Preis je Honigglas an Wiederverkäufer

  • Hallo zusammen!


    Ich habe die Gelegenheit Honig bei einem Bauern in einer Verkaufshütte zu platzieren. Die Hütte ist relativ neu, es werden dort Eier und saisonales Gemüse aus eigener Haltung / Anbau angeboten, Kartoffel (die zugekauft werden, weil die eigenen schon alle sind) und weitere zugekaufte Produkte.


    Nun wurde ich über einen Bekannten angesprochen und die Bäuerin möchte auch gerne Honig anbieten. Wir haben beide noch keine Erfahrung, wie die Nachfrage sein wird, aber genau das wollen wir testen.


    Nun stellt sich die Frage des Preises. Wir wollten mal mit 6€ Endkundenpreis an den Start gehen. Bei uns bekommt man Honig von Vereinsmitgliedern im DIB Glas für 5,60€. Ich muss davon ja nicht leben, aber bin auf der Suche nach einem fairen Preis. Momentan verkaufe ich an Freunde und Verwandte für 5€ das Glas. Welchen EK Preis für die Bäuerin würdet ihr als fair empfinden? Bei 6€ VK was wäre dann der EK der Bäuerin? Sind da 5€ machbar, oder eher 4,50€?


    Ich habe auf dem Etikett auch meine E-Mail angegeben. Wenn den Leuten der Honig schmeckt, erhoffe ich mir daraus auch einen direkten Kontakt der Kunden.

  • Du weisst schon, dass du hier eine Diskussion über den Honigpreis lostrittst? :D


    Ich finde 5 Euro für das Glas schon recht wenig! Aber wenn der VK der Bäuerin 6 Euro sind, dann wären 5 für dich aus meiner Sicht ok...

  • Ich kalkulierte ungefähr 25% Marge für den Wiederverkäufer. Wenn der Wiederverkäufer umsatzsteuerpflichtig ist, entsteht eine zusätzliche Spanne, die man einrechnen darf.

    Beispiel:

    Bruttoverkaufspreis des Wiederverkäufers: 6,00 €

    Nettoverkaufspreis des Wiederverkäufers (bei 7% USt.): 5,61 €

    Nettopreis des Imkers (abzgl. 25%): 4,21 €

    Tatsächlicher Erlös des Imkers (mit 10,7% USt.): 4,66 €

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Du weisst schon, dass du hier eine Diskussion über den Honigpreis lostrittst? :D


    Ich finde 5 Euro für das Glas schon recht wenig! Aber wenn der VK der Bäuerin 6 Euro sind, dann wären 5 für dich aus meiner Sicht ok...

    Die Preisdiskussionen sind müßig, da Preise halt regional verschieden sind.

    Was ich von meinen Freunden und meiner Familie nehme, bekommt keiner mit, und mit den 6€ liege ich oberhalb des ortsüblichen Preises, damit helfe ich den Kollegen den Preis anzuheben (oder es bleibt im Schrank). Also ist doch alles gut.

  • Hallo zusammen!


    I Ich muss davon ja nicht leben, aber bin auf der Suche nach einem fairen Preis. Momentan verkaufe ich an Freunde und Verwandte für 5€ das Glas. Welchen EK Preis für die Bäuerin würdet ihr als fair empfinden? Bei 6€ VK was wäre dann der EK der Bäuerin? Sind da 5€ machbar, oder eher 4,50€?


    Ich habe auf dem Etikett auch meine E-Mail angegeben. Wenn den Leuten der Honig schmeckt, erhoffe ich mir daraus auch einen direkten Kontakt der Kunden.

    Tu einfach mal so, als müsstest du davon leben. ;)

    Erfahrungsgemäss stehen die Leute nicht für Honig alleine vor deiner Haustür, wenn sie andere Lebensmittel parallel einkaufen können. Den Umweg über eine e-mail gehen noch viel weniger. Bei einer neu aufgestellten Hütte muss sich der Kundenstamm erst mal einfinden. Gewöhn die direkt an richtige Preise.

  • Ich würde den Honig für 6,- verkaufen lassen und dem Wiederverkäufer in diesem Fall den Honig für 5,-€ anbieten. Schließlich wertet es ihr Angebot auf, wenn’s da auch Honig gibt. Wenn ihr das zu wenig ist, kann sie ja 6,50€ nehmen. Vielleicht versuchst Du auch mal kleine Gläser, da kannst Du meist einen höheren Honigpreis erzielen und der Käufer hat eine Alternative zum kleineren Preis.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Ja, wenn die Leute sich erst einmal an Preis gewönt haben.


    Am Sonntag traf ich eine Kundin, welche zuvor immer bei einem anderen Imker gekauft hat. Der hat aber dieses Jahr nichts zu verkaufen, weil die Ernte so mies war. Was ihr nicht gefallen hat, war der Preis, ich habe mit 6,50 Euro zu viel verlangt. Der andere habe immer 5,50 Euro haben wollen.


    Das der andere, wenn wieder was zum Verkauf da ist, auch auf die 6,50 Euro gehen will, wollte Sie nicht glauben.

  • Marcus Göbel und PaBa : keine Angst, bis jetzt ging der Honig noch immer weg. Notfalls halt ein halbes Jahr später. Kunden sind auch nur Menschen. Die Frage ist halt, wie viel von dem "billigen" Honig verfügbar ist. Je mehr Imker sich auf die 6€ eintakten, desto einfacher wird es mit dem Absatz.


    Grüße

    Roland

  • Moin moin.


    Da ich in der selben Region wohne kann ich dir sagen, dass der Preis zu tendenziell zu niedrig ist. DIB Gläser gehen hier selbst bei uns auf dem platten Land in SB-Automaten der Bauern für knapp 7€.

    In Hofläden durchaus bis 8€.


    Selbst wenn man den Preis niedriger ansetzt würde ich niemals unter den Preis des teuersten nichtdeutschen Mischhonigs gehen (in der Regel Mischung nur aus EU-Ländern). Der liegt bei uns im Supermarkt (z.B. Edeka bei 6,49€). Dabei fällt auf, dass es in einigen Supermärkten keine deutschen Honige zu kaufen gibt.


    Ihr bietet ein gutes Produkt.


    Ergo Unterkante 6,50€ eher mehr als Verkaufspreis.

  • Wenn ich das schon wieder höre, dass ich nicht davon leben muss… 🙉

    Das ist irgendwie das Problem, dass die meisten Imker nicht davon leben müssen. Blöd nur für die, die davon leben müssen.

    „Wenn Bienen den Mindestlohn erhalten würden, würde ein Glas Honig mehr als 132.000 Euro kosten „🤔