Eichamt/ Lebensmittelkontrolle

  • Da hilft Absatz 5

    ... Erleichterung beantragen...

    und dabei steht nix von direkter Messung drin. Indirekte Messung im Antrag mit aufführen, würde ich sagen. Ein geeichtes 250g Gewicht und ein geeichtes 500g Gewicht kaufen. Glas auf ungeeichte Waage, Tara nehmen, geeichtes Gewicht drauf, Waaganzeige lesen, Gewicht herunter nehmen und auf den gelesenen Wert plus Toleranz auffüllen. Gelegentlich Nachkontrolle mit dem Gewicht beim Abfüllen - z.B. alle 100 Gläser.


    Ein Messgerät - wie eine geeichte Waage wird nahezu nie vor zum Ablauf der 2 jährigen Eichfrist ungenau. Da entsteht der Fehler.


    Ein Gewicht bleibt in dem notwendigen Umfang ein Leben lang genau wenn man nichts feilt, etc...


    Es ist einfach der übliche juristische Gummiparagraf, formuliert für die Auslegung durch Richter nach deren Ermessen - in der Elektronik werden Bauteilwerte schon seit Jahrzehnten mit - erlaubten - Toleranzen angegeben. Der Auto Tacho auch mit Toleranz 0 ... +7%.

    Schlossimker - ein Kaiserfranke.

    Anfänger 2019 - 2022, einstellige Völkerzahl. Wabenhonig während der Saison im runden oder sechseckigen Furnierstreifenrahmen, und ausdrücklich ohne Patent- und Markenschutz.

  • Nebenbei, der deutsche Ämtler hat auch fast 50 Jahre gebraucht um zu verstehen, dass das aufwendigste nicht immer das sinnvollste ist. Siehe Verkehrsampel vs. Kreisverkehr.


    FeDia, dein Eingangspost hat mich neben ein paar anderen Dinge dieses Jahr so frustriert, dass ich meine Völker im Frühjahr beim Auswintern am besten auf 1/3 zusammen schmeiße. Und lieber gebrauchte Leitern sammle. Diese dann mit kleine Pinseln dran vor die Ämter stelle mit dem Hinweis auf das YT Video wo die Chinesen zeigen wie man damit Blüten bestäubt.


    Also, Imker, wenn ihr streiken wollt - ich bin dabei.

    Schlossimker - ein Kaiserfranke.

    Anfänger 2019 - 2022, einstellige Völkerzahl. Wabenhonig während der Saison im runden oder sechseckigen Furnierstreifenrahmen, und ausdrücklich ohne Patent- und Markenschutz.

  • Ein geeichtes Gewicht in der 500g Klasse kostet so schlapp 70€ inklusive Zertifikat und Versand.

    In wie fern entbindet es mich dann von einer geeichten Waage?


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Nebenbei, der deutsche Ämtler hat auch fast 50 Jahre gebraucht um zu verstehen, dass das aufwendigste nicht immer das sinnvollste ist. Siehe Verkehrsampel vs. Kreisverkehr.


    FeDia, dein Eingangspost hat mich neben ein paar anderen Dinge dieses Jahr so frustriert, dass ich meine Völker im Frühjahr beim Auswintern am besten auf 1/3 zusammen schmeiße. Und lieber gebrauchte Leitern sammle. Diese dann mit kleine Pinseln dran vor die Ämter stelle mit dem Hinweis auf das YT Video wo die Chinesen zeigen wie man damit Blüten bestäubt.


    Also, Imker, wenn ihr streiken wollt - ich bin dabei.

    Du weißt doch wie man einen Frosch kocht. Makaber, aber funktioniert bei Menschen ganz genauso.


    Manche Regelungen machen Sinn, bei anderen sollten wir Widerspruch einlegen und den Sachverhalt neu bewerten lassen bzw. daran mitwirken. Vielleicht können auch Vertreter z.B. aus dem DIB, Mitglied in einem entsprechenden Gremium sein und hier mitwirken.


    Nicht frustrieren lassen, wir bekommen das schon hin ;). Manches Regularium klingt im ersten Moment auch schlimmer als es am Ende ist.


    Schöne Grüße - Matthias

    "Wenn du es eilig hast, gehe langsam". Lothar M. Seiwert

  • Manche Regelungen machen Sinn, bei anderen sollten wir Widerspruch einlegen und den Sachverhalt neu bewerten lassen bzw. daran mitwirken.

    Was genau meinst du?

    Eigentlich bringt es ja nichts, sich aufzuregen.


    Aber speziell die Vorschrift zum Vorhalten einer geeichten Waage, die auch noch laufende Folgekosten mit sich bringt, die regt mich wirklich auf. Einfach, weil sie in meinen Augen unendlich sinnlos ist und die einzige Auswirkung Mehrkosten sind, aber in keinster Weise verhindert, dass jemand nicht korrekt einfüllt. Letzteres ist aber angeblich das (berechtigte) Hauptziel dieser Vorschrift.


    Aber warum wird dann kontrolliert, ob jemand ein geeignetes Messgerät hat, aber nicht einfach nur, ob er auch wirklich die richtige Menge abfüllt? So wie beim Autofahren auch nicht gecheckt wird, ob der Tacho geeicht ist, sondern ob jemand zu schnell gefahren ist oder nicht? DAs wäre doch viel zielführender und günstiger - ein Temposünder kann sich doch auch nicht damit herausreden, dass sein Tacho andere Werte angezeigt hat - es gilt die amtliche Messung und fertig.


    Mehr bräuchte es auch beim Honig nicht - wie jemand die genaue Füllmenge erreicht ist doch egal, hauptsache er tut es. Mehr Gewichtskontrollen direkt am Glas und aus die Maus - wer falsch abwiegt ist dran, egal ob er mit Augenmaß oder teuerer Waage gefüllt hat. Das ist, was ich mir wünschen täte und was garantiert auch viel mehr im Sinne des Kunden/Verbrauchers wäre.


    Ich vermute halt, hier geht es nur um die Finanzierung der Eichämter, das sind schließlich enorme Summen, die regelmäßig daher kommen, auf die wird das System wohl kaum verzichten, egal wie sinnfrei es in der Praxis ist.

  • Ich vermute halt, hier geht es nur um die Finanzierung der Eichämter, das sind schließlich enorme Summen, die regelmäßig daher kommen, auf die wird das System wohl kaum verzichten, egal wie sinnfrei es in der Praxis ist.

    Ja, daran habe ich auch schon gedacht. Die Nummer mit dem Urkilo in Frankreich und den Kopien ist ja auch nicht ganz günstig.

    Falls das wirklich so ist, hätte ich mir aber trotzdem gewünscht, dass man diese Kosten auf alle Bürger umlegt.

    Weiß jemand, was das mit der Pflicht zu geeichten Waagen soll und warum nicht einfach nur die gefüllten Gläser nachgewogen werden?

  • hornet, was, wenn es wirklich so ist. Mein Veterinär ist auch Imker, und die haben im Verein eine geeichte Waage. Dort überprüfen sie die eigene, und damit ist es gut. Er behauptet, es ist nicht Pflicht, Eigentümer einer geeichten Waage zu sein. Dokumentation über den Zugriff auf eine, zum Abgleich der eigenen, genügt.


    Gruss

    Ulrich

  • Dokumentation über den Zugriff auf eine, zum Abgleich der eigenen, genügt.

    Dann lege ich jetzt regelmäßig meine gekauften Bananen als Kontrollgewicht auf meine Waage. Die Dokumentation erfolgt über den Kassenbon.

    Wenn das Leben so einfach sein, dann ist es doch gut.

    Beweisfoto mit Bananen UND Kassenbon scheint mir sicherer. Und denk dran, das Foto mit Datum und Uhrzeit zu versehen - nicht, dass hinterher etwas fehlt... 🤪

  • Ein geeichtes Gewicht in der 500g Klasse kostet so schlapp 70€ inklusive Zertifikat und Versand.

    Danke, fragt sich nur ob der Ämtler für das auch alle 2 Jahre eine Eichung verlangt - was absolut daneben wäre. Oder ob die 70 Kracher eine einmalige angelegenheit sind.

    Ansonsten könnte man dann...

    In wie fern entbindet es mich dann von einer geeichten Waage?

    Man kann eine Messung direkt durch führen, oder indirekt. Indirekt würde man ein (zu messendes) unbekanntes Gewicht mit einem Bekannten Gewicht (dem gekauften geeichten 500g oder 250g Gewicht) per ungeeichter Waage vergleichen, und sich dabei mit Hilfe des Eichgewichts zusätzlich von der Plausibilität des von der (ungeeichten) Waage angezeigten Gewichts überzeugen.

    Wäre in der Imkerei sinnvoll, weil nur sehr Wenig verschiedene Gebindegrößen verwendet werden. Das müßte nach Abs. 5 beantragt werden. Dabei wäre die Waage egal, sie muss nur reproduzierbar beim Eichgewicht und bei der Nettofüllmege den gleichen Wert anzeigen (sicherheitshalber bei der Nettofüllmenge z.B. etwa 5/500 mehr einfüllen).

    So macht das Sinn. Das Eichgewicht erlaubt beliebig oft innerhalb von 2 Jahren die wirkliche Kontrolle ob es immer noch z.B. 500g sind.

    Die geeichte Waage stimmt wirklich sicher nur direkt nach dem Eichen. Rauher Transport oder Runterfallen, rauhe Umwelteinflüsse, etc. können jederzeit eine Änderung der Kalibrierung bewirken die relevant ist, aber so klein, dass sie nicht bemerkt wird. Eine Waage (ein Messgerät) muss nicht immer so ausfallen, das der Fehlerfall offensichtlich ist. Aber da sind wir wieder bei der Technikgläubigkeit - was teuer ist und teuer geeicht wird muss gut sein, in jedem Fall für 2 Jahre.


    Die früher üblichen Balkenwaagen/Tafelwaagen vergleichen auch nur auf "gleiches Gewicht" mit den Referenzgewicht(en). Die konnten noch kontrolliert werden in dem Referenzgewicht(e) und Wiegeobjekt bei Gleichheit vertauscht wurden.


    Ansonsten bin ich bei hornet - es hat völlig egal zu sein, wie ich die Nettofüllmenge sicher stelle. Aber das würde dann dazu führen, das wieder ein Wasserkopf (von denen es so viele unnötige gibt) weniger durch gefüttert wird.


    Wir Europäer können es uns leisten, die vielen kleinsten Lebensmittelerzeuger zu gunsten des globalen Marktes aus dem Markt zu drängen. Haben wir zu wenig, kaufen wir einfach die Lebensmittlel, auch die der Ärmsten - egal wie viele dort verhungern!

    Schlossimker - ein Kaiserfranke.

    Anfänger 2019 - 2022, einstellige Völkerzahl. Wabenhonig während der Saison im runden oder sechseckigen Furnierstreifenrahmen, und ausdrücklich ohne Patent- und Markenschutz.

    • Offizieller Beitrag

    Es gibt hier wirklich Imker die glauben (Wasserkopf, Eichamtfinanzierung) das Eichamt wird nur durch die "fünf" Imker am Leben erhalten die eine eichfähige Waage besitzen und auch in den vorgeschriebenen Abständen (zwei bzw. vier Jahre) die Wagge nacheichen lassen.

    Vielleicht schaut Ihr einfach mal beim nächsten Autoauftanken auf die Zapfsäule oder beim nächsten Steakkauf beim Metzger auf die Waage etc.

    Jeder Imker der seinen Honig in Gläsern oder ähnlichem vermarktet sollten sich mit der Fertigpackungsverordnung auseinander setzten.

    Gruß Eisvogel