Räuberei bekämpfen

  • Hallo Imkerforum,

    Meine 3 Jungvölker haben alle die Ameisenbehandlung gut überstanden und verfügen jetzt gerade alle über etwa 14.000 Bienen und zwischen 4-6 Brutwaben. Außerdem haben sie schon 6,7 und 8 kg Futter und ich fütter gerade ungefähr immer so 2-2,5 kg Futtersirup in einer Leerzarge in einem Eimer mit Schwimmhilfe und Futterspur auf der Folie zwischen 1. und 2. Zarge( natürlich mit einer freien Spalte).

    Gestern gab es dann bei einem Volk massiv Räuberei ( mehr Flugbetrieb, kämpfende Bienen, aufgeregtes Fliegen) nachdem ich am Vorabend wieder gefüttert hatte. Ich habe am Vormittag kurz reingeschaut ob sie Futter abgenommen haben, was sie aber nicht gemacht haben und ich dann nochmal eine Einstieghilfe mit Futterspur gelegt hatte ( vielleicht war das auch ein Auslöser der Räuberei). Nach Rat eines anderen Imkers habe ich dann das Flugloch verschlossen ( es war vorher schon nur einen Daumen breit) und bei dem Nachbar noch stärker eingeengt, bei dem ich es aber nach massiver Räuberei dort auch verschlossen habe. Heute morgen habe ich mir dann überlegt die Chance zu nutzen dass dir Völker zu sind um nochmal etwas zu füttern ohne dass es Räuberei gibt ( wegen den geschlosseneren Fluglöchern).

    Heute Nachmittag gab es dann wieder Räuberbienen die vor den Beuten umherschwirrten da sie ja wahrscheinlich wussten dass es dort etwas gibt oder ?


    Was soll ich jetzt weiterhin tun und war das richtig mit dem nochmaligen füttern heute morgen ?


    Und die Räuberbienen die gestern dann mit dem Volk eingesperrt wurden, versöhnen die sich dann da drinnen oder bekämpfen die sich ?

    Sorry für den langen Text, hoffe hier weiß jemand weiter.

    Noch ein Foto wie es gerade aussieht.

  • 14.000 Bienen (wie schätzt Du das eigentlich?) sind für die Jahreszeit zu wenig. Das ist die Kernursache der Räuberei. Ich würde die Völker zunächst umstellen und dann vereinigen, sonst geht das Elend weiter, wenn nicht mit Räuberei, dann mit geringen Überwinterungschancen.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ist das überhaupt Räuberei, oder nur die allgemein viel stärkere Flugaktivität nach der Futtergabe? Das Flugloch sieht jedenfalls nicht nach Räuberei aus.

    Einstieghilfe?

    Futterschalen gehören ins Zargeneck, mit Kontakt zu den Wänden, über dem Brutnest, weit weg vom Flugloch. Eine Spur sind ein paar Tropfen.


    Gruss

    Ulrich

  • Also Varroabehandlung wurde vor kurzem mit Nass. Pro gemacht, es sind auch recht viele Milben gefallen und wegen der Bienenzahl von 14.000 ( schätze ich mit Wabenachteln, Liebefelder Schätzmethode) sind dass doch für Ableger und einen kleinen Schwarm vom Mai die auf einer Zarge sitzen ganz gut.

    Und ein Imker den ich gefragt habe meinte dass die Anzeichen schon recht klar für Räuberei sprechen.

    Junger Jungimker bei der Mission den Bien zu verstehen!

  • Ist das überhaupt Räuberei

    Zeichen für Räuberei

    beim Deckel hoch heben, geht ne wilde Horde Raubbienen hoch

    Kämpfende Bienen am Fluigloch( viele)

    Wachskrümel am Flugloch

    Starker Flugbtrieb spät Abends, die Anderen schlafen schon ;)

    Ich hab gelacht... 14K Bienen.... gaaanz genau :)

    Imker den ich gefragt habe meinte dass die Anzeichen schon recht klar für Räuberei sprechen

    der hatts aber nun nich gesehen... ;)

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Moin,

    dem beräuberten Volk kann man nur durch Umsetzen helfen, falls man einen Alternativstandort hat.

    In der Regel werden weiselrichtige Völker nicht angegriffen - mal schauen, ob die Behandlung nicht zum Verlust der Königin geführt hat.

    Könnte eine Ursache der Unlust, sich zu verteidigen, sein.

    Grüße Ralf

  • Die Aufregung nach Futtergabe am Flugloch ist enorm und kann leicht mit Räuberei verwechselt werden. Aber: Danach ist auch Schluss. Spätestens am nächsten Tag/ Abend sollte es wieder ruhig sein und diese Symptome nicht mehr sichtbar. ( Es sei denn, du fütterst schon wieder ;) )

    Klebriges Flugloch und hektisch auffliegende Bienen beim Öffnen ( viele!) sind ein sehr gutes Merkmal, aber auch eiligst aufgerissene Futterwaben, und, wenn die Windel drin liegt, viel Wachsschrot auch auf dieser.

    Aber haben hier ja auch alle schon beschrieben.

    Bei mir hat auch schon mehrfach ein Brett ,vor das Flugloch gestellt, geholfen, aber nur, wenn die Räuberei erste gerade in den Anfängen auftrat. Dauert das schon länger, hilft nur ein Verbringen aus dem Flugkreis, am besten dahin, wo keine anderen Völker stehen.

  • Okay schonmal danke für eure Antworten, also ich habe gestern Abend wieder aufgemacht und heute ist bis jetzt keine große Aufregung mehr. Die Windel sieht recht normal aus also jetzt nicht vermehrt Wachsbrösel als sonst auch, glaube ich zumindest. Ich werde jetzt vielleicht mal ein paar Tage Pause machen mit füttern damit da wieder Ruhe reinkommt und die das Futter an die richtige Stelle tragen können.

    Ich verstehe jetzt aber leider immer noch nicht was du wasgau immen meinst wegen der Bienenzahl mit den 14.000, dass sind ja nicht zu wenige.

    Junger Jungimker bei der Mission den Bien zu verstehen!

  • Wann hast Du die Ableger erstellt? 1,4 kg Bienen ist nicht reichlich. Egal, wie Du es siehst. Sind sie vom Juni, sind es zu wenig, hast Du sie vor 4 Wochen als Kunstschwarm gebildet, sollten es auch mehr sein.


    Nimm den Schaumstoff komplett raus, Holzleiste mit einer Fluglochausklinkung 30mm breit mal 6 mm hoch. Flugloch seitlich wie Du jetzt hast, vor der Brut.

    Füttern, abends in der Dämmerung. Nicht zu viel, sie brauchen Platz zum Brüten.


    Gruss

    Ulrich