Umweislungsfrust

  • moin swissi

    Moin Wasi! :)


    Danke, werde mir diese Ratschläge ebenfalls zu Herzen nehmen. Ich wollte nicht auf Kante fahren, habe deutlich mehr Königinnen vom Züchter umgelarvt, aber das Handwerk sitzt leider noch nicht. Bei jedem Schritt (Aufzucht, Schlupf, Begattung, …) gingen wieder ein paar verloren.


    Eigentlich wollte ich Dich privat fragen, aber Dein Postfach ist voll. ;) Wenn ich im Schnitt acht Wirtschaftsvölker in 12er DD US halten will (kann von vier bis zwölf schwanken, spielt keine Rolle, will konsequenter nur gute behalten) und in der Hinterhand so 20 Minis habe, in denen ich Zuchtstoff vom Züchter vermehre (selber kann ich nicht wirklich züchten), reicht das oder brauche ich quasi als Zwischenschritt noch Ablegerkisten? Wenn ja, 6er?


    Weisst Du, wenn der direkte Austausch so funktionieren würde: Neue ins WV, alte als Reserve ins Mini, dann wäre ich mit dem aktuellen Setup sehr zufrieden. Aber wenn das zu fehleranfällig, zu sehr auf Kante ist, dann lege ich mir gerne noch Ablegerkisten als Zwischenstufen zu.


    Du siehst, ich habe noch nicht wirklich den Durchblick. ;)

  • swissi,

    weisst warum noch kein Imkermeisterling vom Himmel .....

    genau ;)

    Wenn ich deinen Ehrlichen Bericht lese, denek ich : es könnte sein das deine Queens nich in Topform sind, sprich Macken haben, die die Bienen sofort ..... ;(

    Lass dich nich Kleinmachen, Schnute abwischen und weitermachen! Das wird schon!

    Du hast das absolut richtig vor, Überfluss... und daraus die Besten nehmen.....mit dem dann übrigen Bienenmaterial Bedürftige verstärken..... den Kern/Samen für den Anfang im Nächsten Jahr behalten.

    So nun was zu Begattungskästen, 6er, meinetwegen...

    Ich hab heuer, wegen Trachtmangel vieeeele ;):P davon gemacht. Die Zuchtmutter is eine Singel aus der VSB Zucht, und vererbt.... ich sach nur schöööön.....

    Ich hab die also voll ausgenutzt um was auslesen zu können.... Daumenschwäche zeigt sich bei mir =O wenn ich die Deckel lupfe, MIST! Nee gibt nix davon!

    Du brauchst nich extra die 6er Dinger kaufen, das is nur was für Verrückte wie mich......

    Geht in ner Zarge die du mittels Brett in 2 aufteilst un auf ne Schaltafel stellst Jenausojut, einfach die Zarge vorne so weit vorziehen das die Mädels raus und rein kommen. (Gibt nu wieder jede menge Kritik und wenn und aber, is ja klar, bei MIR klappt das EINFACH so) >Nen einfachen Deckel aus ner wasserfesten Sperrholzplatte und Eimerfütterung bekommst sicher hin.

    Bob Binnie schauen ;) und machen.

    Von Minis (Kisten) selbst rate ich ab.... nur noch in Notwehr.

    Das Rähmchen is aber sehr jut.

    Du bis nu nich der Kerl der Handwerklich geschickt is (sagst du selber) aber ich traue Jedem zu in nen HR 2 Bretter mit so in nen HR zu schrauben , das Minirähmchen dazwischen

    passen, das Ding auf Schaltafel gestellt und nen Deckel ala Binnie drauf, bekommst doch hin.

    damit is zusetzen nu kein Problem mehr, alte unten raus, Tempo drauf und dann die HRminizusetzzargezarge obendrauf, fettisch.

    Willst verstärken, setzt du das Ding nach ner Woche unten drunter......

    Weiter, ;) nur weil du swissi bist :P

    Du kannst ohne Probleme mitte August nen BR mit 6 MW 8seitlich mit Schieden begrenzt) auf die Minizusetzzarge stellen und reichlich Füttern, wetten das daraus ein schöööner Ableger wird, (Wenn die Mama taugt)

    usw. Nix mehr Ministyrosche...e, für Belegstelle und Besamung hab ich noch was Anderes....

    You see?

    Vision für demnächst?

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • xxx


    sehe gerade das die vieeel teurer geworden sind, immerhin passen 3 Kisten drauf.

    Nicotboden drunter geht auch, muss sogar wenn der Beespace oben ist, oder halt ein paar Leisten auf die Tafel geschraubt, auf denen die Zarge(n) erhöht steht.

    Somit habt ihr alles gleich auf Standmass, alles passt aufeinander.(DAS is da BESTE)

    Viel günstiger is es auch noch.

    Man muss mit Bienen matschen können....

    Dann macht Imkern Spass

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  • Ich habe dieses Jahr zwei Methoden zum Umweiseln genutzt, die beide gleichermaßen gut funktioniert haben:


    Variante 1:

    Bienenflucht ohne Flucht aufgesetzt, Mini Plus ohne Boden auf das jetzt offene Spundloch der Bienenflucht gesetzt.

    7-10 Tage später nachgesehen, ob unten Stifte sind.
    Das war bisher bei mir noch nie (!) der Fall, woraufhin ich die Mini Zarge entweder durchgesehen und die Kö händisch einfach runter gesetzt habe, oder einfach Rähmchen für Rähmchen auf die Oberträger abgeschüttelt habe.


    Ich erzähle das deswegen, auch wenn es langweiliger Standard ist, weil ich diese Methode auch dann anwende, wenn ich unten in der Kiste eine (noch) unbegattete Weisel vermute.


    Ich hatte es dieses Jahr ein paar mal, dass es Hinweise auf Nachschaffung und/oder stille Umweiselung gab, ich die Prinzessin aber nicht gefunden habe (jedoch die geschlüpften Zellen).

    Das Aufsetzen der Mini Plus Zarge hat regelmäßig dazu geführt, dass die Prinzessin scheinbar entsorgt wurde und die Regentin der Mini Plus Zarge das Zepter übernommen hat.


    Dazu muss gesagt werden, dass alle Mini Plus Königinnen 6-8 Wochen in Eilage waren und zwei bis drei Mini Plus Zargen zum Austoben hatten.


    Variante 2:

    Alte Königin fangen, in verschlossenen Zusetzkäfig setzen und zwischen die Wabengassen hängen.

    7-9 Tage später alte Königin in ihrem Käfig entnehmen und die neue unter Zuckerteigverschluss an die gleiche Stelle hängen, erst nach 7-10 Tagen nachsehen, was draus geworden ist.


    Ich habe dieses Jahr fast alles so umgeweiselt, mit jeweils vollreifen Königinnen, die kurz vorm Zusetzen aus ihren Minis geklaubt worden waren (alles so Mitte/Ende Juli).


    Variante 3 - die Last-Ressort Notlösung.

    Ich hatte dieses eine Volk, welches hoffnungslos weisellos war, welches einfach keine Königin annehmen wollte.

    Mein Standardtest, ob ein Volk eine Königin will, ist das Legen des Zusetzkäfigs auf die Oberträger:

    Wird der Käfig ignoriert, ist eine Zelle oder eine Königin vorhanden.

    Wird der Käfig schnell belaufen, und stecken die Arbeiterinnen ihr Hinterteil in den Käfig und krallen sich am Käfig fest, wollen sie die Weisel abmurksen.

    Freundliches belaufen mit Fütterungsversuchen, aufgestellten Hinterleibern und wildes Flügelgeschlage führen bei mir dazu, dass ich die Kö einfach einlaufen lasse.


    Dieses eine besagte Volk wollte immer töten, und es hat auch getötet - was auch immer mit denen war, es hat mich genervt.

    Also habe ich das Volk aufgelöst und ein paar Meter entfernt in die Wiese abgeschlagen.


    Das bezeichne ich deshalb noch als Notlösung, weil es meine Nerven und meine Zeit schont, und die übrigen Völker noch etwas Verstärkung bekommen. Aber ich bin mittlerweile weg davon, jedes Volk zu seinem Glück zwingen zu wollen. Allerdings, das muss ich betonen, handelte es sich lediglich um ein Volk, welches sich so störrisch zeigte.

    Bei allen anderen lief es mit o.g. Methoden ohne Probleme.

  • Üblicherweise mache ich es auch so, wie rall0r beschreibt (Methode 1 und 2) - bis August.


    Bei neu erworbenen (wichtigen, teuren) Kö's bevorzuge ich die bisher immer funktionierende Methodik der Gabe von 2 - 3 Waben mit Brut, Bienen und Neukönigin mitten ins Brutnest direkt nach Entfernen der Altkönigin. Dazu muss man halt im Standmaß vorher die Neue erstmal machen lassen (6er Ablegerkästen). Dort wird sie per kleinem KS aus mindestens 3 Völkern einlogiert. Das erfordert einige Planung und Vorlaufzeit.


    Bei renitenten Völkern fege ich die in einiger Entfernung ab - auch jetzt noch. Auf dem alten Platz steht eine neue Kiste mit neuer Kö' und gut 200 Begleitbienen.

  • also ich mache es so, alte Königin suchen und käfigen und im Volk lassen, wenn der Stand durch ist, weiß ich wie viele Königinnen ich gefunden habe und wie viele ich brauche, dann fahre ich zum Zuchtplatz und hole die erforderliche Anzahl, fahre zurück, nehme die alte Königin raus und gebe die neue ohne Begleitbienen zum ausfressen ins Volk, klappte dieses Jahr zu 100 Prozent. Lediglich ein Volk hatte bereits ne Umweislungszelle in Arbeit, die hab ich übersehen, da ich die alte Königin vorher gefunden habe. Diese wurde abgestochen. Natürlich könnte man den Extraweg sparen, wenn man gleich Anzahl x Königinnen mitnimmt, allerdings finde ich bei meinem Glück dann nicht alle und muss zurückweiseln und darauf hab ich keine Lust

  • Variante 2:

    Alte Königin fangen, in verschlossenen Zusetzkäfig setzen und zwischen die Wabengassen hängen.

    Hattest du es dabei auch schon mal, dass sie wegen akuter Unzufriedenheit durch das Einsperren und nicht mehr legen, Zellen gezogen haben in den 9 Tagen?

  • wenn der direkte Austausch so funktionieren würde: Neue ins WV, alte als Reserve ins Mini, dann wäre ich mit dem aktuellen Setup sehr zufrieden.

    Wenn die Minis zweiräumig wären, könnte man ja eine Zarge mit der Königin aufsetzen und die andere Zarge bekommt die Reservekönigin.

  • Hattest du es dabei auch schon mal, dass sie wegen akuter Unzufriedenheit durch das Einsperren und nicht mehr legen, Zellen gezogen haben in den 9 Tagen?

    Gute Frage! Habe ich nie kontrolliert. Bei der Nachkontrolle habe ich nur eine Wabe aus der Mitte des Brutnestes gezogen und nach Stiften geschaut. Wenn die da waren, war die Kiste wieder zu.

    Allerdings habe ich auch in der Regel nach 7 Tagen die Käfige getauscht, nicht erst nach 9. Aber der Hinweis, auf so etwas zu achten, ist sicherlich richtig!