Hilfe ich kriege die Motten

  • Hallo miteinander.
    Hilfe ich kriege die Motten..... nein ich habe sie schon :( 
    Also aus Dummheit bzw. Nachlässigkeit habe ich Wachsmotten in eine Beute eingeschleppt. Ich habe alle befallenen Waben (auch eine zugesetzte Mittelwand) entfernt und entsorgt. Dieses weil ich mir nicht andes zu helfen wusste. War das richtig? Ich dachte ich hätte gelesen oder gehört, dass nur ausgebaute Waben - keine Mittelwände - befallen werden. Das nur am Rande um mal wieder zu lernen.
    Darüber hinaus würde mich interessieren, ob die Nachbarbeuten jetzt gefährdet sind ?


    @ Xaver: Hallo Xaver, da ich annehme, dass Du als eifriger Leser des Forums auch diesen Beitrag sehen wirst, nutze ich die Gelegenheit, zu sagen, dass Dein Film angekommen ist. Ich habe ihn noch nicht ganz gesehen, aber auf anhieb würde ich sagen sehr lehrreich für einen Anf¨nger mich mich. Es sind mir schon ein paar Fragen zum Gesehenen durch den Kopf gegangen. Aber dazu ein anderes Mal. Jetzt musste ich erstmal mein Problem Motten loswerden :D


    In duiesem Sinne. Pedro.

    In diesem Sinne. Pedro.
    (aus dem sonnigen Spanien)

  • Hallo Heintzelmann!


    Bei Wachsmotten sollte man die Waben mit Schwefel behandeln... ist nicht ganz unbedenklich für den Anwender!! Anschließend die Waben mit 60 % iger Essigsäure eindampfen. Ich mach das immer mit einem Wettex - Verdunstungsprinzip. Hatte auch schon das Problem und habe den Schwefel weggelassen. Die Eier werden mir der Essigsäure auch abgetötet - beim Schwefel nur die Motte selbst!
    Viel Glück!


    Ronny

  • Hallo Pedro,


    was bin ich froh, daß es im "Imkerparadies" Südspanien wenigstens Wachsmotten gibt. :D 
    Wenn du eine Kiste nur mit MW aufhebst, geht keine Motte rein. Wetten, daß ?
    Wenn Du aber bebrütete, unbebrütete und MW zusammen lagerst, freut sich der Nachtfalter.
    Die beste Methode, Waben vor den Wachsmotten zu schützen, ist sie zu benützen. Also, rein in die Völker, soweit es geht.
    Wenn Du sie aber aufzuheben wünschst, packe sie so in den Stapel, daß die Abstände etwas größer sind.
    Ich sprühe sie vorher mit einem Bazillus-Thuringensis-Produkt ein, das ist ein Bakterium, das die Motten am Verpuppen hindert, da es die Larven verspeist.



    ...in diesem Sinne ...

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Heintzelmann schrieb:

    Hilfe ich kriege die Motten..... nein ich habe sie schon :( 


    Hallo Pedro,
    wenn du meinen Film gesehen hast, hast du auch die Lösung des Wachsmottenproblems in Bildern. Der Michael hat dazu genau den schriftlichen Part abgegeben.

  • Hallo.
    Danke erstmal für die Tips.
    xaver : sehe Deinen Film immer nur Stückchenweise aus Zeitmangel :D
    Ich bin zwar Rentner, aber sagt man nicht: "Rentner kommt von Rennen"? Werde mich beeilen um im Film an die richtige Stelle zu kommen.
    Und jetzt beantwortet mir noch Folgendes : gehen die Maden der Motte auch ins Holz ? Ich habe an zwei - drei Ramen Mottenmaden oder was ich dafür halte aus dem Holz gepult.
    Bei Durchsicht der anderen Beuten, habe ich keine Larven bzw. Gespinste gesehen. Aber im Holz waren - schön mit Propolis verdeckelt - tote Maden.
    Helfen die Bienen sich schon mal selbst (wenn das Volk stark und putztriebig ist) und hindern die Made bzw. nachher die Motte am Schlüpfen?
    Pedro.

    In diesem Sinne. Pedro.
    (aus dem sonnigen Spanien)

  • Hallo Mitleser,


    ich habe dieses Jahr einen Versuch gemacht und werde wohl bald auch das Ergebnis haben. Grundlage war, daß Wachsmotten samt Eiern kälteempfindlich sind. Daher gibt es auch die Empfehlung die Waben in Kühltruhen zu lagern. Ich habe aber zu viele Waben (oder zu wenig Kühltruhen) und eben auch nicht alle unbebrütet. Weiter ist bekannt, daß die meisten Schädlinge und auch Keime reines CO2 bzw. die gänzliche Abwesenheit von Luft/Sauerstoff nicht vertragen.
    Ich habe also wie immer meine Waben in Türmen in sofort wieder einsetzbaren sortierten (Kunststoff-)Zargen aufgestellt und darauf eine leere Futterzarge. Dann habe ich 2kg Trockeneis (gefrorenes CO2 bei minus 78°C) in die Futterzarge gegeben und Deckel drauf. Unten stand der Turm auf einem Blindboden mit geöffnetem Flugloch.
    Innerhalb kürzester Zeit sinkt die Temperatur in dem Turm auf weit unter 0°C (ich hab's aber noch nicht genau gemessen, das Gras vorm Flugloch kriegt Reif) und da das CO2 schwerer ist als Luft sinkt es nach unten und treibt so die Luft aus dem Turm. Aus 1kg Trockeneis werden immerhin ca. 550l CO2 Gas. 1kg Trockeneis kostet nur 0.80€ und die meisten Partyservice wissen wo man so kleine Mengen herbekommt. Ich habe am nächsten Tag das Flugloch dicht mit Panzertape verschlossen.
    Nun bin ich gespannt, wie meine Waben nächsten Sommer aussehen. (Ihr auch? :D )

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Michael.
    Also Du hast schon recht. Geschleuderte und andere Waben gleich wieder rein in die Beute. Mache ich normal auch. Die Waben um die es hier geht (ging) waren alte, dunkle zum einschmelzen. Aus Zeitmangel habe ich sie ein paar Tage liegen lassen und schon war es zu spät :( 
    Dann brauchte ich noch schnell eine ausgebaute Wabe um sie in einen Ableger zu hängen. Machte einen schnellen Griff ohne viel hinzusehen und "schon bekam ich die Motten".
    Ich denke aber ich bin sie los. Muss morgen früh noch mal kontrollieren.
    Aber warum ich nochmal zum Thema komme. Sag mal, falls Du es weisst, oder jemand anderes, bohren sich die Mottenlarven richtig ins Holz? Mit Gängen und so ? Macht mich schon neugierig :P:P 
    In diesem Sinn. Pedro

    In diesem Sinne. Pedro.
    (aus dem sonnigen Spanien)

  • Hallo Pedro,


    ja das tun sie. Zumindest die Maden der "Großen Wachsmotte". Mache Rähmchen haben nicht nur Fraßrillen sondern auch richtige Gänge und Löcher. An Hinterbehandlungsbeuten geht das soweit, daß die Beute undicht wird.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo, Henry,


    Deine Ideen sind mal wieder beeindruckend. Ich bin gespannt auf die nächstjährigen lyophilisierten Wachsmottenleichen unter intakten Waben... :wink:


    Staunende Grüße nach Leipzig...


    Johannes

  • Sind nicht Wachsmotten, egal was man macht, beim Bienenstock, so oder so? Also ich hab sie überall, Heb ich ne Beute Hoch, sind sie unter den Beutenfüßen, sie sind in der Windel oder flattern abends um meine Lampe, ich dachte immer ich müsste mit den Tierchen leben, Wo ich sie nicht haben will, aber in einer Wabe hatte, war in den Lagerwaben, die Wabe habe ich dann in eine Beute gegeben, sollen sich die Bienen drum kümmern, war das falsch? Ansonsten werde ich jetzt einmal schwefeln - reicht das? und im Winter werden die Lagerwaben sowieso im frost sein, wird sie das töten?

  • Hallo Fips,
    Das Schwefeln ist alle acht Tage zu wiederholen, da die Wachsmotteneier nicht ausreichend geschädigt werden. Die Waben sind vor dem Wiedereinsetzen zu lüften. Vorsicht Schwefelrauch wird schwelflige Säure und greift Metall an. Brennende Schwefelschnitten werden außerdem ganz schön heiß.


    Kälte bis etwa 0°C tötet die Motten und Eier nicht, verlangsamen deren Entwicklung aber entscheidend. Temperaturen von deutlich unter 0°C töten Larven, Motten und Eier. Dr. Liebig empfiehlt Kühltruhe ich vermutlich ab nächstem Jahr Trockeneis.


    Bis bald

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hier bin ich nochmal.
    Also aufgrund meines Mottenerlebnisses schaue ich doch hin und wieder nach, ob ich sie los bin.
    Heute stellte ich dabei fest, dass ausser reichlich Brut und Honig (Nektar)
    - was hier normal ist - ziemlich viel Weiselzellen mit Larven drin vorhanden sind. Auch einige Drohnenzellen gibt es.
    Meine Frage nun:werden nach Eurer Meinung hier nochmal richtige Königinnen ausgebrütet. Dann müsste ich die Zellen am besten ausbrechen. Oder - habe ich mal hier im Forum gelesen - handelt es sich um Spielnäpfchen. Ich kenne zwar keine Spielnäpfchen, aber das wäre die Gelegenheit welche kennen zu lernen :D 
    Aus dem Wort Spiel.... entnehme ich, dass die Zellen zwar wie Weiselzellen aussehen, aber in Wirklichkeit nicht echt sind. richtig gedacht ?


    In diesem Sinne. Pedro.

    In diesem Sinne. Pedro.
    (aus dem sonnigen Spanien)

  • Hab ich was falsch gemacht :( 
    Obiger Beitrag ist nicht unter: "Beiträge seit Deinem letzten ...." erschienen. Eure Kommentare würden mich aber interessieren.
    Mal sehen, ob es jetzt klappt?
    Pedro.

    In diesem Sinne. Pedro.
    (aus dem sonnigen Spanien)

  • Also ich versuch´s nochmal. weil meine beiden vorigen Beiträge - glaube ich - nicht erschienen sind.
    Ich habe heute mal wieder in meine Völker gesehen und ich kann von Fortschritten berichten. Die Weiselzellen sind mitlererweile verdeckelt.
    Vieleicht alles ganz normal, aber für mich das erste Mal, dass ich sowas beobachte.
    Wer kann mir eine Meinung dazu sagen ?


    In diesem Sinne. Pedro.

    In diesem Sinne. Pedro.
    (aus dem sonnigen Spanien)