Raps 2022

  • Allein schon die Behauptung, Deine Bienen sammeln keinen Rapsnekar, ist schon weit her geholt. r2 x pi. Das willst Du mit einem langen Fernrohr alles im Blick haben. Auf 125 Quadratkilometer kein Landwirt mit Raps. Wer es glaubt.


    Analysen lässt man machen, um lächerlichen Aussagen von Leuten wie Du einer bist, den Wind aus den Segeln zu nehmen.

    Allein die Behauptung mit den Regenwürmern ist schon krotesk. 20 Hektar Raps und alle Würmer lernen schnell das Fliegen, um sich vom Acker zu machen. Oder sammeln sie sich etwa in 40 Meter Tiefe unter dem Raps und warten auf die U-Bahn?


    Gruss

    Ulrich

  • Analysen lässt man machen, um lächerlichen Aussagen von Leuten wie Du einer bist, den Wind aus den Segeln zu nehmen.

    Allein die Behauptung mit den Regenwürmern ist schon krotesk. 20 Hektar Raps und alle Würmer lernen schnell das Fliegen, um sich vom Acker zu machen. Oder sammeln sie sich etwa in 40 Meter Tiefe unter dem Raps und warten auf die U-Bahn?

    Muss das sein? Kann man auch ohne Beledigungen an den Mann bringen.


    Raps ist tatsächlich gut für Regenwürmer (Quelle, S. 16). Dennoch finde ich es durchaus legitim Raps zu meiden. Das extra eine Analyse gemacht wird, ist durchaus schon eine Aussage... Andere Honige müssen gar nicht erst auf Gifte (was Pestizide zwangsläufig sind) getestet werden. Das die bei Anwendung gemäß GAP ohne Befund bleibt, ist dabei ein anderes Thema.

  • Dennoch finde ich es durchaus legitim Raps zu meiden. Das extra eine Analyse gemacht wird, ist durchaus schon eine Aussage...

    Nö. Die Analyse mache ich eigentlich nur, um die ewige Story vom bösen Raps zu widerlegen. Sobald die auf dem Tisch liegt, ist fast immer Ruhe. Ich mag Fakten halt lieber als Behauptungen. Ich höre mir an, was die Kritiker sagen, und damit ich kein Risiko für meine Kunden eingehe, lassen wir halt analysieren. Ist doch eigentlich selbstverständlich. Leider ist es auf der anderen Seite eher nicht so. Da reichen 'das weiß man doch, wie giftig der Raps ist'^^


    Edit: wenn ich nicht analysieren lasse, bin ich naiv, weil der Raps so giftig ist, lasse ich analysieren, ist das ein Eingeständnis, das der Raps normalerweise so giftig ist? Es geht echt nix über eine stabile Meinung.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Lieber Immenlos!


    Mit Verlaub, ich frag mich schon, woher du dir diese Worte nimmst, über mich so hinweg zu entscheiden oder zu behaupten. Was hab ich dir angetan?

    Ich öffne dir aber gerne die Augen der Realität: Ja, es gibt viele Landstriche auf dieser Welt, wo man keinen! Rapsanbau oder gar Ackerbau vorfindet.


    Wenn ich mit der genannten Person wieder reden kann, frag ich sie nochmal und bekomme vlt sogar dann die Papiere zu dieser Arbeit bzgl Regenwurm, dann schicks ich dir per PN.

    Schon wild, wie du grundlos gegen die Wissenschaft wetterst.

  • Dennoch finde ich es durchaus legitim Raps zu meiden. Das extra eine Analyse gemacht wird, ist durchaus schon eine Aussage...

    ....

    Edit: wenn ich nicht analysieren lasse, bin ich naiv, weil der Raps so giftig ist, lasse ich analysieren, ist das ein Eingeständnis, das der Raps normalerweise so giftig ist? Es geht echt nix über eine stabile Meinung.

    Es geht ja nicht um die Grundhaltung, er wäre immer giftig. Sondern es geht darum, das Risiko zu vermeiden, dass Bienen aus Nektarkelche trinken, wo vorher Gift in die Blüte kam.

  • Allein schon die Behauptung, Deine Bienen sammeln keinen Rapsnekar, ist schon weit her geholt. r2 x pi. Das willst Du mit einem langen Fernrohr alles im Blick haben. Auf 125 Quadratkilometer kein Landwirt mit Raps. Wer es glaubt.

    Im Siegerland bin ich mir sehr sicher, dass wir keinen Raps haben.

  • Raps ist nicht schädlich für das BodenLeben, wesentliche entscheidender ist die Art der Bodenbearbeitung wendend mit dem Pflug oder Pfluglos. Natürlich spielt die Düngung eine Rolle, organisch ist besser als mineralisch.

    Der Raps ist eine hervorragende vor Frucht für Weizen.

    Was die Honigerträge angeht die Imker stimmen mit den Füßen ab, wenn er wirklich so schlecht ist warum wandern dann viele den Raps an. Ich habe in diesem Jahr gute Ergebnisse im Raps und werde auch im nächsten Jahr den Raps wieder anwandern.

  • Dafür haben andere mehr. 😉

    Wenn ein Betrieb mit 3500ha nur 10% der Ackerfläche mit Raps bestellen, dann sind das etwas mehr als 300ha.

    Und das oft in einer geschlossenen Fläche.

    Und kaum Imker mit ihren Bienen. Das liegt aber nicht an der Pflanzenart, wohl eher an „technologischen Besonderheiten“.

    Und diese Frucht soll den Boden kaputt machen?

    Diese Pflanzengruppe gehört zu den Hauptwurzlern. D.h. sie wurzeln recht tief. (Siehe Öltettich)

    So bereiten sie die Durchwurzlung des Bodens durch nachfolgende Kulturen vor.

    Hier folgt nach Raps in der Hauptsache Weizen. Auch folgt Weizen nach Ackergras , oder auch Mais.

    Die Probleme mit dem Boden rühren von anderen Faktoren her. Wohl aber

    kaum vom Raps.

    Harald

  • Hallo,

    ich war dieses Jahr auch im Raps - mit 3 meiner nicht besten Völkern - ich wollte eigentlich was zum selber schnell rühren um eigenen Impfhonig für die nächsten Jahre zu haben.

    Es waren drei Rapsäcker nebeneinander, und ich hab mich direkt am Rand der Rapsfelder, etwa 3m südöstlich davon in den Wald gestellt (Den Bauern von dem Wald kenne gut). Weil die Frühtracht noch lief und relativ ergiebig war, bin ich erst zu Beginn der 3. Rapswoche gekommen. Geregnet hat es gelegentlich, und zu kalt war es auch nicht (lief ja gut Löwenzahn und einiges andere vorher).


    Jedes Volk hat noch etwa eine Zarge voll gemacht, was bei mir so 15kg sind. Den Honig hab ich dann nicht gerührt, sondern gleich flüssig abgefüllt. Weil so sieht er aus (Für Freunde des Weißabgleichs, der Hintergrund ist weißes Druckerpapier):

    Rapshonig2022.jpg

    Der Fainess halber sollte ich erwähnen, dass es da neben Kiefern auch Fichten und eine Schonung mit jüngeren Bäumen - auch Tannen - in der Nähe war.


    Was soll ich nächstes Jahr machen? Die Bienen einzeln an die Rapsblüten tragen? So werd ich immer Anfänger bleiben. Langsam glaub ich Luffi, Raps und Franken - das is einfach nix!

    Schlossimker - ein Kaiserfranke.

    Anfänger 2019 - 2022, einstellige Völkerzahl. Wabenhonig während der Saison im runden oder sechseckigen Furnierstreifenrahmen, und ausdrücklich ohne Patent- und Markenschutz.

  • Raps honigt in Franken schlecht? :/

    Würd ich definitiv nicht sagen. Ich hab die zuerst eingetragenen Zargen auch zuerst geschleudert. DER Honig hatte noch ne 'Farbe'. War aber auch typisch schnell kristallisierender Frühjahrsblütenhonig.

    Der ganze restliche Honig war nach dem Rühren weiß.

    O. K., ich habe keine Analyse machen lassen... Aber ich stand 30 Meter vor nem Rapsfeld.

  • Jedes Volk hat noch etwa eine Zarge voll gemacht, was bei mir so 15kg sind.


    Wo steht das denn, dass er so schlecht honigt?

    Vielleicht in Franken... aber sonst?

    Ihr vergleicht Äpfel mit Birnen. Der Schlossimker arbeitet mit selbst entworfenen modifizierten 9 wabigen Warré-Beuten (s. Immenfreunde Forum „Zarre so wie ich sie gebaut habe“, leider sind die Bilder der handwerklich wirklich wunderschön ausgeführten Beuten nicht mehr online). In dem Fall sind 15kg Frühtracht-Ernte pro Volk ein sehr gutes Ergebnis. Das entspricht dem was Bernhard Heuvel für die Betriebsweise als maximale Jahresernte/Volk ohne Wanderung angegeben hat. Mit Wanderung hat Bernhard 30kg/Volk als oberes Ende beziffert. Und er ist ja nun niemand der die Ernteaussichten eher niedrig ansetzt.

    Anfängerin 2019, Warré-Beuten, „klassische Magazinbetriebsweise“ mit Absperrgitter im Naturbau, aktuell 12 Völker