Drüsiges Springkraut

  • Bin schon erstaunt, was hier jetzt alles an Beiträgen anfällt, während mein Beitrag mit Bildern zur Goldrute kuzerhand als OT gelöscht wurde.

    Dunkle Biene Mellifera Schutzgebiet Glarnerland (CH)

    CH Hinterbehandler im Bienenhaus

  • Ansonsten ist es vielleicht der Geographie des Landes geschuldet, dass "noch" nicht alle invasiven Neophyten flächendeckend in der Schweiz angekommen sind?

    Die Geographie der Schweiz, hatte diesbezüglich sicher keinen Einfluss, auf die Verbreitung der invasiven Neophyten.


    So gehörte es früher zum "guten Ton", einen englischen Garten zu pflegen.

    So wurden damals diese Arten, auch in die hintersten Täler "verbreitet".

    Ohne Pflege durch den/die Gärtner/in, konnten sich nur sehr wenige Arten halten.


    Von einer flächendeckenden Ausbreitung, ist mir keine Art bekannt.

    Ich lasse mich aber diesbezüglich, gerne weiterbilden.


    Lg Sulz.

  • Beemax, da steht: „…endlich, der Käfer hat viel Boden bereitet.“

    Der Käfer ist der Borkenkäfer!

    Die Holzmassen stammen aus dem Wald, der eben nicht uns allen gehört.

    Vor 100 bis 150 Jahren haben die damaligen Waldbesitzer in die Zukunft investiert. Und diese ist das Heute mit den bekannten Tatsachen! Daran hängen viele Existenzen.

    Aber der Nektar- und Polleneintrag deiner Bienen ist wichtig. Der Rest ist dir scheinbar egal. Sehr lustig 😬

    Was blüht den schon um dieser Jahreszeit die lieben Bauern fangen gerade Senf auf die abgeernteten Felder auszusähen. Das Springkraut ist für Hummeln und Wespen sowie Hornissen die einzige Nahrung was zur zeit zur Verfügung steht. Die ziehen gerade die neuen Königinnen fürs nächste Jahr heran. Natürlich ist es für die Bienen auch wichtig. Ich füttere diese seid anfang Juni. Gruß Wolfgang

  • Ich wohne nicht zwischen Zizers und Chur.

    swissmix hab ich auch nicht behauptet. Habe nur Ostschweiz gelesen und da fiel mir diese Stelle ein. Ob Korrelation oder propagierte Kausalitäten, die Neophyten sind da und die Natur (und der Mensch) muss damit leben lernen. Nicht immer muss es ein Nachteil sein.

    Obschon es nichts mit "invasiven Arten" etwas zu tun hat, so hätte ich gerne mehr Infos zu diesen "Auswüchsen".

    Mit der Google-Suche, habe ich nichts darüber gefunden.

    Sulz: na da bin ich wohl am Thema etwas vorbeigeschliddert, sorry.

    Allerdings hatte ich swissmix tatsächlich so verstanden, dass er in seiner Gegend ausgeräumte Landschaft vorfindet und dazu gehört meiner Meinung halt auch die Diskussion darüber, ob Landwirte dagegen etwas tun können.


    Ich habe keine Google-Suche zitiert, sondern selbst bis vor kurzem 26 Jahre im Engadin gelebt und diese Info direkt von den Landwirten. Und ja, wenn man in einem Naturschutzgebiet zur Renaturierung Samen ausbringen möchte, ist es besser dies in Zusammenhang mit den amtlichen Stellen zu tun.

    Der Tradition verbunden, der Natur verpflichtet.


  • Ansonsten ist es vielleicht der Geographie des Landes geschuldet, dass "noch" nicht alle invasiven Neophyten flächendeckend in der Schweiz angekommen sind?

    Ich habe ja auch nicht von flächendeckender Ausbreitung geschrieben :-)

    Ja, bei den Gärten gebe ich dir vollkommen recht. Nur in den Gärten finden sich relativ wenige "als problematisch diskutierte" Neophyten.

    Deswegen die Vermutung, es könnte vielleicht an der Geographie liegen, dass es länger dauert, bis ein Springkraut oder ein Riesenbärenklau über den normalen Samenflug im ganzen Land Verbreitung findet.


    lg gotthardsternli

    Der Tradition verbunden, der Natur verpflichtet.

  • An alle mit Jahrzehntelanger Imkererfahrung


    wie war das denn früher?

    Raps, Linde, Sonnenblume und dann?


    Ich frag mich schon länger, ob vor 40 Jahren und weiter zurück, unsere Landschaft wirklich soviel anders aussah?

    Bitte helft mir mal auf die Sprünge.


    lg gotthardsternli


    hartmut sorry, falls nötig bitte verschieben.

    Der Tradition verbunden, der Natur verpflichtet.

  • Was blüht den schon um dieser Jahreszeit die lieben Bauern fangen gerade Senf auf die abgeernteten Felder auszusähen. Das Springkraut ist für Hummeln und Wespen sowie Hornissen die einzige Nahrung was zur zeit zur Verfügung steht. Die ziehen gerade die neuen Königinnen fürs nächste Jahr heran. Natürlich ist es für die Bienen auch wichtig. Ich füttere diese seid anfang Juni. Gruß Wolfgang

    Vergiss die Goldrute nicht. Auch ein Neophyt, der viel Pollen und Nektar bringt.

  • An alle mit Jahrzehntelanger Imkererfahrung


    wie war das denn früher?


    Ich frag mich schon länger, ob vor 40 Jahren und weiter zurück, unsere Landschaft wirklich soviel anders aussah?

    Als Imker kann ich zwar nicht jahrzehntelang zurückblicken, als Mensch aber sehr wohl. Und da hat die Landschaft tatsächlich anders ausgesehen.


    Springkraut war tatsächlich noch nicht überall so stark vertreten. Es gab große Bereiche ganz ohne.

    Die Äcker waren kleiner, hatten viele Randstreifen.

    Die (Nadel-)Wälder waren kahler am Boden, viel weniger Laubwald, Moose und Flechten statt dichter Heidelbeer- und Brombeerflächen.

    Es gab trotzdem insgesamt gefühlt 1000 mal mehr Insekten, sowohl Arten als auch Individuen. Z.B. gab es ständig und überall die verschiedensten Schmetterlinge - heute sieht man nur noch vereinzelt Kohlweisßlingsarten und selten andere, von wertvollen Sonderflächen abgesehen.


    Unter dem Strich: In den Wäldern ist vieles sehr viel besser geworden (Waldumbau, Auflockerung). In der übrigen Fläche des Landes ist es durchweg sehr viel schlechter geworden (Siedlungs-, Gewerbeflächen und Landwirtschaft).


    Damit ist es auf etwa 1/3 der Fläche besser, auf 2/3 deutlich schlechter geworden aus ökologischer Sicht. Das hat den Insekten, der Artenfülle außerordentlich schlecht getan.


    Neu ist auch der Zwischenfruchtanbeu mit vielen blühenden Arten .- das gab es früher so nicht. Das hilft aber den allermeisten Arten nur wenig bis gar nicht. Es ist zwar Nahrung für die Images (erwachsene Tiere), aber nicht für die Art zum Überleben an sich (Zwischenfrucht ist für die meisten Arten kein Ort, wo sie sich vermehren können).

    Den Bienen bzw. dem Honigertrag hilft das, den Wildinsekten nicht wirklich.

  • Auch sollte bei der Beurteilung der Rolle bestimmter Pollen- und Nektarspender hinsichtlich der Mitlieferung von PSM darin nicht vergessen werden!
    Wenn dies und das nicht nachweisbar ist, bedeutet es nicht, dass es nicht enthalten sein kann... und bedauerlich wirkt:

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  • Ja, bei den Gärten gebe ich dir vollkommen recht. Nur in den Gärten finden sich relativ wenige "als problematisch diskutierte" Neophyten.

    Deswegen die Vermutung, es könnte vielleicht an der Geographie liegen, dass es länger dauert, bis ein Springkraut oder ein Riesenbärenklau über den normalen Samenflug im ganzen Land Verbreitung findet.

    In den Gärten, wurden aber "die diskutierten" Arten kultiviert.....

    Springkraut, Riesenbärenklau, Goldrute, Sommerflieder....usw.


    Bei dem Erdmandelgras, einjähriges Berufskraut, und weitere Arten, ist man sich ja Einig.

    Ich frag mich schon länger, ob vor 40 Jahren und weiter zurück, unsere Landschaft wirklich soviel anders aussah?

    Optisch gesehen, hat sich in der Schweiz nicht viel verändert.


    Bei genauerem Hinsehen, ist eine Veränderung schon sichtbar.

    In der/en Bergzone/en, zeigt die Agrarpolitische Wendung schon eine Veränderung zugunsten der Artenvielfalt, und generell zu einer besseren Umwelt.......Und das drüsige Springkraut, ist in meiner Gegend kaum noch vorhanden.....Für mich, wohl eher eine Verarmung :S


    Lg Sulz.