, können wir danach nicht das Projekt, selber TÜV machen starten ? Wenigstens beim Traktor, da macht man Bremsprobe im Hof. Wackelt überall dran und prüft die Beleuchtung, dass müsste man doch selber hinbekommen ?

    Der Vergleich hinkt nicht nur, der ist geradezu fußlahm. Ich traue dir durchaus die Befähigung zu deinen Trekker selbst fachgerecht zu 'Tüv'en", mir hingegen nicht - und auch dich wird nicht überraschen, dass man mit einem Honigglas oder eine Waage niemanden überfahren kann.