Drüsiges Springkraut

  • Hadeka Ich wusste, worauf ich mich einlassen würde. ;) So extrem weit liegen die meisten Meinungen hier ja auch nicht auseinander. Dem, was Llecter schreibt, kann ich zustimmen, auch wenn ich tendenziell nicht eine solche Trennung zwischen dem Mensch und dem Rest der Lebewesen machen würde; wir gehören nun einmal zum Ökosystem …


    Ja, eigentlich wäre es einfach. Aber ich sehe es z.B. bei meiner lieben Frau. Sie kriegt fast die Krise, wenn sie unseren «Dschungel» sieht, und vielen Leuten geht es ähnlich. Wenn ich im Frühjahr zum ersten Mal den Rasen mähe (kleine Spielfläche für die Kinder; einziger «gepflegter» Platz auf dem Grundstück), hat mein pensionierter Nachbar seinen Rasen schon achtmal gemäht und er hat auch schon zwei-, dreimal mit dem «Fädler» alles kurz und klein gehackt, was der Rasenmäher nicht mähen konnte. Würde ein Umdenken im grösseren Stil stattfinden, könnte ein wertvoller Vernetzungseffekt eintreten. Aber von solchen Utopievorstellungen habe ich mich schon lange verabschiedet. Ich versuche, mich nach bestem Wissen und Gewissen zu verhalten, was die andern erwachsenen Menschen tun, ist deren Sache.

  • rase sag ich doch, Kulturlandschaft wie sie früher war, gab mehr her für die Natur, aber etwas weniger für den Kulurpfleger. Wir brauchen die Vielfalt, eben Bereiche mit Wildwuchs und vernünftig kultivierte Flächen. Wo genau die Wahrheit hier wieder liegt, lässt sich trefflich diskutieren. Organisierter Naturschutz müsste aus meiner Sicht ebenfalls etwas kompromissbereiter sein und die einzelnen Situationen auch mal angepasst bewerten. Wunschdenken, ich weiß. ?(


    swissmix das mit den Nachbarn kenn ich, zum Glück habe ich nicht allzuviele in der Nähe... :D


    Bienenköniggibmirhonig ein Bild sagt mehr als tausend Worte! :thumbup:

  • Die Kritiker des Springkrauts sind schon zu verstehen, wenn man sich an PSM-Rückstände und daran gewöhnte Individuen erinnert.

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

  • Nicht nur auf Landwirte, auf alle, welche die wissenschaftlichen Erkenntnisse im Bereich des Pflanzen- und Insektenschutzes gewissenhaft nutzen. Wie sähe es sonst auf Bienenständen aus?

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

  • Springkraut hat eine hier außergewöhnliche Wachstumsperiode. Dadurch kann es Flächen sehr schnell besiedeln. Aber es füllt nur eine Lücke, es verdrängt nicht ernsthaft. Wenn man nur oberflächlich hinsieht, kann es allerdings anders erscheinen. Dabei brauchte man nur etwas warten. Für Brennesseln, Himbeeren, Brombeeren... und viele weitere Brachflächennutzer keimt es viel zu spät und verliert über kurz oder lang gegen diese Pflanzen, wenn diese sich erstmal etabliert haben.

    Bestände halten sich allerdings an Flussläufen. Aber langfristig auch nur auf den Flächen, die andere Pflanzen garnicht oder nur sehr schwer nutzen können. Wiederum wegen der außergewöhnlichen Wachstumsphase und -art.

  • Bedenkt aber auch, dass viele der Spezialisten auf Pflanzen angewisen sind, die sich nur in der vom Menschen gepflegten Kulturlandschaft finden (Almwiesen, Feldrand etc.).

    In meiner Gegend, ist durch die Nutzung des Menschen eine recht grosse Artenvielfalt entstanden...Da dürfte auch das Springkraut als "Kulturpflanze" einen Platz in der Kulturlandschaft bekommen.


    Ohne die Nutzung der Wiesen und Wälder, würde die Fichte die meisten anderen Arten auf ein kläglichen Rest verdrängen, und nur kurzzeitig durch Sturmschlag, und Käferfras etwas "Platz machen".


    Für die Artenvielfalt, sorgen eben diejenigen, wo die Wiesen und Wälder nutzen.....Denn nutzen, ist auch Pflege.


    Die Naturschützer, müssen bei mir schon mit einem besseren Argument kommen, als die Verdrängung von einheimischen Arten.

    Wobei ich noch immer gerne gewusst hätte, welche Art denn nun vom drüsigen Springkrat verdrängt wird?


    Lg Sulz.