Thermostat am Deckelwachsschmelzer bleibt hängen und zerkocht 40kg Honig

  • Hallo,

    bei meinem CFM Deckelwachsschmelzer ist das Thermostat hängengeblieben und hat 40 kg Honig über Nacht zerkocht. Ich war immer von der sicheren Erwärmung im Schmelzer ausgegangen, hatte ihn als Wärmeschrank genutzt. Wurde sogar auf Youtube in einem Kanal dazu geraten, den kann man alleine brummen lassen und braucht keine Angst haben, dass das Haus abbrennt. Haus steht noch Honig ist aber entsorgt.

    Fehlersuche gestaltete sich einfach, ein billiges Chinathermostat für unter 10€ hat den Geist aufgegeben, das gleiche ist auch im Holtermann Melitherm verbaut. Das habe ich schon mal getauscht und habe darum eins auf Ersatz gehabt.

    Ich rate dringend zu einem 2. Thermostat als Sicherheit. Denn so Prozesssicher wie immer dargestellt sind die selbst aufheizenden Imkergerätschaften nicht.

    Ich habe mich dafür entschieden Ross und Reiter zu nennen, denn ich finde es eine Frechheit ein hochpreisiges Produkt herzustellen, und dann minderwertige Komponenten zu verbauen. Spanned wäre, ob Logar auf das gleiche Bauteil setzt. Hier kann es jeder lesen, auf dem Imkersofa nur Insider.

    Bis bald

    Marcus

  • Danke für den Bericht, ich hab das immer als sehr sichere Methode erachtet. Unserer hat jetzt viele hundert Einsätze hinter sich, bislang problemlos. Das sichere Gefühl ist jetzt aber etwas angekratzt :(

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Unserer hat jetzt viele hundert Einsätze hinter sich, bislang problemlos.

    jetzt weiß ich auch woher der Ratschlag kam, grummmmmmmeellllll :O)

    Mir sind ja jetzt 2 so Thermostate kaputt gegangen, einmal wo es nicht geschaltet hat im Melithermnachbau, der war einfach kalt und hier wo es geschaltet hatte, der wurde warm. Durch den Abfüllhahn kommt jetzt der Fühler vom Steckdosenthermostat und der ist der Master, wenn es in der Tonne wärmer als 40 Grad am Boden wird, schaltet der alles erst mal aus.

    Bis bald

    Marcus

  • Nochmals danke Marcus Göbel

    so Berichte, wo es nicht so funktioniert wie im Lehrbuch sind besonders wertvoll!

    Mir geht, es genau wie rase , eine gewisse Unsicherheit ist jetzt da.


    Auch ich habe das Ding (Deckelwachsschmelzer, aber den von Logar) vor allem als Wärmeschrank im Einsatz, nur beim Schleudern auch für den eigentlichen Einsatzzweck Deckelwachs schmelzen, etwa im Verhältnis. 95%:5%


    Den Tipp bekam ich damals von mehreren Seiten und warum auch nicht. Allerdings taue ich mit dem Gerät KEINE Eimer auf, dafür habe ich ja das Melitherm. Wohl aber halte ich damit Honigeimer auf Temperatur, z.B. cremige Eimer über Nacht, wenn ich abends nicht mehr zum Abfüllen komme. Und wenn der dann nicht 30 sondern einfach mal 90°C macht, wäre das echt schlecht.


    Sind denn in Wärmeschränken hochwertigere Thermostaten verbaut? Letztlich ist bei Elektronik doch so oder so alles Chinaware, oder?

  • Es sind nicht die Thermostate kaputt, sondern die elektrischen Schalter dieser Thermostate. Die Kontakte sind verschweißt, dann heizt er dauernd, oder die Kontakte sind verbrannt, dann heizt da nichts. Das kann nach ein paar Tagen oder Jahren erfolgen. Aber irgendwann passiert es mit Sicherheit.

    Es ist erheblich, ob damit ein Melitherm mit 500 Watt, ein Deckelwachsschmelzer mit 2000 Watt, oder ein Dampfwachsschmelzer mit 3000 Watt betrieben wird.

    Ein entsprechend leistungsmässig angepasstes nachgeschaltetes Relais sorgt da für Sicherheit.


    Gruss

    Ulrich

  • Ursache für das Problem bei dieses Schaltern ist, dass diese "unter Last" schalten. Dadurch verschleissen die Kontakte, wie Immenlos schrieb.

  • Wie soll man denn lastfrei abschalten?

  • Es gibt extra Relais die für Lasten ausgelegt sind. Die vertragen dann soetwas besser. Kommt auf die Schaltleistung des Bauteils an! Teilweise mit speziellen Beschichtungen, Materialauswahl oder Funkenlöschstrecke und was es dort nicht alles gibt.

  • Wie soll man denn lastfrei abschalten?

    Lastfrei geht sicherlich nicht, aber es ist sicher ein Unterschied, ob ein Thermostat, was gerade so 2.200w kann, bei 2.000w

    ständig hin und herschaltet, oder ob das ein Relais oder gar ein Schaltschütz macht, der kaum belastet wird.

    Bis bald

    Marcus, der hofft die 40kg Honig nicht umsonst gestorben sind

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • die Kapillarrohrregler haben mit Elektronik nicht viel zu tun, eher mit Feinmechanik und Kontakt-Werkstoffqualität.

    Digitale Regler mit Ein-/Aus-Werten und Meßanzeige bieten da mehr Information.

    Ich hatte beim Testen vom Melitherm zusätzlich ein Funk-Grillthermometer zur Temperaturkontrolle zwischen den Wendeln, um rechtzeitig Honig nachfüllen zu können.

  • Wie soll man denn lastfrei abschalten?

    Lastfrei geht sicherlich nicht, aber es ist sicher ein Unterschied, ob ein Thermostat, was gerade so 2.200w kann, bei 2.000w

    ständig hin und herschaltet, oder ob das ein Relais oder gar ein Schaltschütz macht, der kaum belastet wird.

    Bis bald

    Marcus, der hofft die 40kg Honig nicht umsonst gestorben sind

    Genau das macht man heute mit SPS etc.


    Man schaltet die Spulen der Relais und damit die dahinter liegenden Lastkontakte. Dadurch wird der Ausgang der SPS (z.B.) nicht belastet.

  • Hallo Marcus,

    ich nutze seit gut 1 Jahr den Deckelwachsschmelzer von Logar (auch zum Deckelwachs schmelzen), in erster Linie zum Auftauen von Honig. Bisher läuft das Gerät problemlos und zufriedenstellend (kann 2 25 kg-Eimer gleichzeitig auftauen), aber 1 Jahr ist natürlich keine lange Ziet.

    Viele Grüße,

    Ludger

    (seit 2002 Carnica, Standbegattung; Löwenzahn, Obstblüte, Sommerblüte, Robinie, Linde; Zander, Zeidlermagazin (Heroldbeute), Hohenheimer Einfachbeute; Neutralgläser, eigene Etiketten; Honig, Propolis, Met, Bärenfang)