Funktion des Melitherm

  • Guten Abend,


    Vorab möchte ich sagen das ich zu meiner Frage kein Thema hier im Forum gefunden habe.

    Ich habe mir vor kurzem einen Melitherm zugelegt. An sich bin ich von der Funktion begeistert.

    Hier komme ich jetzt zu meiner Frage.

    Ich habe Sommerhonig (Honig war fest im Eimer) kurz in den Wärmeschrank gestellt bis dieser wieder händelbar war. Anschließend ist der Honig in den Melitherm gewandert. Von dem Ergebnis war ich begeistert. Der Honig war wieder so wie am Tag als er geschleudert wurde.

    Anschließend habe ich ihn in Gläser abgefüllt.

    Jetzt ist der Tag der Abfüllung knapp eine Woche her.

    Hier komme ich zu meinem Problem. Der Honig ist mittlerweile im Glas nicht mehr flüssig sondern geht wieder in eine cremiger Konsistenz über.

    Sollte dies durch den Melitherm aufgrund des aussiebens der Zuckerkristalle nicht unterbunden werden.


    Ich hoffe auf hilfreiche Antworten :)

    Vielen Dank

  • Der Honig war wieder so wie am Tag als er geschleudert wurde.

    Dafür ist der Melitherm auch gedacht!


    Der Ausganszustand wird durch den Melitherm wieder hergestellt. (ressetten / zurückversetzt)


    Anschließend fängt der Honig wieder langsam an zu kristallisieren.


    Nach dem resetten darfst Du das rühren nicht vergessen.


    Mehrmals am Tag ein paar Minuten rühren, bis der Honig cremig ist.


    Habe fertig....

    -Erfahrung ist die Summe meiner Irrtümer-

  • Danke dir für deine Antwort.

    Das heißt im Endeffekt das ich dann quasi keinen flüssigen Sommerhonig sondern cremigen im "Angebot" habe?


    Freundliche Grüße

  • Nun cremig wird er nur wenn Du durch Rühren ihn dazu bringst, das er langsam kleine Kristalle bildet.

    Wenn Du ihm nach dem Melitherm einfach abfüllst, wird er wahrscheinlich grob durchkristallisieren.

    Ob und wie schnell der Honig kristallisiert hängt von der Zusammensetzung der verschiedenen Zuckerverbindungen ab. Welche Sommertracht hast Du denn? Eigentlich bleibt nur Robinie und Wald flüssig.

    Dubium sapientiae initium. Zweifel ist der Weisheit Anfang. René Descartes

  • Seituch oder Sack?

    Wenn das Tuch zu sehr gespannt ist, sind die Löcher größer. Ich habe den Eindruck, dass dann halb flüssiger Honig mit kleinen Restkristallen zu schnell da durch geht.

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • Hier komme ich zu meinem Problem. Der Honig ist mittlerweile im Glas nicht mehr flüssig sondern geht wieder in eine cremiger Konsistenz über.

    Sollte dies durch den Melitherm aufgrund des aussiebens der Zuckerkristalle nicht unterbunden werden.

    Mit dem Melitherm - oder anderen Sieben mit kräftiger Erwärmung - bekommst Du wieder flüssigen Honig, da am Sieb die Wärme die Kristalle auflöst. Wenn Du den Honig dann wieder "einfach stehen lässt", kristallisiert er natürlich wieder. Gemäß HonigVerOrdnung hast Du ja weder etwas entfernt noch hinzugefügt. Maximal ist etwas Wasser aufgrund der großen Oberfläche und höheren Temperatur verdampft - was eher für eine etwas schnellere Kristallisation sprechen würde.


    Flüssig bleibt er also nur eine kurze Zeit, die wenigsten Trachten - Kollegen erwähnten es schon - hierzulande bleiben wirklich sehr lange (+/- 12 Monate) wirklich flüssig! Liegt an der Zuckerspektrum, also der Verhältnisse der verschiedenen Zuckersorten.´"Abhilfe" würde - unter klarem Verstoß gegen die Honigverordnung!!! - nur bringen, wenn Du filtrierst oder zentrifugierst, also alle möglichen Kristallisationskeime entfernst. Das ist dann aber kein Honig und naturbelassenes Lebensmittel mehr.

    Also erst kurz vorm Weihnachtsmarkt auftauen - oder eben im größeren Gebinde evt. impfen (je feinkristalliner der Impfhonig, desto besser) und dann regelmäßig rühren, bis er sich gerade noch abfüllen lässt. Dann - und wenn alle Parameter sonst auch stimmen - bekommst Du im Endergebnis einen schmelzenden, feincremigen Honig, der alleine aufgrund der Konsistenz für viele (ja, nicht für alle) ein wahres Vergnügen ist.

    Und das steht hier schon in ganz vielen Threads...

  • Wenn ich meinen feinkristallinen cremigen Honig wieder flüssig mache, wie lange bleibt der dann so? Und geht das Kristallisieren darin irgendwann von neuem los?

    "Wie stellst du dir das Land vor in dem Milch und Honig fließen?" "Klebrig."

  • Sorry, ich hab meine zwei Fragen tatsächlich sehr blöd gestellt - war schon sehr spät und nach müde kommt bekanntlich doof:


    - dauert es nach dem Auftauen genauso lange bis die Kristallisierung wieder einsetzt wie nach dem Schleudern oder geht das schneller los?

    - werden die Kristalle beim zweiten Mal so fein, wie sie es vor dem Auftauen im fertig gerührten Honig waren, oder ist es ein komplett neuer Kristallisationsprozess, bei dem auch dicke Kristalle entstehen können, so dass man den eigentlich noch einmal rühren müsste wenn es soweit ist um das zu verhindern?

    "Wie stellst du dir das Land vor in dem Milch und Honig fließen?" "Klebrig."