Drüsiges Springkraut

  • Jemand hier im Forum hat mal den klugen Satz formuliert:

    "Der Käfer räumt nur das ab was da nicht hingehört."

    zu den Neophyten drängt sich mir die Frage auf:

    was hätten unsere Bienen denn als Alternative wenn es die nicht gäbe?

    (Tatsächlich nicht theoretisch)

    die Liste wäre wahrscheinlich sehr kurz!

    VG

    Martin

  • Dann unterscheiden sich Wald und Feldflur auch nicht so sehr 😉

    Nichts dazu gelernt!

    Aber da bin ich Optimist. Es wird sich ändern, viel sogar! Aber ob’s da besser (für die Bienen) wird?

    Und ich denke außer an die armen Waldbesitzer auch an die armen Imker. ☹️

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Hier in unserer Region macht der Wasserverband seine "Hausaufgaben" jedes Jahr zu 100 % "korekt" und mäht sämtliche Ufer in einem 3 Meter breiten Streifen Ende August ratzekahl ab - in jedem nur erdenklichen Graben......... Da haben sämtliche Kräuter, Blüher oder Einwanderer keinerlei Chance.......


    Dadurch haben die es hinbekommen, das Springkraut bei uns in der Region komplett auszurotten. Vor 40 Jahren waren die Gräben noch gesäumt davon, heuer findet man nischte mehr vor. Auch die Förster und der städtische Bauhof haben Ihren Anteil daran getan und fleißig alles abgerupft was nur annähernd danach aussah.......

  • Dadurch haben die es hinbekommen, das Springkraut bei uns in der Region komplett auszurotten. Vor 40 Jahren waren die Gräben noch gesäumt davon, heuer findet man nischte mehr vor.

    Was wächst in diesen Bereichen jetzt?

    Gras. So ähnlich wie auf deinem Bild sieht es bei uns auch aus - außer das beide Seiten gemäht werden........ Ich mache nachher mal ein paar Fotos!

  • Dadurch haben die es hinbekommen, das Springkraut bei uns in der Region komplett auszurotten. Vor 40 Jahren waren die Gräben noch gesäumt davon, heuer findet man nischte mehr vor.

    Was wächst in diesen Bereichen jetzt?

    Gras. So ähnlich wie auf deinem Bild sieht es bei uns auch aus - außer das beide Seiten gemäht werden........ Ich mache nachher mal ein paar Fotos!

    Na, das hat sich ja gelohnt. Kennt eigentlich jemand konkrete Schäden, die durch Springkraut aufgetreten sind?

  • Die erfolgreichste invasive Art ist wohl der Mensch, hat sich praktisch auf der ganzen Welt verbreitet. Und heute roden wir alle Parks, Weinberge und Obstplantagen?

    Da werden wir uns wohl nicht einig. Vielleicht überlegt Ihr mal ob es einen Zusammenhang zwischen dem Verschwinden von Blühpflanzen, dem Einschränken von Bienenflächen und dem Wunsch der Imker nach Springkraut gibt?

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Gras. So ähnlich wie auf deinem Bild sieht es bei uns auch aus - außer das beide Seiten gemäht werden........ Ich mache nachher mal ein paar Fotos!

    Auf der anderen Seite is bei uns nix mit Mähen, da ist n recht schmaler Steilhang, der direkt an Bebauung angrenzt. Da wurde wohl nur manuell ausgerissen, ein paar wenige Pflanzen wurden übersehen.


    Gras. Ja, gut, dass das so gut geschützt wird 😶

  • Vielleicht überlegt Ihr mal ob es einen Zusammenhang zwischen dem Verschwinden von Blühpflanzen, dem Einschränken von Bienenflächen und dem Wunsch der Imker nach Springkraut gibt?

    Wenn in deiner Region keine Kleewiesen im Frühjahr mehr blühen, weil das Springkraut die plattgemacht hat, überlegst du vielleicht ob das mit dem Springkraut so ne gute Idee war.

    Invasive Arten sind keine Lösung für den Rückgang von Trachtpflanzen, sondern ein Teil davon.


    Hier ist die Problematik gut beschrieben

  • Mettbroetchen ich bin mir auch nicht sicher, aber einerseits wird alles was stört weggespritzt, und dann sollen wir Imker auch noch aus den Naturschutzgebieten rausgehalten werden, aber Pflanzen mit gutem Nektarwert und Pollenwert werden ausgeschlossen. Alles was nicht passt wird unterdrückt, ausgerissen oder ausgerottet und Jahre später steht man da und bekommt feuchte Augen beim Anblick eines Problembären oder von Wölfen. Es gibt halt Arten, die setzen sich gegen andere durch und verdrängen diese und manchmal hilft der Mensch auch nach. Das ist erweiterte Natur. Wie weit geht unser Anspruch wenn wir bestimmen, was wachsen darf im großen Stil und wie weit geht unser Anspruch wenn wir freien Menschen verbieten wollen die eine oder andere Pflanze auf eigenem Grundstück auszusäen. Das geht sicherlich nur mit ganz besonders guten Gründen. Grimmsche Romantik gehört sicher nicht dazu.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Man sollte mal beobachten wo, wann und warum Springkraut überhaupt wächst.

    Dann sind die meisten der "Argumente" gegen dieses nichts mehr wert.


    Wenn in deiner Region keine Kleewiesen im Frühjahr mehr blühen, weil das Springkraut die plattgemacht hat

    Solche Sätze könnte dann niemand mehr guten Gewissens von sich geben.

  • Vielleicht überlegt Ihr mal ob es einen Zusammenhang zwischen dem Verschwinden von Blühpflanzen, dem Einschränken von Bienenflächen und dem Wunsch der Imker nach Springkraut gibt?

    Wenn in deiner Region keine Kleewiesen im Frühjahr mehr blühen, weil das Springkraut die plattgemacht hat, überlegst du vielleicht ob das mit dem Springkraut so ne gute Idee war.

    Invasive Arten sind keine Lösung für den Rückgang von Trachtpflanzen, sondern ein Teil davon.


    Hier ist die Problematik gut beschrieben

    Moin, moin,


    Springkraut ist nicht mahdtolerant. Kleewiesen werden in meiner Region eher Simplexopfer, leider ziemlich flächendeckend.

    Gruß Clas

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