Preis je Honigglas an Wiederverkäufer

  • Servus,

    Mein Name ist Frank und bin neu hier :) und vielleicht kann ich ja ein wenig helfen zur Steuerlichen Aufklärung.


    Für die meisten zählt ja Völker bis 30 Stück: Da könnt ihr 10,7% Urproduktion ausweisen und auch separat auf der Rechnung angeben. Auf euere Rechnung über 250€ gebt einfach eure Private Steuernummer an. Bitte meldet kein Kleingewerbe deswegen an! Das müsst ihr nicht und bringt nur Nachteile.

    Es gibt keinen Umsatzwert, ab den man Umsatzsteuer abgeben muss! (außer ihr meldet ein Kleingewerbe an)


    Von 30-70 Völker (Pauschalisiert): Müsst ihr 10,7% Urproduktion ausweisen und auf der Rechnung ersichtlich machen. Auch hier muss nichts dem Finanzamt abgegeben werden, egal welchen Umsatz ihr erzielt! Eure Steuernummer sollte auch auf der Rechnung stehen, was ich aber generell empfehle (Einfachheit halber)

    Wenn ihr dann im nächsten Jahr eure Lohnsteuer macht, gebt einfach bei zusätzliche Einnahmen die 13a an, ausfüllen, fertig. Da wird dann pauschal auf 1000€ Steuern erhoben. Sind dann Effektiv nicht mehr als 400€ was ihr zahlt. Deswegen schaut, dass ihr nicht gerade 31 Völker habt, da dies kein unterschied macht bei der Besteuerung (31-70 Völker)




    So nun zu den ob es besser ist oder nicht unter 30 Völkern die Steuer auszuweisen. Ich selbst kenne keinen Wiederverkäufer, der nicht Umsatzsteuerpflichtig ist. Heißt, verkauft ihr ohne Steuer auszuweisen euren Honig z.b für 6 €, ist dies Brutto und der Wiederverkäufer zieht dennoch 6€ : 100 x 7% = 0,42 € ab und verlangt es beim Finanzamt. Heißt im Klartext ihr verkauft den Honig für 5,58€.

    Nur wir (Landwirte) dürfen 10,7% auf unseren Honig rechnen der Wiederverkäufer nicht (nur das es keine Missverständnisse gibt.


    Die meisten werden das hier schon wissen, wollte es nur mal ausführlicher machen, da ich vor Jahren auch erst einen Steuerberater zu rate gezogen hab um ganz sicher zu gehen. 😉


    Übrigens verkaufe ich meinen Honig für 5€ Netto (5,54€ Brutto) im Edeka. Es ist jetzt nicht gerade ein sehr hoher Preis, aber die Mengen und Einfachheit ist für mich in Ordnung. Dieser wird im Edeka übrigens für 7,99€ verkauft und sehr gut angenommen. Privatverkauf nehm ich 6€

  • Für die meisten zählt ja Völker bis 30 Stück: Da könnt ihr 10,7% Urproduktion ausweisen und auch separat auf der Rechnung angeben.

    Nein, die 30-Völker-Grenze bezieht sich auf die Einkommensteuer, nicht auf die Umsatzsteuer.


    Auf euere Rechnung über 250€ gebt einfach eure Private Steuernummer an.

    Das ist aber nicht die steuerliche Identifikationsnummer. Die erforderliche Steuernummer muss beim Finanzamt beantragt werden, man bekommt sie nicht automatisch.


    Das hatten wir aber an anderer Stelle schon ausführlich diskutiert.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ja stimmt mit der 30 Völker Grenze und der Einkommensteuer, ist aber eh egal bei 30 Völkern.


    Aber man braucht nicht! und das hab ich schriftlich vom Finanzamt, extra eine Umsatzsteuernummer bei 31-70 Völker, da geht deine Private, da du ja sowieso von dieser Pauschalisierst.

    Ich mach das nun schon mehrere Jahre so, glaub mir.

  • Puh.

    Umsatzsteuer und Einkommensteuer sind wirklich zwei verschiedene Baustellen.

    Eine private Umsatzsteuernummer haben wohl die wenigsten.


    Zur Ausgangsfrage (und weil sich hier im Forum ja alles wiederholt): Als Imker habe ich den Wert meines Honigs zu kalkulieren, je nach Abgabeart und Gebindegröße. Der Kilopreis im 300kg-Fass bei zack-und -weg ist anders als im 50g-Glas an den Endkunden, der dafür noch eine halbe Stunde Beratung braucht.

    Aber danach bin ich raus.

    Welche Marge der Wiederverkäufer braucht, das hat er zu kalkulieren und nicht ich.

    Die Läden, die ich belieferte, schlagen da ganz unterschiedlich auf. Und haben auch ihre Gründe dafür.

    Zwischen 20% und 50% so ungefähr.

  • Für die meisten zählt ja Völker bis 30 Stück: Da könnt ihr 10,7% Urproduktion ausweisen und auch separat auf der Rechnung angeben.

    Nein, die 30-Völker-Grenze bezieht sich auf die Einkommensteuer, nicht auf die Umsatzsteuer.

    Das hatten wir aber an anderer Stelle schon ausführlich diskutiert.

    Mir fällt gerade auf, wo habe ich etwas über Einkommenssteuer geschrieben?

    Ich sagte man kann unter 30 Völkern Umsatzsteuer (Urproduktion 10,7%) ausweisen. Ich habe nichts von Einkommensteuer geschrieben!

    Und das hab ich nur geschrieben, weil laut meinen Landwirtschaftlichen Steuerberater ich über 30 Völker diese angeben muss und nicht mehr kann.


    Da hast du was missverstanden oder überlesen.

  • Du redest z.B. von der Lohnsteuererklärung, die mit der Umsatzsteuer gar nichts zu tun hat.

    Mit Völkerzahlen hat die Umsatzsteuer auch nichts zu tun. Mit (Klein-)Gewerbe hat Landwirtschaft auch nichts zu tun.

  • Bitte lest meine Beiträge richtig und nicht nur halb😅

    Ich habe geschrieben kein! Klein Gewerbe anzumelden, diese Möglichkeit gibt es nämlich.


    Und zweitens hab ich erklärt wie es mit der Pauschalisierung in der Imkerei über 30 Völker geht. Und da ist alles richtig.

    Du machst bei deiner Imkerei 31-70 Völker meistens Pauschale Versteuerung, die über deine Jährliche Lohnsteuer gemacht wird (13a). Bei mir seit 7 Jahren!


    Auch hab ich erklärt wie es sich mit Umsatzsteuer verhält unter 30 Völker, kann auf der Rechnung stehen, über 30 Völker muss auf der Rechnung stehen.


    Wo ist da was durcheinander oder falsch?


    Aber lassen wir das jetzt, das ist ja nicht das Thema hier und jeder macht sich ja selbst nochmal schlau, bevor er im Nebenerwerb geht.

    Einmal editiert, zuletzt von 14112021 ()

  • mehr oder weniger als 30 Völker ist für die Umsatzsteuer völlig irrelevant. Entweder du pauschalierst (möglich bis 600.000 Umsatz), dann darfst du Umsatzsteuer ausweisen, oder du optierst, dann musst du sie ausweisen (und abführen). Unabhängig davon ob du 1 Volk oder 300 hast. Und wenn eine Steuernummer auf die Rechnung muss, muss das eine USt-Nr sein, nicht Deine Lohnsteuernummer.


    Landwirtschaft ist kein Gewerbe.


    Die Pauschalierung bei der Einkommenssteuer stimmt, allerdings ging es hier eigentlich um Umsatzsteuer, und die hat gar nichts mit der Einkommenssteuer zu tun. Egal ob Du die USt pauschalierst oder optierst, oder ob/wie viel USt Du auf Rechnungen ausweist.


    Ich verweise nochmal auf den Vortrag von WFLP (

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    )

  • Vorschlag zur Güte, alle denen es wichtig ist über 10,7% zu diskutieren schauen sich nochmal das Video an und diskutieren das in einem anderen Faden.

    Hier soll es um Preise und Marge gegenüber Wiederverkäufern gehen (auch wenn da die 10,7% ein wichtiger Teil sind)

  • Ich will mich hier nicht Streiten, aber im Endeffekt erzählst du das selbe wie ich geschrieben, bis auf deiner USt., dies hab ich sogar schriftlich von Finanzamt das ich meine Private nehmen darf/muss.


    Egal nicht das Thema. Ich mach dies nun schon länger ohne irgendwelche Probleme😉

  • Hat wenig mit Wiederverkäufern zu tun, aber wenn jemand wegen dem Preis von 7,50 pro 500 g Glas meckert verweise ich immer darauf, dass ich den Honigpreis an der kleinsten Schachtel Zigaretten festmachen, da dieses Glas Honig ja wohl mehr wert ist.

    Die meisten lachen drücken mir 8 Euro in die Hand und sagen "So ist es".

  • Wir verkaufen überall gleich, 500g für 6,50€. Der Handel schlägt dann beim Weiterverkauf drauf, ein Bauernhofladen nimmt 8,50€, ein anderer 8,49€. Verkauf läuft gut. Es kommen dadurch aber nicht mehr Direktkunden zur Imkerei (also für 6,50€ an die Haustür), der meiste Honig geht über die Läden.

  • @Honigtopf. Frank… du bringst immer noch Einkommenssteuer und Umsatzsteuer durcheinander. Beides kann man pauschalisieren aber nur eines hat mit Völkergrenzen zu tun…


    …aber nun:

    Könnt ihr die Steuersache an anderer Stelle weiter diskutieren?

    Da gibt’s ein paar gute Fäden zu…


    "Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel."