Drüsiges Springkraut

  • die Blühstreifen sind auch immer nur so angelegt, dass man sie von vielbefahrenen Straßen sehen kann.

    Das kann ich nicht bestätigen. Die Landwirte müssen einen gewissen Teil ihrer Flächen mit blühenden Pflanzen versehen um die volle Flächenförderung zu bekommen. Ich meine es wären 5 %, bin aber nicht sicher. Da ist es egal, ob die ausgewählte Fläche an einer viel befahrenen Straße liegt, oder nicht. Das dürfte einer der letzten Punkte zur Auswahl der Flächen sein. Häufig sind es Randstreifen an Maisfeldern. Da geht die dort wachsende Pflanzenmasse gleich mit in die Biogasanlage.

    Einzige Ausnahme sehe ich darin, wenn die Sonnenblumen aus der Saatmischung zum kostenpflichtigen Pflücken freigegeben werden. Dafür braucht es Laufkundschaft oder "Fahr"kundschaft.

  • Das kann ich nicht bestätigen. Die Landwirte müssen einen gewissen Teil ihrer Flächen mit blühenden Pflanzen versehen um die volle Flächenförderung zu bekommen. Ich meine es wären 5 %, bin aber nicht sicher.

    In Bayern kenn ich das so nicht, die Landwirte "müssen" nicht unbedingt Blühflächen einsäen. Es gibt eine Auswahl an verschiedenen Möglichkeiten. Allerdings ist einjährige Blühfläche mit einer vorgeschriebenen Zusammensetzung des Saatgutes natürlich lukrativ für den Landwirt :-)

    Der Tradition verbunden, der Natur verpflichtet.

  • Vergiss Fichte, Tanne und Heide nicht, auch ist vor dem Raps das Obst und Löwenzahn - je nach Gegend und Klima hast Du mehr oder weniger davon...


    Früher war bei mir die stabilste Haupttrach die Fichte, heute ist es der Löwenzahn...

    Danke Franz. Mich interessierte tatsächlich die Botanik im Sommer.


    Warum verlor die Fichte so stark an Attraktivität? Borkenkäfer, Trockenheit und Stürme?

    Der Tradition verbunden, der Natur verpflichtet.

  • Die Äcker waren kleiner, hatten viele Randstreifen.

    Danke, das hab ich komplett vergessen.

    Die (Nadel-)Wälder waren kahler am Boden, viel weniger Laubwald, Moose und Flechten statt dichter Heidelbeer- und Brombeerflächen.

    War aber doch für die Biene besser?

    Neu ist auch der Zwischenfruchtanbeu mit vielen blühenden Arten .- das gab es früher so nicht.

    Und damit im Spätsommer doch eine bessere Versorgung für die Biene als "früher"?

    Der Tradition verbunden, der Natur verpflichtet.

  • In Bayern kenn ich das so nicht, die Landwirte "müssen" nicht unbedingt Blühflächen einsäen.

    Das sind Europazuschüsse. Auch wenn Bayern gerne eine Extrawurst braten, dies gilt auch für die.


    Aber blühende Zwischenfrüchte gelten wohl auch. Ebenso werden die ganzen Eiweißpflanzen wohl dazu gerechnet werden, vermute ich, da die vermehrt heute angebaut werden. Wohl nicht nur, um vom importierten Soja weniger abhängig zu sein.


    Ich bin aber nicht gut genug im Thema, so dass das nicht unbedingt hundertprozentig stimmen muss.

  • Warum verlor die Fichte so stark an Attraktivität? Borkenkäfer, Trockenheit und Stürme?

    Das alles plus die Kälte im Frühjahr wenn die Läuse sich vermehren sollen und platzregenartige Gewittergüsse zur Zeit wenn die Läuse noch sehr jung sind, da werden die von den jungen Trieben runtergewaschen...

  • Das sind Europazuschüsse. Auch wenn Bayern gerne eine Extrawurst braten, dies gilt auch für die.

    Vielleicht gibt es hier nen Landwirt, der uns weiterhelfen kann.


    Ich glaube, dass Landwirte eine bestimmte Menge ökologische Vorrangflächen anlegen müssen, dazu zählen verschiedenste Massnahmen. Die Blühwiese erhält am meisten Punkte, so dass mit kleiner Fläche schnell die Quote erfüllt werden kann?

    Der Tradition verbunden, der Natur verpflichtet.

  • Die (Nadel-)Wälder waren kahler am Boden, viel weniger Laubwald, Moose und Flechten statt dichter Heidelbeer- und Brombeerflächen.

    War aber doch für die Biene besser?

    Neu ist auch der Zwischenfruchtanbeu mit vielen blühenden Arten .- das gab es früher so nicht.

    Und damit im Spätsommer doch eine bessere Versorgung für die Biene als "früher"?

    Gotthardsternli

    die heutigen Wälder sind für die Bienen und andere Insekten besser als die kahlen, dichten und dunklen Fichtenforste früherer Jahre. Denn durch den erhöhten Stickstoffeintrag sind die Böden quasi "gedüngt" und durch die moderne Forstwirtschaft ist der Wald viel lichter und es gibt viel mehr Laubbäume. Alles zusammen ergibt heute viel mehr blühendes Kraut wie Brombeeren, Heidelbeeren und natürlich das tolle Springkraut.


    Ich schrieb ja, dass auf einem Drittel der Fläche (also den Wäldern) eine Besserung bezüglich Nektarangebot eingetreten ist. Aber die restlichen 2/3 haben sich klar verschlechtert, unter dem Strich ist es in der Fläche Deutschlands also sehr viel schlechter geworden.


    Zwischenfruchtanbau: Natürlich nützt er den Honigbienen, weil sie den Nektar nutzen können, sich ansonsten aber in der Obhut von Imkern sehr gut vermehren können.


    Aber den restlichen Insekten nützen Zwischenfrüchte praktisch gar nicht. Dass die erwachsenen Insekten dadurch zeitweilig etwas mehr Nahrung haben, nutzt zwar den betroffenen Individuen, nicht aber der Art als Ganzes. Denn die Vermehrungsbedingungen für diese Insekten verbessern sich durch Zwischenfrüchte NICHT. Doch genau diese fehlenden Vermehrungsmöglichkeiten sind es, die für das Artensterben hauptursächlich sind.