vermeintlicher Naturschutz

  • Heute erreicht mich ein Schreiben unseres LV mit der Bitte, Honigbienen in Naturschutzgebieten zu melden. Es gibt wohl mittlerweile Verbote zur Aufstellung dort durch die jew. untere Naturschutzbehörden mit Duldung dieses Vorgehens durch Ministerien.


    Der DIB möchte die Situation in den über 9000 NSG's in Deutschland erfassen. Damit wird offensichtlich den Forderungen von BUND in vorauseilendem Gehorsam entsprochen, Honigbienen aus den NSG's generell herauszuhalten.


    Abgesehen von der Zweifelhaftigkeit dieses Vorgehens, stellt sich die Frage, ob behördl. Stellen mittlerweile NGO's folgen, ohne dass die Gesetzeslage es verlangt.


    Leider kann ich die Anfrage nicht verlinken...

  • Das sind aber keine guten Nachrichten!

    Ich übernehme gerade ein Bienenhaus im NSG, inmitten von Heidekraut und noch gutem Fichtenbestand (wo im Umkreis von drei km kein anderer Imker steht) von einem 80-jährigen Imker. Hier möchte ich meine guten Völker für die Vermehrung ansiedeln.

    Die brauchen mir nicht zu kommen… sonst wird der ehemalige Truppenübungsplatz ganz schnell reaktiviert.

    "Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon war."

    20 WV in 12er DD +Ableger + M+

  • inmitten von Heidekraut

    Das ist das Elend bei solchen pauschalen Betrachtungen. Die Heide ist eine Kulturlandschaft, zu der Bienen seit jeher genauso gehören wie Schafe. Das muss aber nicht für jedes Biotop gelten.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Der DIB möchte die Situation in den über 9000 NSG's in Deutschland erfassen. Damit wird offensichtlich den Forderungen von BUND in vorauseilendem Gehorsam entsprochen, Honigbienen aus den NSG's generell herauszuhalten.

    bevor die große Empörung gleich wieder hochkocht: Wie genau kommst du auf die im Zitat fett markierte Aussage?

    Steht das so in dem Schreiben deines LV drin oder ist das nur deine eigene Vermutung, welche Motivation hinter der Frage stehen könnte?


    Ich kann mir nämlich schon vorstellen, dass der DIB im Gegenteil erst mal selbst versuchen will, herauszufinden, wie die Lage tatsächlich ist. Und zwar, um dann Argumente GEGEN die genannten Forderungen zu haben.

  • Die haben doch echt ne Meise. Und der DIB, der eigentlich die Imker vertreten soll, folgt dem so?

    Nee, der DIB sammelt solche Vorstöße und stellt sich dem selbstverständlich entgegen. Ihr könnt Euch mit solche Fälle, wenn Ihr selbst betroffen seid, auch direkt an Herrn Ellmann wenden!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • hornet, offensichtlich habe ich mich unklar ausgedrückt, darum nochmals zur Klarstellung: Der vorauseilende Gehorsam bezieht sich auf die Anordnungen der jew. Unteren Naturschutzbehörden. Dass NGO's wie BUND oder NABU derartige Forderungen stellen, ist ihr gutes Recht - egal, ob es uns passt oder nicht. Dass behördlicherseits dem vorauseilend gefolgt wird, ist bei der zweifelhaften Sachlage jedoch m.E. völlig daneben. Davor gehört in einem Rechtsstaat eine breite Diskussion sowie die parlamentarische Änderung der akt. Gesetzeslage. Das ist m. W. nicht erfolgt.


    Der DIB sammelt jetzt die Daten zur Sachlage.

  • Die Heide ist eine Kulturlandschaft, zu der Bienen seit jeher genauso gehören wie Schafe.

    Lobbyiert (und gespendet) wird aber für die Wölfe. Das ist ja auch kein Thema für sachliche Entscheidungen.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • ich denke die These von Beemax ist nicht von der Hand zu weißen, diese Diskusion gibt es schon seit 30 Jahren, der BUND/NABU rührt da sehr kräftig mit. Ich kann mir nicht vorstellen das der DIB erst jetzt anfängt Daten zu sammeln um dann entsprechend fundiert argumentieren zu können, so verschlafen können die nicht sein. Eher teile ich Beemax These und gehe sogar soweit dem DIB zu unterstellen das "Bienenhalter" aus entsprechenden Regionen zurückgedrängt werden, nur desswegen auch die neue Unterscheidung inkl. "Bienenführerschein", um dann konzessionen verkaufen zu können. Der feuchte traum des einen oder anderen scheint dies ja seid jahren zu sein.

    Zusammen kommt das mit dem Satz : der Feind meines Feindes, ist mein Freund...


    Vielleicht sitzt auch mein Aluhut zu eng, aber ich glaube nicht an Zufälle wenn es um Geld geht, für mich werden hier pö a pö Weichen gestellt.

    Taunuszanderbeuten Styropor und Holz mit Varioboden

    6 Völker 3JV, 3WV ->steigend

    BR mit Anfangsstreifen

    HR mit Mittelwänden


    Dabei seit 2020

  • soweit dem DIB (...) , nur desswegen auch die neue Unterscheidung inkl. "Bienenführerschein", um dann konzessionen verkaufen zu können.

    Das war eine spinnerte Idee vom DBIB, dem Deutschen Berufsimkerbund. Namentlich vom Vorstand, also Bernhard Heuvel, Annette Arnold Seehaus usw. - der DIB ist von dieser Art Spaltung nicht so angetan, weil es natürlich unsere Position gegenüber der Politik schwächt, wenn man sich als Imkerschaft unnötig fraktioniert. Es war also eine eher dumme Idee.

    Zitat

    Vielleicht sitzt auch mein Aluhut zu eng,

    Nee, einfach eine Leseschwäche. DIB, DBIB, klingt ja alles ähnlich. Dabei isses ganz einfach: der DIB ist die professionelle Vertretung der Hobbyimker, der DBIB ist die Hobbyvertretung der Berufsimker :)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Sieht man auch im Programm der Berufsimkertage. In der Beschreibung zum Workshop für Nebenerwerbsimker sind spontan vier Rechtschreibfehler zu finden. Ich glaub in meinem Beruf habe ich noch nie einen Rechtschreibfehler in irgendeiner Workshopausschreibung gefunden.