Umweiseln ohne die alte Königin zu entfernen. Geht das?

  • Ach, jetzt habe ich endlich die Bienenkistenhalter besser verstanden, danke swissmix

    Hast du nicht, ist was anderes und mit dem hier zu Tage tretenden Experimentalwahn nicht zu vergleichen.

    Du hattest woanders nach Henry gefragt. Der hatte das Standing und die Möglichkeit zu formulieren, dass man sich auch dran gehalten hat.

    Slayer : Man muss nicht alle Erfahrungen selber machen, erspart einem und vor allem den Bienen ne Menge.

  • So exotisch ist diese Methode nicht!


    Ich mache meine Erfahrungen gerne selber, deshalb probiere ich auch viel aus… und die Sache mit dem Zellen dazu stecken hört sich vielversprechend an.

    Wieder mal einer, der anfängt und es von Anfang an besser als die alten Hasen hier weiß....und auch alle anderen. Sehr schön, mach im Herbst Dein Volk weisellos, weil Du keine Königin suchen willst, dann haben ALLE gewonnen! Dann passt WENIGSTENS Dein Nickname! :/

    Deinen Spruch mit dem Goldfisch kannst du dir übrigens genauso stecken😉

    Da hast Du wirklich recht, nicht fein von swissmix: So ein Goldfisch wäre wohl zu aufwendig. Täglich füttern, Wasserwechsel, Filter säubern. :P

  • ohje seid ihr aber wieder freundlich heute ( positiv denken lächeln mehr als andere)

    werde es auch gleich mal probieren, habe zwei Königinnen in Mini-Plus sitzen die mir nicht so zusagen muß heute Weselzellen in Brutscheunen brechen werde da mal zwei schöne Zellen von nem guten WV entnehmen und in die Mini-Plus hängen mehr wie schief gehn kanns nich,

  • das ist ein ähnlich gute Idee wie einfach Ableger mit junger Weisel mit einem Volk aufzusetzen oder unterzusetzen, weil man der Meinung ist, die Weisel, die das Flugloch beherrscht, sich durchsetzen wird.

    In dem Jahr setzen sich zu über 75% die alten Weiseln durch.

    Der Berufsimker hatte zu dem Zeitpunkt ca 300 Völker. Er hat wirklich viel Zeit gespart, die Weiseln vorher zu suchen.

  • Ich mache meine Erfahrungen gerne selber, deshalb probiere ich auch viel aus… und die Sache mit dem Zellen dazu stecken hört sich vielversprechend an. Deinen Spruch mit dem Goldfisch kannst du dir übrigens genauso stecken😉

    Schön, Du hast das Zeug, einer von den ganz Grossen zu werden! :thumbup:

  • ohje seid ihr aber wieder freundlich heute ( positiv denken lächeln mehr als andere)

    Ja, Du hast auch recht.... Um es noch mal kurz zu erläutern, mich stört daran nicht die Arbeitserleichterung oder eine andere Betriebsweise. Für mich hat das den Anschein von "Ich man es mir einfach, suchen ist mühsam und lass die Königinnen kämpfen". Und erst recht, wenn dabei ein weiselloses Volk im September heraus kommt, das ist nach meiner Meinung nach für alle Bienen im Volk und am Stand nicht wünschenswert. Auch, wenn es "nur" Insekten sind, fühle ich mich dabei nicht wohl.

  • So exotisch ist diese Methode nicht!

    Und das kannst Du beurteilen? ;)

    Ob es sich lohnt ist eine reine Frage der Betriebsweise, nicht der Völkerzahl o.ä. was hier einige erzählen.

    Über das Stöckchen springe ich. Dann roll doch bitte mal eine Betriebsweise für eine Mini-Imkerei aus, zumindest die Eckdaten, wo sich diese Methode 'lohnt'.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich hätte diese Methode dieses Jahr auch gern ausprobiert, aber ich habe keine WZ mehr bekommen. Nun verschiebe ich es auf 2022.


    HaroldBerlin: Woher weisst du dass die Königinnen kämpfen werden? Davon war nicht die Rede, sondern dass das Volk sich die Bessere aussucht, und das ist meistens die Jüngere.


    Am Ende kommt das Gleiche dabei heraus, wie wenn der Imker die KÖ austauscht und abdrückt, dass nämlich eine von beiden tot ist. Und ich bin mir sicher, dass die Bienen besser entscheiden können welche Königin sie haben wollen, als ich.


    Und einen Kommentar zu der Goldfisch-Diskussion will ich auch noch loswerden.Das klingt ja so als ob Hobbyimker nicht effektiv arbeiten dürfen, weil es ist ja das Hobby. Diese Ansicht teile ich nicht. Ich will alles so gut machen wie ich das kann, scheue keinen Aufwand bei Maßnahmen wie der TBE im Sommer, weil ich die für sinnvoll und notwendig halte, aber wenn ich eine Arbeitsweise entdecke, die gut klappt, die Bienen schont und meine Nerven auch, und die weniger aufwändig ist, dann übernehme ich die doch, auch als Hobbyimkerin. Das hat nix mit Faulheit zu tun.

  • Letztes Jahr hatte ich bei einem drohnenbrütigen Volk eine Königin im Ausfresskäfig eingefangen, nachdem ich sie vorher auf die Wiese gefegt hatte. Die haben die alte frei gefressen und abgestochen, bevor sie ein Ei legen konnte.

    Ich hab heuer einen fetten Schwarm gefangen, dem konnte man beim schrumpfen zuschauen. Da sind jetzt noch vielleicht zwei Brutwaben drin. So bekommen die nie genug Bienen für den Winter. Die haben nicht umgeweiselt. Ohne mich sterben die. Bienen wissen nicht immer besser was gut für sie ist.

  • das ist ein ähnlich gute Idee wie einfach Ableger mit junger Weisel mit einem Volk aufzusetzen oder unterzusetzen, weil man der Meinung ist, die Weisel, die das Flugloch beherrscht, sich durchsetzen wird. [...]

    Pia A. sagt dazu glaube ich, dass zu 80% die obere Königin überlebt, wenn man im Herbst Ableger aufsetzt. Das wär ja sozusagen das Gegenteil.


    s.

  • HaroldBerlin: Woher weisst du dass die Königinnen kämpfen werden? Davon war nicht die Rede, sondern dass das Volk sich die Bessere aussucht, und das ist meistens die Jüngere.


    (...) wenn ich eine Arbeitsweise entdecke, die gut klappt, die Bienen schont und meine Nerven auch, und die weniger aufwändig ist, dann übernehme ich die doch, auch als Hobbyimkerin.

    Zu eins, natürlich war davon nicht die Rede. Pia Aumeier erzählt Dir auch nicht die Nachteile ihrer 'ist total einfach' 1Wabenkrüppelchenmethode. Nur das es total einfach geht. Den Rest findest Du entweder selber raus, oder kannst es bei etwas erfahreneren Kollegen z.B. hier im Forum nachlesen. Deswegen schreiben hier Leute sowas. Mir isses völlig latte, welche Methoden Du ausprobieren willst, aber es lesen immer genug Leute mit, denen (und deren Bienen!) diese Erfahrungen dann erspart bleiben.


    Zu zwei, Du hast keine Methode entdeckt die gut klappt, sondern von einer Methode gehört. Wenn Du sie ausprobiert hast, und sie klappt, dann hast Du sie für Dich entdeckt. Das Internet ist voll von solchen Tipps. Daran war eh noch nie Mangel, aber seit dem Internet isses eine regelrechte Schwemme. Die Tipps sind nicht alle gleichermaßen gut, zumindest nicht für Deine Situation.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Letztes Jahr hatte ich bei einem drohnenbrütigen Volk eine Königin im Ausfresskäfig eingefangen, nachdem ich sie vorher auf die Wiese gefegt hatte. Die haben die alte frei gefressen und abgestochen, bevor sie ein Ei legen konnte.

    Ich hab heuer einen fetten Schwarm gefangen, dem konnte man beim schrumpfen zuschauen. Da sind jetzt noch vielleicht zwei Brutwaben drin. So bekommen die nie genug Bienen für den Winter. Die haben nicht umgeweiselt. Ohne mich sterben die. Bienen wissen nicht immer besser was gut für sie ist.

    Bist halt nicht wesensgerecht.(Ironie)

    Da wird doch auch Schwund in Kauf genommen. ;);(