Liebig-Dispenser

  • Hallo, Dispensererfahrene,


    ich bin stolzer Besitzer von 2 neuen Liebigdispensern, mit denen ich nach Liebig vor der Auffütterung eine "kurze", nachher eine "lange" AS-Behandlung durchführen will. Die Dispenser haben ja so eine durchbrochene Bodenplatte, auf die der Docht kommt, darauf wird die Flasche gesteckt. Meine Fragen dabei:


    1. Die AS kann durch den "offenen" Teller direkt nach unten wegverdunsten. Besteht dabei nicht die Gefahr einer Brutschädigung - sollte ich also den Dispenser "aufbocken", um den Abstand etwas zu erhöhen?


    2. Liebigs "kurze" Behandlung wird ja auch durch den fehlenden Teller kurz, da mehr AS auch nach unten verdunstet (wie beim Dispenser). Wie mache ich denn dann die "lange" Behandlung? Sollte der Dispenser-Untersatz auf eine undurchlässige Platte gestellt werden, um die Verdunstung zu verlangsamen?


    Vielen Dank und Anfängergrüße, Johannes

  • Hallo Johannes,


    nach meinen Erfahrungen spielt es keine Rolle, ob es nach unten offen ist oder nicht. AS sinkt immer nach unten! Die Verdunstungsmenge wird im wesentlichen über die größe des Dochts und die Umgebungstemperatur geregelt. Um Brutschäden zu verhindern ist ein dicker Futterkranz zwischen Verdunster und Brut von großer Bedeutung - so Liebig.


    Viele Grüße
    Christoph

  • Es ist zu unterscheiden zwischen einzargigen und zweizargigen Völkern.
    Die einzargigen erhalten für die Kurzzeitbehandlung vor dem Auffüttern eine Leerzarge mit Rähmchen als Abstandhalter zum Schutz des Brutnestes. Darauf wird der Dispenser (in einer Leerzarge) gestellt. Diese Kurzzeitbehandlung ist bei den Ablegern normalerweise dieses Jahr wegen geringen Milbenbefalls nicht nötig (Gemülldiagnose!).
    Die Langzeitbehandlung kann direkt auf der 1. Zarge erfolgen, da nach dem Auffüttern (Ende September) das Brutnest geschrumpft ist. Der Dispenser sollte etwas nach hinten gestellt werden, da das Brutnest eher vorne sitzt.
    Die zweizargigen Völker werden auch dieses Jahr zweimal mit AS behandelt. Der Dispenser wird einfach in einer Leerzarge aufgesetzt.
    Kurzzeit- und Langzeitbehandlung unterscheiden sich nur durch die Menge der AS, die gegeben wird und der sich daraus ergebenden unterschiedlichen Verdunstungsdauer.
    Die Größe des Dochtes richtet sich nach Außentemperatur und Volksstärke (siehe Gebrauchsanweisung).
    Der Dispenser wird einfach reingestellt - ohne Böcke oder Platten o.ä..
    Quelle: Dr. Liebig anl. Lehrgang am 09.08.2003 in Stuttgart-Hohenheim.

  • Hallo, unbekannter Gast...


    vielen Dank für Deine Antwort.


    Daß die Kurzzeitbehandlung dieses Jahr bei negativer Gemülldiagnose nicht nötig ist - hast Du das auch von Liebig? Ich würde die Bienen lieber mit weniger als mit mehr Ameisensäure traktieren, daher verlockt dieser Gedanke. Aber ich will andererseits kein Risiko eingehen. Liebig als Referenz würde mir allerdings reichen...


    Viele Grüße, Johannes

  • Hallo Leute,


    in den allgemeinen Tenor, es gäbe heuer nur sehr wenige Varroen, kann ich leider nicht einstimmen. :evil: 
    Gestern fielen bei meiner 2. Behandlung mit 60%AS bei mehreren meiner Völker noch über 2000Milben, während andere bei 10-20 waren. Dabei waren auch 6 Völker, bei denen bei der 1. Behandlung schon mehrere 1000Varroen gefallen sind.
    Ich werde nächste Woche eine 3. Behandlung durchführen bei diesen Völkern.
    Also: Keine entwarnung, wenigstens aus meiner Ecke der Welt.



    ...in diesem Sinne ...

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo, Michael,


    was ist den aus Deiner Drohung geworden mich zu Besuchen?
    Ich habe extra die Liköre zum Probieren abgefiltert!
    Das Wetter war ja nicht das allerschönste.


    Grüße


    Margret

  • bisy schrieb:

    Hallo, Michael,
    Das Wetter war ja nicht das allerschönste.


    Grüße
    Margret


    Hallo Margret,


    wo lebst du? Hier in Niederbayern hat es am Freitag das erste Mal nach 7 Wochen geregnet. Wir sind in den Regen raus wie haben wie die kleinen Kinder, so haben wir und gefreut.


  • Der Gast war ich!

  • Hallo, Franz Xaver,


    weil wir Norddeutschen unseren Teller immer leer essen, haben wir den Regen schon vor zehn Tagen gehabt.
    Seitdem hat es sich auch merklich abgekühlt, heute hatten wir 18° mit Regen und Sonne, also es wird langsam Herbst.
    Die Bäume haben wegen der langen Trockenheit schon einen grossen Teil ihrer Blätter verloren.
    Den Ofen haben wir heute Abend auch schon einmal angemacht!


    Grüße
    Margret

  • @ Johannes
    Die Aussage bez. des Verzichts auf die Kurzzeitbehandlung bezieht sich auf die einzargigen Ableger, wenn die Gemülldiagnose gezeigt hat, dass der Milbendruck gering ist. Dies ist in diesem Jahr bei vielen Völkern der Fall. Deshalb erhalten die Ableger von Dr. Liebig erst nach dem Auffüttern eine Langzeitbehandlung. Diese Informationen sind direkt von Dr. Liebig.

  • Hallo ,
    ich will meine Völker mit den Liebig Dispensern behandeln . Muss ich die Fluglöcher voll geöffnet haben dabei ?(Seegeberger Beuten mit offenen Boden ) Habe die Fluglöcher zur vorbeugung der Räuberei mit Schaumstoffstreifen auf ca. 4 cm eingeengt .


    Vielen Dank im voraus Florian