Preis je Honigglas an Wiederverkäufer

  • Bei uns wird der Honig für 7 Euro/Glas verkauft. Im Preis sind 50 Cent als Pfand beinhaltet.


    Meine Frau hat zunächst gemeckert wegen dem Preis. Aber wir haben dieses Jahr schon so viel verkauft, dass der Preis scheinbar passt!


    Ein Kollege hat mir 10 Euro in die hand gedrückt und meinte nur: "So viel müsste er eigentlich kosten...!"

  • Wie aber schon geschrieben, ich will keine Preisdiskussion, ich will eine Preis Kalkulation.

    Nee, willst Du nicht! Du willst eine Preisempfehlungen für einen fairen Wiederverkäuferpreis. der den üblichen Marktpreis nicht kaputt macht und Dir und dem Wiederverkäufer Spaß macht. Also macht es doch nicht so kompliziert^^

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Eine Preiskalkulation setzt doch voraus, dass du dich mit den Marktpreisen und der die Entstehung bzw. Berechnung des Preises kennst. Erfahrungswerte zu den Margen wurden hier bereits mehrfach genannt. Genauso wurden dir die Nutzungsmöglichkeiten der Durchschnittssatzbesteuerung bzgl. Preisentstehung mehrfach dargelegt. Ich empfehle nochmals das Video von WFLP (wodurch ich das Thema erst verstanden habe) auf dem YouTube-Kanal Imkerei Sester. Deine Beiträge zeigen, dass du das Thema noch nicht durchdrungen hast und hier bares Geld für dich verschenkst, denn ein Wiederverkäufer kalkuliert immer netto-Preise, da die USt ein rein durchlaufender Posten ist.


    Zum Thema Regionalität: Glaube mir, wenn ich dir sage, dass ich die Preise im Münsterland kenne und täglich durch dieses nach Münster pendele (auch wenn ich kurz hinter der Grenze Münsterland/Tecklenburger Land wohne) und nein, meine Preise enthalten keinen einzigen Preis aus Münster, denn die sind nochmals höher. Es sei dir nochmals gesagt, dass der Endverkaufspreis des Wiederverkäufers auch mit 6 € zu niedrig angesetzt ist.


    In der Nähe gibt es hier einen größeren Hofladen, welcher bereits von 2 Imkern beliefert wird. Preis dort für das DIB-Glas 7,90 €. Was war das Feedback des Betreibers:

    1. die Kunden wollen eher kleinere Gläser als 500g

    2. er kann gar nicht so viel Ware von den beiden Imkern bekommen, wie er verkaufen könnte, trotz des ordentlichen Verkaufspreises!


    Die alten Imker verkloppen den Honig hier auch an der Haustür für 5 € und trotzdem kannst du ohne Probleme höhere Preise als Imker durchsetzen. Tue dir, deinen Bienen und dem Wiederverkäufer einen Gefallen und setze auf höhere Preise.

  • Eine Preiskalkulation setzt doch voraus, dass du dich mit den Marktpreisen und der die Entstehung bzw. Berechnung des Preises kennst. Erfahrungswerte zu den Margen wurden hier bereits mehrfach genannt. Genauso wurden dir die Nutzungsmöglichkeiten der Durchschnittssatzbesteuerung bzgl. Preisentstehung mehrfach dargelegt. Ich empfehle nochmals das Video von WFLP (wodurch ich das Thema erst verstanden habe) auf dem YouTube-Kanal Imkerei Sester. Deine Beiträge zeigen, dass du das Thema noch nicht durchdrungen hast und hier bares Geld für dich verschenkst, denn ein Wiederverkäufer kalkuliert immer netto-Preise, da die USt ein rein durchlaufender Posten ist.

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    Die alten Imker verkloppen den Honig hier auch an der Haustür für 5 € und trotzdem kannst du ohne Probleme höhere Preise als Imker durchsetzen. Tue dir, deinen Bienen und dem Wiederverkäufer einen Gefallen und setze auf höhere Preise.

    Die Margen habe ich zur Kenntnis genommen, dafür habe ich mich bedankt. Ich war irgendwo auf Seite 2 fertig mit meinen Infos.


    Zu der USt: Ich hab mir das angeguckt, und werde das für mich bedenken. Für mich ist der Brutto-Preis relevant. Selbst mit der 10,7% Besteuerung kommt es für mich drauf an, ob ich bei meinem Wiederverkäufer einen um diese 10,7% höheren Preis durchsetzen kann. Wenn ja, dann kann ich tatsächlich mehr Geld einnehmen, wenn nein, dann hat das für mich keinen Mehrwert. Dann ist es zwar nett, dass der Widerverkäufer Vorsteuer ziehen kann, ändert aber ändert an meinem Umsatz nichts.

    Das Gleiche beim Endkundenpreis, egal ob mit oder ohne USt, es gilt der Brutto-Preis, und egal ob es 5,6 oder 10€ je Glas sind, es macht für mich keinen Unterschied, ob ich dies inkl. 10,7% USt ausweise, oder nicht, ich nehme in beiden Fällen das gleiche ein.


    Zu welchem Preis die Wiederverkäuferin den Honig verkauft ist am Ende ihre Sache, ich habe ihr einen Preis empfohlen, der oberhalb dessen ist, was andere Hofläden dafür nehmen. Wenn Sie dafür 10€ nimmt, ändert das an dem Preis, den ich mit ihr abspreche auch nichts.


    Und welchen Gefallen ich meinen Bienen abhängig vom VK-Preis tue, musst Du mir noch erklären.

  • Zu der USt: Ich hab mir das angeguckt, und werde das für mich bedenken. Für mich ist der Brutto-Preis relevant. Selbst mit der 10,7% Besteuerung kommt es für mich drauf an, ob ich bei meinem Wiederverkäufer einen um diese 10,7% höheren Preis durchsetzen kann. Wenn ja, dann kann ich tatsächlich mehr Geld einnehmen, wenn nein, dann hat das für mich keinen Mehrwert. Dann ist es zwar nett, dass der Widerverkäufer Vorsteuer ziehen kann, ändert aber ändert an meinem Umsatz nichts.

    Das Gleiche beim Endkundenpreis, egal ob mit oder ohne USt, es gilt der Brutto-Preis, und egal ob es 5,6 oder 10€ je Glas sind, es macht für mich keinen Unterschied, ob ich dies inkl. 10,7% USt ausweise, oder nicht, ich nehme in beiden Fällen das gleiche ein.

    Du hast es immer noch nicht verstanden...


    Sagen wir der Verkäufer möchte 2 € Marge netto haben pro Honigglas.


    Du verkaufst an den Wiederverkäufer ohne ausgewiesen Durchschnittssatzbesteuerung (10,7%) für 5 € je Glas. Der Wiederverkäufer schlägt 2 € auf als Marge und dann nochmal 7% USt. Macht als Verkaufspreis dann 7,49 €.


    Du verkaufst an den Wiederverkäufer mit ausgewiesener Durchschnittssatzbesteuerung 10,7% USt. für 5 €. Der Wiederverkäufer zahlt 4,51 € netto zzgl. 0,49 € USt. (10,7%) = 5 € brutto. Seine Marge von 2 € ergibt dann 6,51 € netto mit einem Verkaufspreis von 6,97 € (inkl. 7% MwSt.


    Dem Wiederverkäufer ist die USt. völlig egal (durchlaufender Posten). Du als Verkäufer des Honigs musst die ausgewiesene USt. jedoch nicht abführen und streichst diese selber ein.

    Deine Einnahme sowie die des Wiederverkäufers ist unverändert, aber das Produkt steht für mehr als 0,50 € weniger im Laden zum Verkauf für den Endkunden.


    Ergebnis: Das Produkt ist a) entweder beim Wiederverkäufer günstiger (tendenziell mehr verkaufte Ware über den Vertriebsweg oder b) du rufst einen höheren Verkaufspreis bei der Abgabe an den Wiederverkäufer auf


    Warum sollte man das in aller Welt nicht nutzen wollen?


    Bzgl. der Bienen: Ein höherer Verkaufspreis für Honig würdigt die Lebensleistung der Bienen und gibt dir die Möglichkeit vielleicht die ein oder andere Anschaffung mehr zu tätigen, die den Bienen zu Gute kommt und schonendere Behandlungen ermöglicht.

  • Du hast es immer noch nicht verstanden...

    Doch doch, nur Du liest nur nicht aufmerksam.

    Ich habe folgendes geschrieben:

    Selbst mit der 10,7% Besteuerung kommt es für mich drauf an, ob ich bei meinem Wiederverkäufer einen um diese 10,7% höheren Preis durchsetzen kann. Wenn ja, dann kann ich tatsächlich mehr Geld einnehmen, wenn nein, dann hat das für mich keinen Mehrwert. Dann ist es zwar nett, dass der Widerverkäufer Vorsteuer ziehen kann, ändert aber ändert an meinem Umsatz nichts.

    Wenn es dem Wiederverkäufer klar ist, dass er die Vorsteuer ziehen kann, und sagen wir 6€ EK ohne USt für ihn das gleiche sind, wie 6,64€ mit USt, dann ist es ja auch sinnvoll.

    Wenn der Wiederverkäufer ob des Alters oder aus andern das nicht versteht und Betrag x zahlen will, egal ob mit oder ohne ausgewiesene USt, dann kann ich auf seinen Steuerberater verweisen, oder es lassen.

  • mein Anliegen

    aber vielleicht wollen noch andere was sagen ? Finde ich auch bei FB der Hammer, wenn dein ein Beitrag einfach zu gemacht wird......

    Bis bald

    Marcus

    Dann mach doch ein Thema auf. Es ging um Margen, dazu haben wir bereits gesprochen 25% 30% oder man bleibt bei seinem eigenen Preis egal an wen man verkauft und der Wiederverkäufer macht was er will.


    Der Hinweis auf das VOD bezüglich der Steuer war nett und hilfreich, hat aber einen faden.

    Und über Preise brauchen wir ja auch nicht diskutieren, weil eine Diskussion mit Imkern aus anderen Gegenden und anderen Bedingungen nichts bringt. Wenn der Durchschnitt bei mit 5,40€ sind, und ich 6 nehme, dann ändert das zunächst nichts an meinem Preis, wenn mir andere wiederholt sagen, dass es auch Hofläden gibt, denen man den Honig auch zu 8,50 aus den Händen reißt.

  • Wenn der Wiederverkäufer ob des Alters oder aus andern das nicht versteht und Betrag x zahlen will, egal ob mit oder ohne ausgewiesene USt, dann kann ich auf seinen Steuerberater verweisen, oder es lassen.

    Ein Wiederverkäufer, der die Grundlagen des Prinzips von Vor- und Umsatzsteuer nicht verstanden hat?

    Der hätte dann aber wirklich ein Problem.

    Steuern sind wirklich woanders schon reichlich diskutiert worden...

  • PaBa: jetzt eskalier Dich doch nicht in die Ecke, aus der Du nicht mehr raus kommst. Der Tip mit dem Steuer ausweisen und damit mehr Marge generieren (bei wem liegt ja ganz bei Dir) war doch gut. Sag halt einfach "ja, das bespreche ich mal mit dem Wiederverkäufer, danke für die Aufklärung." und alles ist gut. Vielleicht ist der ja sogar noch begeistert?


    Grüße

    Roland

  • Nein, der bringt den Wäschekorb mit Quittungen zum Steuerberater, das geht auch.

    Wenn der davon lebt, wird der das alles verstanden und durchdrungen haben, sonst gehts schief. Die Wäschekörbe kann er ja hinterher abgeben, die Kalkulation und Preisfestlegung erfolgt aber üblicherweise nicht rückwirkend ;)

  • Um das zu bezahlen sollte die Marge nun wirklich größer sein. Es wird wirklich langsam lustig, der Eine liest nicht richtig, der Andere versteht es nicht und noch Einer muß das letzte Wort haben und kann einfach nicht aufhören, wobei wir wohl bei mir wären, 🤣🤣🤣.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.