Honigräume werden nicht ausgeschleckt

  • Hallo,

    anders als die letzten Jahre schlecken meine Völker die Honigräume nicht aus. Ich habe die ausgeschleuderten Honigräume entweder über Adamfütterer, Leerzarge oder Leerzarge mit Folie und umgeschlagener Ecke aufgesetzt, aber das Ergebnis war dieses Jahr anders als sonst.


    Dass kristallisierter Honig in den Waben bleibt war schon immer so, aber dass sie beim Ausschlecken offene Zellen oben am Rähmchen verdeckeln statt den Inhalt umzutragen ist neu. Honigräume waren mehrere Tage auf den Völkern - danach waren sie die letzten Jahren immer nahezu leer. :/


    Die Völker haben zwar auch schon Futter über/hinter dem Brutnest eingelagert aber haben erst die Hälfte des Winterfutters drin, sollten also noch offen für Vorräte sein. Sie sitzen auf 8 Waben Dadant, habe jetzt nochmal ne Mittelwand dazu gehängt falls Platz das Problem sein sollte, aber danach sieht es eigentlich nicht aus. Das per Futtertasche eingefütterte Futter haben sie bisher anstandslos abgenommen, Brutnester und Bienen sehen aus meiner Sicht auch in Ordnung aus. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder habe ich was übersehen?

    Danke!

  • Ich habe dazu mal nicht einen Beutendeckel aufgelegt, sondern eine Glasscheibe. Dadurch fällt Licht ein und die werden nach oben gelockt.


    Ich habe das Gefühl, dass die HR dadurch schneller leer werden. Kann aber auch nur ein Gefühl sein. Einfach selbst ausprobieren!


    PS: Habe dazu ein altes Dachfenster genommen, also die welche im Schrägdach verbaut werden mit einer normalen Glasscheibe und einem eckigen Rahmen aussen herum. War dazu perfekt.

  • offene Zellen oben am Rähmchen verdeckeln statt den Inhalt umzutragen ist neu.

    Das kenne ich sehr gut, wenn sehr trockene Frühjahrshonige drin sind die vielleicht schon anfangen zu kristalisieren- da kannst Du nur die Waben vorher mit Wasser dick einsprühen so das die Honigreste dünner sind/werden...

  • wenn du wie ich hier gerade massive Springkrautracht hast, wird nix ausgeschleckt, eher im Gegenteil.

    ... Danke für den Hinweis! Hab keine "Springkrautstreifen" auf den Bienen gesehen, aber gestern kam der benachbarte Landwirt vorbei und im Gespräch stellte sich raus das er dieses Jahr versuchsweise Ölrettich angebaut hatte... kannte ich noch nicht, scheint aber sehr attraktiv für Bienen. Das würde es aber erklären.

  • Leitungswasser geht natürlich auch. Insbesondere wenn man Honigrähmchen besprühen will.

    Im Nektar der Blüten ist auch kein Brackwasser, Odelwasser oder sonst irgendne Güllebrühe.

    Auch wenn sie dort gerne Wasser holen.

    Man reicht es ihnen ja nicht zum Trinken...

  • bei Wasser aufs Futter ist es den Bienen egal- da wird das Problem eher sein, das noch Tracht von außen kommt.

    Ich sprühe nur Leitungswasser, weil ich die Algen von den Tonnen nicht im Sprüher möchte. Bei vollen kristallisierten Waben wird auch in warmes Wasser getaucht.

  • Übrigens ist auf Blumen und Blüten auch nur Regenwasser, falls das jemanden stören sollte.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Ein Volk - fast fertig eingefüttert - hat den letzten Futterstoß dann durch den Adamfütterer und Leerzarge (DD-Honigraum) auch nochmal oben eingetragen, trotz Platz neben dem Brutnest. Die habens halt lieber über Kopf scheint mir, hoffe die stapeln mir nächstes Jahr den Honig genauso hoch ;-)

  • Schon oft erlebt, das in der Auschleckzarge in einigen Rähmchen Honignester angesammelt werden.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.