Drüsiges Springkraut

  • Es gibt auf einem Bienenstand Völker, welche die Springkrautblüten sogar den gehaltvollen Herbstblüten auf unseren Äckern vorziehen. Was soll da der Vorteil für die Völker sein?

    Und wenn im Frühsommer die falschen Akazien (auch Neophyten) blühen, dann ist bei allen Völkern der Teufel richtig los.

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

  • Wollte nicht, aber nun ...

    Es gibt auf einem Bienenstand Völker, welche die Springkrautblüten sogar den gehaltvollen Herbstblüten auf unseren Äckern vorziehen. Was soll da der Vorteil für die Völker sein?

    Und wenn im Frühsommer die falschen Akazien (auch Neophyten) blühen, dann ist bei allen Völkern der Teufel richtig los.

    Sicher ist das so. Bienen suchen sich die für sie bessere Tracht ODER sie haben sich vor der Blüte einer bestimmten Pflanzenart auf eine andere Tracht bereits eingeflogen.

    Dass Neophyten auch gute Pollen- und / oder Nektartracht sind wird ja nicht verneint. Es ging doch wohl um die Neophyten und ihre Wirkung im heimischen Pflanzenbestand. Und so gesehen bleiben es Neophyten bis zu ihrer "Einbürgerung". Soweit ich das erinnere ist das etwa nach 50 Jahren der Fall.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Soweit ich das erinnere ist das etwa nach 50 Jahren der Fall.

    Na dann...das Springkraut ist sogar schon weit über 100 Jahre im Land. Die aktuellen Kampagnen dagegen nerven ungemein, da wird wieder eine Sau durch's Dorf getrieben ohne Sinn und Verstand, nur weil irgendwer diese Welle losgetreten hat.


    Es sollten mal Imker mit Medienkontakten aufstehen, um da dagegen aufzuklären. Es gäbe wirklich wichtigere Umweltthemen als ein seit über 100 Jahren bewiesenermaßen harmloses, seit jahrzehnten nicht mehr wirklich zunehmendes Kraut zu verteufeln. Die Energie dieser Leute könnte man sinnvoller einsetzen.

  • Hallo hornet,

    wenn das so ist, dann steht die Frage warum ist es nochnicht "heimish"?

    Es soll aber auch Gegenden geben wo das Springkraut zur Plage geworden ist. Siehe BR3 vom vergangenen Freitag 19.00 Uhr - Unser Land. Da ging es um die Texter Rinder, die sehr gerne Springkraut fressen. Und dort wurden Sequenzen gezeigt, die erschrecken können.

    Ganz so harmlos wie gemeind wird, ist dieses Kraut wohl kaum.

    Gruß

    Harald

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Die aktuellen Kampagnen dagegen nerven ungemein, da wird wieder eine Sau durch's Dorf getrieben ohne Sinn und Verstand, nur weil irgendwer diese Welle losgetreten hat.

    und gleich daneben wird dann wahrscheinlich ein Weidengehölz Plattgemacht

    "weil das unordentlich aussieht".

    VG

    Martin

  • Das einzig erschreckende war dieser Hansel, der als Biologe betitelt wurde.

    Seinem irren Blick sieht man an, dass er eine Phobie hat.


    Gruss

    Ulrich

    Danke, den fand ich auch symptomatisch für die ganze Aufregung: Wie oft er gesagt hat, dass ihm das Springkraut nicht „gefällt“, jedoch leider kein einziges Mal begründet hat, wieso es ein Problem darstellt. Zumal die Feststellung, dass es sich zunächst stark ausbreitet wonach sich der Bestand in den Folgejahren wieder einpendelt gut zu den Beobachtungen anderer Forenmitglieder passt.

  • Und manchmal ist der Blick von Imkern recht einseitig 😉

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Da ging es um die Texter Rinder, die sehr gerne Springkraut fressen. Und dort wurden Sequenzen gezeigt, die erschrecken können.

    Ganz so harmlos wie gemeind wird, ist dieses Kraut wohl kaum.

    Gruß

    Harald

    Was hat Dich erschreckt? Die Dexter-Minis oder die Springkrautfläche? Der "Biologe"?

    Der Mensch stürzt sich extrem gerne auf Nebenschauplätze wie das Springkraut. In der Rhön sind sie hinter Lupinen her ? !

    Ohne Springkraut sähe die Spätsommerentwicklung der Völker in manchen Teilen Deutschlands noch bescheidener aus als sowieso schon.

  • Ohne Springkraut sähe die Spätsommerentwicklung der Völker in manchen Teilen Deutschlands noch bescheidener aus als sowieso schon.

    Das meinte ich.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Ohne Springkraut sähe die Spätsommerentwicklung der Völker in manchen Teilen Deutschlands noch bescheidener aus als sowieso schon.

    Das meinte ich.

    Was meintest Du?

    Wenn du das als Beweis von "einseitiger Sichtweise" ansiehst, von mir aus.

    Wäre dir das Füttern eines Pollensubstitutes lieber, als eine eigenständige Versorgungsmöglichkeit deiner Bienen oder würdest du die wegen der "Natürlichkeit" hungernd in den Winter schicken?

    Wenn Imker nicht für die eigenen Belange eintreten, macht es sonst niemand. Ich erinnere mal an die Zukunftskommission Landwirtschaft. Da waren "Alle", nur wir nicht. Und so sieht es überall im Bundesgebiet aus.

  • Moin, moin,

    einseitig finde ich vor allem die pflanzenbezogenen Fremdenfeinde, die solche faktenfernen Propagandasendungen in die Wohnstuben schicken...

    Zum Springkrautfressen braucht es nicht spezielle Dexterrinder, sondern Weidegang von Rindern dort, wo das wächst. Wenn man die aber ganzjährig im Stall hält und ihnen ihr Grünfutter auf intensiv bewirtschafteten grüngespritzten Futterbauflächen mäht, kennen sie das nicht und haben keinen Zugang dazu. Wie sollen sie es dann fressen?


    Und nein, es sind nicht nur die Honigbienen, denen das Springkraut Ersatz für aus der Fläche verschwundene Blüten bietet. Hummeln und andere Wildbienen sowie verschiedene Wespen und Fliegen sind dort ebenfalls.


    Gruß Clas

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