Was tun gegen Schimmel in den Futterkanistern?

  • Ich nehme die 10 Liter Kanister, mache da Weizenstärke rein und brauche die nie spülen, keine Steine, keine Bleiche und keine Energie. Das Futter ist immer top und und und....


    Grüße

    Peter

  • Wenn die Bienen in freier Natur Nachbars Pool leersaufen, (da hatten wir ja oft genug Threads zu), scheint es doch zu munden...


    Gruß, Thorsten

    Wenn ich meinen Hund alles fressen lassen würde was sie gerne frisst und es ihr auch noch füttern würde, dann wär aber was los hier.

  • Na das ist ja mal was richtig Gutes!!!

    Chlor ins Bienenfitter?

    Sind wir denn tatsächlich schon so weit gekommen?

    Und als Nächstes?

    Sind wir denn nicht stolz auf unser ( so schon durch diverse „Umwelteinflüsse ramponiertes“) Naturprodukt Honig?

    Wenn die Arbeit zu viel wird sollte das Pensum reduziert werden und nicht die unendliche Trickkiste noch weiter aufgemacht werden.

    Ich protestiere!

    Harald

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • und als nächstes beschäftigen wie uns mit dem Thema und der Chemie dahinter und vll, verstehen wir dann sogar die Hintergründe und lehnen es nicht nur unreflektiert als Chemie ab oder aber wir lehnen die Trinkwasserbehandlung genauso ab und trinken wieder ausm Brunnen.

  • und als nächstes beschäftigen wie uns mit dem Thema und der Chemie dahinter und vll, verstehen wir dann sogar die Hintergründe und lehnen es nicht nur unreflektiert als Chemie ab oder aber wir lehnen die Trinkwasserbehandlung genauso ab und trinken wieder ausm Brunnen.

    Ich finds auch immer etwas seltsame wenn von 'bösem Chemiezeugs' gesprochen wird. Aber in dem Fall sehe ich das auch so dass Chlor ins Futter kippen wenig sinnvoll ist. Nicht weil es prinzipiell gefährlich wäre, sondern weil es unnötig ist.


    Das Problem ist: Schimmel im Kanister. Lösungen gibt es genug: Andere Futtergeräte, andere Reinigung, andere Zuckerkonzentration/Futterart. Oder eben Chlor.


    Im Gegensatz zu Chlor, führen die anderen Lösungen aber nichts zusätzlich ein. Futterbehälter brauchst du, reinigen musst du die auch und Futter musst auch auch geben. Lässt sich also alles nicht weglassen.


    Chlor ist ein zusätzlicher Stoff, der vielleicht nicht schadet, aber den Bienen auch nichts nützt. Du musst es kaufen, Lagern, mit einrühren und es bleibt immer der Hintergedanke dass es doch irgendwo landet wo es nicht hin soll.


    Warum also die Route gehen, wenn es auch ohne geht?

  • Und warum sollte man die Trinkwasserchlorierung einfach so hinnehmen?

    Sie wär unnötig, wenn wir nicht so überheblich gewesen wären!

    Keiner glaubt doch, dass wir auf der ganzen Linie unserer menschlichen Existenz an dem Ast Sägen auf dem wir sitzen. Nach mir die …!!!

    Oder: Wir leben noch, wir leben noch …

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Na ja, hier geht es ja jetzt um schimmelige Futterbehälter von innen und nicht um die Philosophie unseres Seins. Und ach so pfui sind wir alle ja nun auch nicht, sonst könnten wir auch gleich alle von der Klippe gehen! Fritzpiepe , jetzt hast Du ja massig input, mach wa draus - ohne Schimmel :-)

  • Es geht nicht um Chlor, sondern um Chlorwasser, also (nur) einer sauren Lösung, das sind schon mal zwei paar Schuh!


    Chlorwasser wird als Desinfektionsmittel für das Trink-und Badewasser eingesetzt und die schwache hypochlorige Säure greift die dortigen Viren und Bakterien an.

    Und ja, das trinken wir täglich in allen Mengen. Gott wie schlimm....

    Und jetzt wird’s noch grausiger, denn stellt euch vor, jeder von uns hat Chlorid in natürlicher, aber notwendiger Dosis in seiner Magensäure und ohne wären wir ganz schnell hops.


    Dem TE kann aus wissenschaftlicher Sicht also nur dazu geraten werden, die verkeimten Behälter mit Chlorwasser zu behandeln. Es kommt wie immer auf die Dosis an! Behälter anschließend mit heißem Wasser ausspülen und gut trocknen lassen, bevor diese wieder mit Futter gefüllt werden. Restmengen in kleinster Form verdunsten bzw. oxidieren am Sauerstoff der Luft.


    Mein Tipp:

    Einige Zeitgenossen, die sich damals im Chemieunterricht mit allem beschäftigt haben, nur nicht mit Chemie, sollten sich diesbezüglich (weiter-) bilden.

  • und obendrauf einen Aluhut! Hihihi

    also Chlor ins Futter kippen würde ich auch nicht machen, da hätte ich kein gutes Gefühl.

    Mag ja unbedenklich sein aber nicht für mich.

    Aber, nach Gebrauch die Behälter/Futtertröge behandeln hat sich für mich bewährt -->dann bleibt auch das Futter länger stabil weil der Keimeintrag geringer ist -->ohne das Chlor in das Futter gelangt.

    VG

    Martin

  • die verleimten Behälter mit Chlorwasser behandeln

    Generel richtig, aber hier geht es um Kanister und die sind meist nicht aus Holz... ;-) - aber das ist ein guter Tipp für Fütterer aus Holz - danke dafür...

    Behälter anschließend mit heißem Wasser ausspülen und gut trocknen lassen,

    Auch OK, aber in Post https://www.imkerforum.de/forum/thread/72115-was-tun-gegen-schimmel-in-den-futterkanistern/?postID=728038#post728038 geht es explizit darum Chlorbleiche in das Futter zu geben und darauf beziehen sich die meisten Empörungen - denke ich...

  • Ich habe Chemie damals abgewählt, vielleicht liegt hierin auch der Grund für meine Skepsis.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Es geht nicht um Chlor, sondern um Chlorwasser, also (nur) einer sauren Lösung, das sind schon mal zwei paar Schuh!


    Chlorwasser wird als Desinfektionsmittel für das Trink-und Badewasser eingesetzt und die schwache hypochlorige Säure greift die dortigen Viren und Bakterien an. [...]

    Kurz dazu gegoogelt: Die WHO empfiehlt Chlorgehalte von min. 0,5mg/L bis max 5mg/L im Trinkwasser (für Menschen). In den USA ist das Trinkwasser für mich gefühlt ungewöhnlich stark chloriert, man riecht es sofort. Dort ist der Durchschnitt mit 1mg/L angegeben, das etwa so viel wie im warmen Schwimmbädern in D (aus denen die Bienen freiwillig und gerne trinken).


    Bune Ich finde auch, dieses undifferenzierte "Chlor ist eklig" nervt, denn die Chlorierung von Trinkwasser rettet Leben. Wenn es eine Empfehlung oder Zulassung für die "Haltbarmachung" von Bienenfutter gäbe, wäre das am Ende wohl sogar schonend für die Resourcen durch wenger vergammeltes Futter.


    s.