Anzahl Zellen im Pflegevolk?

  • Hallo zusammen.

    Bitte erlaubt eine evtl. naive Frage: ich finde als Empfehlung in div. Anleitungen zur Königinnen Vermehrung, höchstens ca 20 bzw. 30 Zellen im Pflegevolk pflegen zu lassen.

    Ich finde jedoch keine Empfehlung zu einer Mindestzahl.

    Gibt es die?

    Wird wohl teils vom individuellen Bedarf abhängen und natürlich von der Qualität der Larven.

    Kann man deshalb überhaupt sagen, wieviele der umgelarvte Zellen, die einem Pflegevolk gegeben werden, zum Schlupf einer Königin kommen?

    Wieviele vorgepflegte bzw. Weisel-Zellen lasst Ihr bei Euren Zucht-/Vermehrungsansätzen von einem Pflegevolk wenigstens bebrüten?

  • Kann man deshalb überhaupt sagen, wieviele der umgelarvte Zellen, die einem Pflegevolk gegeben werden, zum Schlupf einer Königin kommen?

    Das hängt neben der Qualität des Pflegevolkes von den Umlarvkünsten ab.

    Wenn die Zellen erstmal angenommen sind, gibt es nur noch wenig Ausfälle.

    Da ich die Endpflege im weiselrichtigen Volk mache, ist die Zahl der angezogenen Zellen nicht das Problem. Einem starken weisellose Anbrüter (reichliche junge Bienen) kann man über einige Zeit Zuchtstoff geben.

    Wieviele vorgepflegte bzw. Weisel-Zellen lasst Ihr bei Euren Zucht-/Vermehrungsansätzen von einem Pflegevolk wenigstens bebrüten?

    Bis zu einem Dutzend. Das hat aber eher technische Gründe: Auf eine Zuchtlatte passen ungefähr so viele. Zwei Latten pro Rähmchen sind mir bei den Honigraumflachzargen zu eng.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ich würde nie nur 1 oder 2 Zellen anziehen lassen, zumindest nicht auf einer Zuchtleiste.


    Ich plane pro Verarbeitungsstufe ein Multiplikator ein.


    Das heisst:

    Du brauchst zum Beipiel 3 Königinnen.

    Stufe Umlarven

    Stufe Schlupf

    Stufe Begattung/Besamung

    Macht 3 Stufen


    Nach der Rechnung würde ich mindestens 9 Zellen umlarven.


    Am Ende hast du evt 6 Königinnen, aber auf alle Fälle sicher 3 denn selbst nach der Begattung kann das Brutnest nicht überzeugend sein oder die Königin einfach nicht legen.

    Und wie wir ja in einigen der letzten anderen Diskussionsfäden gelernt haben, ist es empfehlenswert nur geprüfte Jungköniginnen in die Völker zu geben.


    Wenn ich noch mehr Verarbeitungsstufen habe wie:


    Milbeninfektion

    Versand .............


    habe ich dann 5 Stufen -> 5 fache Menge Umlarven.


    Will ich geziehlt 50 Königinnen am Ende duch versand beim Kunden haben, müsste ich nach meiner Methode 250 umlarven.

    Jetzt schlagen einige die Hände über den Kopf zusammen, nach dem Motto oh je da kann einer nicht richtig arbeiten, weil ..... soviel Ausfälle habe ich nie.


    Hier geht es um das sichere Erreichen eines Zieles. Und glaub mir, ich habe schon 100 umgelarvte und angezogene Zellen im "Nichts" verschwinden gesehen. Klar nie ohne irgendwelche Fehler die dabei gemacht wurden, doch wer ist schon komplett fehlerfrei.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • meine Regel: ein Drittel gut, ein Drittel Mittel, rest Schrott, beweist sich immer wieder, jedes Jahr.

    Das liegt an der fehlenden effizienten Paarungkontrolle, und an dem Imkerlingen die jede noch so schlechte Queen über den Winter betüdeln...

    Abhilfe schafft nur Selektion und Pefektion in der Paarungskontrolle, klar das schaffen nur Züchter, meist nur mit der Besamungskanüle.....

    Im Normalen Fall, also wo diese Möglichkeiten nicht wahr genommen werden können, lohnt sich aber die gnadenlose Auslese (Findung) der Besten.

    In der Freien Wildbahn überlebt etwa ein Drittel den 1.Winter. Das Beste Drittel, gaanz klar.

    Ahmt Imkerling den natürlichen Ausleseprozess in der Heimischen Imkerei, also unter Obhut nach, muss der Daumen einerseits und die Natur andererseits genutzt werden.

    das was man ohne Probleme erkennt, Stechen Wabenflucht zuviel Kitt nicht Vitale Eier der Queen schlechte Pflegeleistung Verhältnis Bienen zur Brut (älter werdende Bienen) usw ist schon nach den ersten Brutsätzen sichtbar, was nich gefällt, Daumen...

    Dann ist der Natur die Nächste Prüfung über den Winter und im Arbeitseinsatz (Tracht Schwärmerei usw) zu überlassen. Wieder Auslesen. etc.

    Es lohnt, die drei fache Anzahl an Queens heran zu ziehen, um die Besten in den Trachtvölkern

    arbeiten zu lassen. Statt Peppeln eben Auslesen.

    Genau darum ist die Minikiste, nicht zu letzt von Bruder Adam, ausbaldowert worden.

    Queens darin (Kleinvolk, gleiche Startbedingungen) genau vorzuprüfen und zu schonen, um deren ekanntes Potenzial in die Trachtvölker zu übergeben.

    FEDDISCH

    Beginnt man mit der sorfältigsten Aufzucht der Queens, ist unbedingt die Anzahl der angebotenen Zellen zu berücksichtigen, und zwar angepasst an die Pflegekraft/Bereitschaft

    der Pflegevölker. Hier gillt Weniger ist Mehr.

    Anpflegen (24Stunden) kannst 50 Stück problemlos, beim Fertigpflegen also bis "zu" ist die Beschaffeneheit des Pflegers zu berücksichtigen.

    Nur Adamstarter schaffen es die 50 perfekt fertig zu machen, jedes andere Verfahren ist auf höchstens 15 zu begrenzen......

    Eigentlich könnt ihr den Weg zu Besseren Bienen beim Paul Jungels nachlesen.....

    Der hats viel besser wie ich......

    zur Ausgangsfrage

    Nöö, 20 bis 30 .....

    Nur im Adamstarter ;)

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Wieviele vorgepflegte bzw. Weisel-Zellen lasst Ihr bei Euren Zucht-/Vermehrungsansätzen von einem Pflegevolk wenigstens bebrüten?

    Könnte es sein, dass die meisten Antworten an der Frage vorbeigehen?


    Meine Antwort wäre: eine.


    Das ist aber nicht empfehlenwert, da damit Aufwand und Ergebnis in einem denkbar schlechten Verhältnis stehen.

    Das ist auch von der Jahreszeit abhängig. Wenn du jetzt sowas noch durchziehst, sollten es schon drei sein, damit wenigtens eine was wird, weil da der Ausschuss doch ganz erheblich sein kann.

  • Also, Bruder Adam hat zb mit seinem Starter 110 Zellen gemacht, wenn ich es richtig im Kopf habe. Kolbe nimmt im Zuchttrog meine ich 60 Zellen. Ruttner empfiehlt nur 15. Abhängig ist das von der Größe und dem Zustand des Pflegevolkes an. Ich mache auch nur 15, lieber 15 mit perfekten Aufzuchtbedingungen als mehr mit Einbußen in der Qualität.