• Ob nun 21x3 oder 7x3, warum überhaupt solche Aktionen nötig sind, erschließt sich mir nicht.

    Seit Jahren mache ich 3x7 im Sommer und 1x im Winter.

    Und reicht!

    Dem kann ich mich nur anschließen.


    Ihr müsst eines aus dem Kopf bekommen, ihr bekommt keine so große Milbenreduktion mit dem verdampfen im Sommer hin wie z.b mit Ameisensäure. Aber die Milben Population wird fast immer weit unter der Schadens Schwelle liegen. Den Rest macht ihr im Winter. Ihr könnt auch gerne 4x behandeln oder einfach einmal noch im Oktober oder November, aber das Ziel ist nicht Milbefrei im Sommer, sonder ein schonendes behandeln des Bien.


    Und auch bei dieser Behandlung zählt, erst nach 21 Tagen habt ihr einen natürlichen Milbenfall und dieser wird zum ende der 21 Tage nochmals höher sein, da geschädigte Milben, die sich noch in eine Zelle gerettet haben, dann fallen.


    Grüße

    Frank

  • Also im Juli Block (oder TBE?),

    im September Block,

    und im Dezember noch mal einfach?


    Als Standardverfahren bei allen Völkern?

    Schau dir mal auf YouTube das Bienenzentrum Wien an. Eine Behandlung dauert nichtmal 15 Sekunden, sehr geringer Aufwand und Zeitfaktor.

  • Nein, so pauschal keinesfalls - immer nach individuellem Befall differenziert.


    Als Standard mache ich im Juli TBE bei WV mit nachfolgend 2-maliger OXS. Das reicht bei den meisten Völkern bis zur Winterbehandlung. Es gibt aber immer wieder einige Kandidaten, die im Sept. einen erhöhten Milbenbefall aufweisen (> 2 %) und unzureichende/keine VSB-Genetik besitzen. Diese erhalten im Sept. einen 4 * 4 Tage Block.


    Die Winterbehandlung könnte man sich da sparen - ich mache sie aber dennoch, um sicher zu gehen.

  • Vielen Dank für die ganzen konstruktiven Beiträge. Gerade die verschiedenen Antworten können auch durchaus Denkanstöße geben. Ich hätte zB nicht gedacht, dass eine Blockbehandlung weniger wirksam als eine Ameisensäurebehandlung ist.

    Was (wenn man ein wenig Zeit hat) ja auch nicht so tragisch ist, da man die leichter verlängern/wiederholen kann.

    Welches Gerät für mich das beste wäre, bin ich mir auch nicht sicher.

    Den Eddy fand ich echt ganz gut, aber man müsste da im Sommer ja echt fast nachts verdampfen, sonst ist Stau am Flugloch. Aber Loch in die Zargen bohren sagt mir irgendwie auch nicht zu.

    Da ist das Gerät zum oben aufsetzen wieder praktischer.

    Mit der Verdampfungsdauer von 4 Min könnte ich jedoch wohl leben.

    Jetzt hab ich auch ein Winterprojekt: Nachdenken! Perfekt für Winterabende vorm Kaminfeuer!

  • mal sehen, wann die Zulassung durch ist.

    BioVet legt ja schon Werbung in die Zeitung, was der innovative Imker alles so braucht vom brandfreien Elektronik-Smoker über Varrox Edddy bis BioVet Monitor- Stockwaage.

    Wirklich?🥴

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Es gibt einen Trick, wo man einige Minuten mit dem Varrox Eddy sparen kann:


    Nach dem verdampfen , den Tiegel raus und ins Wasser, und dann auch gleich die Zunge (vorderer Teil, wo der Tiegel sitzt) auch für ein paar Sekunden ins kalte Wasser, leicht trocken gewischt und das Gerät ist nach nur wenigen Sekunden wieder auf Grün und kann losgehen.

  • mal sehen, wann die Zulassung durch ist.

    BioVet legt ja schon Werbung in die Zeitung, was der innovative Imker alles so braucht vom brandfreien Elektronik-Smoker über Varrox Edddy bis BioVet Monitor- Stockwaage.

    Ich bin auch gespannt, ob es überhaupt zu einer Zulassung kommt und falls ja, mit welchen Geräten diese dann verknüpft ist. Nur deswegen hab ich meine Eddy´s noch nicht wieder verkauft. (Kein schlechtes Gerät, aber die Behandlungsdauer im vergleich)

  • Welches Gerät für mich das beste wäre, bin ich mir auch nicht sicher.

    Den Eddy fand ich echt ganz gut, aber man müsste da im Sommer ja echt fast nachts verdampfen, sonst ist Stau am Flugloch. Aber Loch in die Zargen bohren sagt mir irgendwie auch nicht zu.

    Da ist das Gerät zum oben aufsetzen wieder praktischer.

    Mit der Verdampfungsdauer von 4 Min könnte ich jedoch wohl leben.

    Im Sommer warte ich in der Regel bis zur Dämmerung (oder noch länger), bevor ich den Varrox zum Einsatz bringe. Ich will ja auch möglichst viele Flugbienen bestäuben. ;) Trotzdem gibt es jeweils etwas Stau vor dem Flugloch, aber das ist echt kein Drama. 15 Minuten später ist die Tür ja wieder offen und alles geht gleich wieder seinen gewohnten Gang. :)


    Ein Loch in die Zarge bohren ist ja auch kein Ding. Was kostet so eine Zarge? Wie lange hält sie? Spielt da diese Beschädigung irgendeine Rolle? Und selbst wenn Du das Loch irgendwann wieder definitiv verschliessen möchtest, kannst Du ja einfach einen Dübel rein machen, schön leimen, schön schleifen, das sieht man ja kaum … ?


    Wenn man den Varrox einige Male benutzt hat und sich die Dinge geschickt bereit legt, dann braucht man pro Volk fünf Minuten (eher sportlich, finde ich) plus dann noch zehn Minuten am Schluss, bis man das letzte Flugloch wieder öffnet. Für acht Völker kommt man also mit 50 Minuten durch, mit Vorbereitung und allem drum und dran eine Stunde. Geht gut, aber wenn ich jeweils so vor den Beuten stehe, wandern die Gedanken immer wieder mal zum Sublimox. ;)

  • Zum Thema Loch in der Beute, es ist ein 8mm Loch das ich mit einem Blech (Fluglochhalter bei Bienen Ruck) verdeckt habe. Willst behandeln, drehst hinten das Blech ein wenig und Steckst dann dein Sublimox oder Provap rein, danach eifach das Blech wieder übers Loch. Die Lösung ist eher für dem Imker als für die Bienen 😉

  • Dachte ich auch mal.

    Ich hätte zB nicht gedacht, dass eine Blockbehandlung weniger wirksam als eine Ameisensäurebehandlung ist.

    Es kommt sehr auf den Varroabefall und ob ein Volk gegen hohen Befall brütet an, ob und wie wirksam eine Oxalsäure-Blockbehandlung und ihre Nachwirkung ist.
    Bei hohem Varroabefall und brütendem Volk muss die verdeckelte Brut raus.
    Eine sehr gute Erläuterung stammt von Kleingartendrohn .
    Weitere Infos gab es bei varroamilbe.ch, die Seite ist aktuell leer aber das Internet-Archiv hat die Inhalte gespeichert.


  • Ich hätte zB nicht gedacht, dass eine Blockbehandlung weniger wirksam als eine Ameisensäurebehandlung ist.

    Das bezweifle ich. AS-Behandlung ist auch nicht "eine Behandlung", sondern

    - Langzeitbehandlung mit dem üblichen Equipment

    - Kurzzeitbehandlung mit 60 %iger oder gar 80 %iger AS

    - einmalige oder mehrmalige Behandlung usw.


    Eine Blockbehandlung mit OXS ist m.E. schonender für das Volk. Man kann das beobachten, wenn man stärker befallene Völker behandelt. Da gibt es Unterschiede in der Belastung der Bienen, die man nicht unterschätzen darf. Ich würde es wie folgt einordnen (zunehmende Belastung): OXS-Staub (mehrfach) < OXS-Aerosol (sprühen) < AS 60 %ig Langzeitb. < AS60 %ig Kurzzeitb. < AS 80 %ig Kurzzeitb. Wo in dieser Reihe dann Varroamed mit beiden Säuren eingeordnet werden kann, weiß ich nicht zu sagen - mir fehlt diesbezüglich die Erfahrung.


    Solche geschwächten Völker erholen sich nach OXS-Staubbehandlung (mehrfach) wieder und gehen erstarkt in den Winter. Will heißen, die Resilienz des Volkes ist intakt. Kommt man zu spät, ist allerdings auch da keine Rettung mehr möglich. Eine Kurzzeitbehandlung mit AS, dagegen, schwächt Völker aus meiner Beobachtung sichtbar.


    Noch eine Anmerkung zur Wirkungsdauer bzw. zum längerfristigen Effekt: Befallene Völker, die eine OXS-Staubbehandlung erhielten, haben über ca. eine Woche einen vermehrten Milbenfall. Ob das aus der Dynamik im Volk resultiert (schlüpfende Milben kommen mit OXS-Partikel in Berührung), vermag ich nicht zu sagen; habe es nur beobachtet. Nach einem Behandlungsblock, z.B. 4 * alle 4 Tage, ist der Milbenfall erst nach 2 bis 3 Wochen wieder auf eine Basis zurückgekehrt.