Wer hat Erfahrungen mit Mini Plus beim Überwintern von ...

  • Reserveköniginnen.
    Bei 6 Waben 1/4 Dadant gelingt da die Überwinterung bei 2 Zargen ohne im Frühjahr nachzufüttern .Wie gut kommen sie aus dem Winter ?


    Gruß Rainer

  • Hallo Namensvetter,


    zum sicheren Überwintern brauchst du min. drei, besser vier Magazinchen. Zwei ist schon sehr kritisch.


    So am Rande, könntest du nicht ein bißchen mehr Infos über dich ins Profil schreiben?! Bist ja recht aktiv in lezter Zeit da wärs doch für alle schön etwas mehr über dich zu wissen. Ist doch auch am Stammtisch so üblich, oder?

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    ganz sicher

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  • Hallo,


    ich Überwintere problemlos Mini-Plus mit 3 und auch mit 2 Zargen.
    Mir ist bis heute ist noch keins eingegangen.
    Die Völkchen sollten schon gut besetzt sein und genug Futter hab dann Überwintern die auch problemlos.
    Im Frühjahr ca. ende Februar nehme ich den 3 Zargen Völkchen die untere Zargen weg, meist ist die Zarge leer und enthält dunkel Waben, bei 2 Zargen Völkchen muss drauf achten das die obere Zarge im Herbst gut gefüllt ist mit Futter.
    Im Winter sollte man drauf achten sich kein Kondenswasser in dem Futtertrog bei den alten Böden bildet, am besten man benutzt im Winter den neuen Boden oder man verschließt den Futtertrog mit einen Holzkeil, sonst sitzen die Bienen wie auf einen Kälteloch und Schimmel kann sich in den Trog bilden.


    Gruß Michael

  • Hallo Reiner, Michael & alle Mitleser!
    Interessant wäre von euch zu erfahren in welchem Klima ihr eure unterschiedlichen Erfahrungen mit der Überwinterung in den Mini-Plus gemacht habt.
    Eine weitere Frage, die ich in diesem Zusammenhang stellen möchte, ist die nach der Funktion der Dämmplatte bei der Mini-Beute. Meine Beuten sind nicht mit einer solchen ausgerüstet. Und sind die Dämmplatten denn unbedingt erforderlich?


    Viele Grüße
    Stefan

  • Hallo Stefan,


    meine Mini-Plus stehen auf ca. 230m über N N bei Weinbauklima und Überwintern ganz gut und kommen stark aus dem Winter immer.
    Zum Thema Dammplatte, diese Platte finde ich als nutzlos, im eigentlichen Sinne soll die Platte die Beute entlüften und Schimmelbildung auf den Rähmchen und bei den alten Böden ,wo der Futtertrog vorhanden ist , die Schimmelbildung verhindern.
    Habe die Lüftungsplatte zwei Jahre lang getestet, konnte keinen unterschied feststellen, ob Völkchen mit Platte oder ohne in beiden war Schimmel auf den Rähmchen und die Feuchtigkeit ist nicht abgezogen.
    Seit ca. Anfang diesem Jahr hat die Firma Stehr einen neuen Boden für die Mini-Plus raus gebracht, dieser Boden hat keinen Futtertrog mehr und das Lüftungsgitter ist größer , dadurch ist einen bessere Lüftung gewährleistet und die Völkchen sitzen kühl und trocken was für einen gute Überwinterung von Vorteil ist.
    Ich werden so ende Oktober für meinen Mini-Plus die neuen Böden bestellen und teste mit Lüftungsplatte und ohne, sonst hatte ich immer das Problem das sich im Winter Feuchtigkeit und Kondenswasser in dem Futtertrog gebildet hat und Bienen ertrunken sind .Mit der Zeit bildet sich dann ein übel riechendes Gemisch und kann das Völkchen im Winter schwächen und im Frühjahr die Entwicklung hemmen wenn man den Boden nicht austauscht oder reinigt.
    Wenn man über Winter schwache Völkchen hat kann man das schwache Völkchen über Folie einen stärkeren aufsetzten.
    Für so was habe ich extra Zargen umgebaut mit Flugloch und Flugbrett, habe mit diesem Verfahren sogar Völkchen die nur noch 3 Waben besetzt haben seht gut über den Winter gebracht. :D 
    Wenn man einen warmen Standort hat wie ich kann man schon ca. Mitte ende Februar schon an die Völkchen arbeiten ,dabei überprüfe ich ob genug Futter vorhanden ist und entferne bei den 3 Zargen Völkchen die untere Zargen und lege die Bodenplatte ein ,ca. 2-3 Wochen später bei guten Polleneintrag kann man schon wieder eine Zarge aufsetzten. :D



    Gruß Michael

  • Hallo Stefan,


    wohne im Alpenvorland, Bienen stehen auch in den Tälern, meist um die 600m über NN. Heisse Sommer, kalte Winter, Brutpause Oktober bis März, Föhneinbrüche im Winter mal mit bis zu 20 Grad für eine Woche, dann wieder klirrend kalt. Schwarmtrieb bei uns allgemein erst im Mai. Im letzten Jahr hatte ich am 20. April noch knöcheltief Schnee auf der Belegstelle (820m).


    Der original Futtertrog ist Schrott. Ich baue mit jetzt im Winter MPs aus Holz, auch wegen meiner Bio-Zertifizierung und weil ich pers. was gegen Styropor bei den Bienen habe.

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    ganz sicher

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  • Hallo Rainer, hallo Michael!
    Habe gestern die zweite Milchsäurebahandlung durchgeführt (hier am Niederrhein war'ns ca. 7C,trocken und freundlich). Sehr erfreud bin ich über den Zustand der Mini-Völker. Die machen einen sehr vitalen Eindruck. Hier und da gibt es, trotz dem neuen Gitterboden, feuchte Stellen in den Randbereichen der Kästchen. Die Bienentrauben sitzen aber sehr kompakt auf den Waben. Futter ist noch ausreichend vorhanden. Erste Brut ist schon in Pflege.
    Werde im Laufe des Frühjahrs weiter berichten.


    Viele Grüße
    Stefan

  • Hallo zusammen!
    Habe ja im Januar angekündigt weiterhin über die Völkchen im Mini zu berichten. Also, wen es interessiert:
    Leider ist eine Königin Drohnenbrütig geworden. Das einzig erfreuliche daran sind lediglich die Bonsai-Drohnen. Die sehen schon recht niedlich aus.


    Dafür strotzt das zweite Völkchen vor Lebenskraft. Habe zu den 3 Überwinterungszargen jeweils eine weitere am 29.03. und am 10.03. aufgesetzt. Am 1. Termin war noch eine komplette Zarge Futter vorhanden. Verbrauch ca 1 Zarge.


    Bin absolut positiv überrascht, welch wunderschönes Brutnest dieses kleine Volk zustande bringt. Frage mich aber schon bis zu welcher Höhe man die Mini-Zargen stapeln kann ohne Gefahr gehen zu müssen, dass der Turm umkippt. Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Möchte das Völkchen bis ca. Mitte Mai zusammen lassen, um es dann wieder in einzelne Ableger aufzuteilen.
    Würde auch gerne wissen, wie es bei euren Minis aussieht.


    Desweiteren denke ich darüber nach, in welchem Maß man in diesen kleinen Einheiten Königinnen züchten kann. Habt ihr schon Erfahrungen gesammelt wieviele hochwertige Königinnen ein Mini-Pflegevolk auf 5-6 Zargen pflegen kann, ohne Abstriche bei der Königinnenqualität machen zu müssen?


    Über eure Antworten und Anregungen würde ich mich freuen.


    Viele Grüße
    Stefan Kahlert

  • Hallo zusammen!
    Habe ja im Januar angekündigt weiterhin über die Völkchen im Mini zu berichten. Also, wen es interessiert:
    Leider ist eine Königin Drohnenbrütig geworden. Das einzig erfreuliche daran sind lediglich die Bonsai-Drohnen. Die sehen schon recht niedlich aus.


    Dafür strotzt das zweite Völkchen vor Lebenskraft. Habe zu den 3 Überwinterungszargen jeweils eine weitere am 29.03. und am 10.03. aufgesetzt. Am 1. Termin war noch eine komplette Zarge Futter vorhanden. Verbrauch ca 1 Zarge.


    Bin absolut positiv überrascht, welch wunderschönes Brutnest dieses kleine Volk zustande bringt. Frage mich aber schon bis zu welcher Höhe man die Mini-Zargen stapeln kann ohne Gefahr gehen zu müssen, dass der Turm umkippt. Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Möchte das Völkchen bis ca. Mitte Mai zusammen lassen, um es dann wieder in einzelne Ableger aufzuteilen.
    Würde auch gerne wissen, wie es bei euren Minis aussieht.


    Desweiteren denke ich darüber nach, in welchem Maß man in diesen kleinen Einheiten Königinnen züchten kann. Habt ihr schon Erfahrungen gesammelt wieviele hochwertige Königinnen ein Mini-Pflegevolk auf 5-6 Zargen pflegen kann, ohne Abstriche bei der Königinnenqualität machen zu müssen?


    Über eure Antworten und Anregungen würde ich mich freuen.


    Viele Grüße
    Stefan Kahlert

  • Hallo Stefan,


    ein Mini-Plus-Volk kann locker bis zu 6 Zargen haben, ab 6 Zargen muss man aufpassen das die Kisten nicht umfallen, mit ist das bis jetzt nur einmal passiert, die Kisten ist in eine Himbeerhecke gefallen, aber sonst ist kein schaden entstanden.
    Die Kisten sollen wagerecht stehen und möglichst im Windschatten dann gibt es keine Probleme.
    Zur Königinzucht, ein starkes Volk kann ca. 4-5 Zellen gut pflegen.
    Normal teilt man große Völkchen zur Königinzucht in kleine Einheiten mit einer Zarge auf, kommen die Völkchen auf eine Belegstelle dürfen keine Drohnen und keine Zellen vorhanden sein, und ganz wichtig ein Drohnengitter muss an den Käschen angebracht werden.
    Bevor die Kästchen zu Belegstelle gebracht werden.

  • Besten Dank für Deine Ausführungen.
    Das Mini Plus als Pflegevolk halte ich allerdings für etwas gewagt.
    Bei der Bildung des Starters(mit ca 40-50 Zellen) gebe ich die angepflegten Zellen nach 1-2 Tagen sofort in starke,3-räumige Plegevölker um eine möglichst hohe Weiterpflegerate zu erhalten.



    Gruß
    Rainer

  • Hallo zusammen,
    ich wollte die Minivölkchen diesen Jahr während brutfreien der Phasen mit Milchsäure behandeln, habe dieses aber aus Zeitgründen nicht gemacht. Würde die Behandlung nun gerne mit Apilife-VAR nachholen. Habt ihr Erfahrungen mit dieser Methode gemacht? Wie dosiert man die Streifen in solch kleinen Völkern (Kann man die Streifen teilen)? Oder, welche alternative Methoden der Varroabehandlung setzt ihr ein?
    Für eure Antworten im Vorraus vielen Dank


    Stefan Kahlert