• Sorry, aber Du verstehst offensichtlich nicht im geringstem worüber Du schreibst.

    Die Wirtschaftlichkeit einzelner Kulturen muß man immer in Relation zu Alternativen sehen.

    Auch die sind entsprechen gestiegen. Wobei aber leider auch nicht der aktuelle Preis für die Planung relevant ist, sondern der den man bekommt, bis die Ernte durch ist. Und für die aktuellen Preise bekommt man leider keine Kontrakte für die kommende Ernte.

    Insgesamt relativieren sich die aktuell guten Preise ohnehin sehr stark. Die Produktionskosten steigen aktuell auch enorm. Stickstoffdünger haben sich seit Frühjahr z.b. ca. verdreifacht. Andere Grunddünger sieht es ähnlich aus. (Was uns wohl auch einiges an Nektar kosten wird…) Und trotzdem ist sehr unsicher, ob man im Frühjahr überhaupt genug bekommt. Preislich wird sich da wohl eher nicht viel tun, bis die Düngung im Frühjahr durch ist. Wo die Getreidepreise zur Ernte liegen ist dagegen eher Glaskugel…

  • Bis 2030 möchte die neue Regierung die Fläche für Bio-Anbau von momentan rund rund 10% auf 30% erhöhen.

    Frage an die Wissenden - Raps wird hiervon sicherlich nicht profitieren? Ich kenne in meiner Umgebung lediglich konventionell bearbeitete Äcker mit Raps.

  • Sorry, aber Du verstehst offensichtlich nicht im geringstem worüber Du schreibst.

    Alle doof außer dir?


    Vielleicht beschäftigst du dich erstmal mit dem von mir Geschriebenen, bevor du ohne Bezug weitere Aussagen herunterspulst.

    Eine Antwort auf meine Frage hätte zum Beispiel zur Klärung von Sachverhalten beigetragen. Aber an einer Klärung scheint dir garnicht gelegen zu sein.


    Selbstverständlich muss man die Wirtschaftlichkeit einzelner Kulturen immer in Bezug zu Alternativen sehen. Aber genau da punktet der Raps in dieser Saison ja besonders gut. Habe ich irgend etwas anderes geschrieben?

    Und genau deshalb verstehe ich ja auch das Düngerkostenargument nicht. Die anderen Kulturen benötigen keinen Dünger?


    Preislich wird sich da wohl eher nicht viel tun, bis die Düngung im Frühjahr durch ist. Wo die Getreidepreise zur Ernte liegen ist dagegen eher Glaskugel…

    Da dürfte die Vorhersagesicherheit ziemlich ähnlich ausfallen. Vielleicht wegen des kürzeren Zeitraums beim Dünger leicht präziser. Aber der Ölpreis hat seine Höchststände auch schon hinter sich gelassen.

    Wobei aber leider auch nicht der aktuelle Preis für die Planung relevant ist, sondern der den man bekommt, bis die Ernte durch ist.

    Dass normalerweise saisonale Unterschiede vorliegen, ist klar. Meine Aussage bezog sich aber auf ein Jahr, womit ich am Anfang wie am Ende in der gleichen Jahreszeit liege.

    Außerdem ist es mir ein Rätsel, warum man bei anderen Kulturen den Preis besser vorhersagen könnte, als beim Raps; denn dass muss ich aus deinen Ausführungen schließen.


    Ich halte deine Überheblichkeit für vollkommen unangebracht.

    Dass die ganze Planung und Durchführung leicht ist, habe ich auch nirgends behauptet. Lediglich, dass die Fruchtfolge noch einiges an ungeborgenem Potenzial haben dürfte. Dieses zu bergen ist auch ganz sicher nicht allein die Aufgabe der Landwirte.

  • Bis 2030 möchte die neue Regierung die Fläche für Bio-Anbau von momentan rund rund 10% auf 30% erhöhen.

    Frage an die Wissenden - Raps wird hiervon sicherlich nicht profitieren? Ich kenne in meiner Umgebung lediglich konventionell bearbeitete Äcker mit Raps.

    Das ist zunächst einmal eine Absichtserklärung. Ich glaube nicht, dass dies eintreten wird. Da müssen nämlich auch die Verbraucher und die EU mitspielen.


    Wie die Zukunft des Raps‘ aussieht ist Kaffeesatzleserei, das weiß niemand. Einerseits wird der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln immer weiter eingeschränkt, andererseits spielt er in den meist ohnehin schon engen Fruchtfolgen der konventionellen Landschaft eine nach wie vor wichtige Rolle als überwinternde Nicht-Getreidepflanze.


    Raps wird gefühlt nach jeder PSM-Einschränkung für tot erklärt. ;)

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Wer kauft das?

    Das liegt an der Preisgestaltung.

    Die Flächenförderung hatte durchaus nachvollziehbare Gründe bei der Einführung. Dass dies unbedingt der Weisheit letzter Schluss sein muss, lasse ich mal dahingestellt. Wenn man wollte, könnte sicherlich noch das ein oder andere Rädchen in Richtung Nachhaltigkeit gedreht werden, ohne den Landwirten den Hahn abzudrehen.

  • Und dann? Wer kauft das?

    tja, Ralf, der Geist ist nun aus der Flasche.

    Die reichen Turnschuhtragenden Juppikinder aus den Speckgürteln haben und werden ab just ihren Willen bekommen.

    Irgendwann.... also irgendwann müssen dann die anderen immer Freitags auf die Strasse:

    Freitags für die Bauern

    Leute, redet unbedingt mal mit den Landwirten!!

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Richtige Auslese und exaktes Verpaaren, ist das Ruder mit dem das Schiff auf Kurs gehalten wird.

    Paul Jungels

  • Diese larmoyanten Pauschalisierungen/Unterstellungen können doch gewiss auf anderen Kanälen besprochen werden, oder? :sleeping:

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Und dann? Wer kauft das?

    Billig als einziges Kriterium kann aber auch nicht die Lösung sein.


    Aber so kann es halt nunmal nicht einfach weitergehen und irgendeiner, am besten jemand wie Deutschland, das es sich leisten kann, fängt mal an.


    Die Alternativen lauten:

    Billig gegen die Wand fahren oder zwar teuer, aber wenigstens nochmal davon kommen und dann einen intelligenteren Neustart wagen, zum Wohle aller.


    Einen Kredit zurückzahlen, Schäden wiedergutmachen und einen Entzug durchziehen ist nie billig und einfach. Wir haben mit kurzsichtigem "Hautpsache billig" bisher weit über unsere Verhältnisse gelebt. Ist doch klar, dass man dann irgendwann die Konsequenzen tragen muss. Also entweder crash oder Entzug. Für ersteres fühle ich mich noch nicht alt genug...

    An Möglichkeiten, die Lasten gerecht zu verteilen, mangelt es jedenfalls nicht.

    Das Problem wird eher sein, dass die, die vom bisherigen System am meisten profitiert haben die sind, die am wenigsten zahlen wollen, obwohl sie es könnten.