Volk verstärken nach TBE

  • Bräuchte mal wieder einen Rat...


    Eines meiner Völker ist sehr geschwächt aus der TBE gegangen ( Verlust der Königin + evtl. zu viele Bienen in Brutscheune abgekehrt) und sitzt nun auf auf 4-5 Waben im Brutraum, dadurch wird auch der Rest nur sehr zögerlich ausgebaut und bestiftet. Futter 1:1 wird nur langsam abgenommen. Ich denke, dass einfach die Bienenmasse zu gering ist und natürlich viele alte Bienen drin sitzen.

    Könnte ich die zum jetzigen Zeitpunkt irgendwie verstärken? Bienen aus anderem Honigraum ist wohl wegen Räubereigefahr nicht angebracht oder? Schlüpfende Brutwabe aus anderem WV?


    Oder einfach machen lassen und wenn sie im Oktober nicht aus dem Quark gekommen sind mit der Brutscheune vereinen?


    Danke euch!


    Ein paar Eckdaten zur Hilfe: TBE am 12. Juli, am 21. neue Königin zugesetzt, DNM 1.0 mit 1zargigem Brutraum, Absperrgitter habe ich aber inzwischen entfernt

  • Ich würde sie weiter beobachten und wenn sie nicht bis Okt. stärker geworden sind vereinigen.

    Wenn ich das richtig verstehe redest du quasi vom Flugling, oder?

  • Neue Kö' am 21.07. zugesetzt - ist die noch da und in Eilage ? Wenn dem so ist, schlüpft der erste Brutansatz dieser Kö' frühestens ab dem 11.08. Insofern erst mal beobachten, was da schlüpft. Wieviel bebrütete Waben hat das Altvolk jetzt ?


    Und Du schreibst, dass Du evtl. zuviel Bienen in die Brutscheune abgefegt haben könntest. Ich fege die immer zum Flugling...

  • Man muss mit dem Rückvereinigen nicht bis Oktober warten. Wenn die Brut in den Brutscheunen ausgelaufen ist, kann man behandeln und Bienen in die Muttervölker zurückgeben. Das macht schon Sinn, weil schwache Völker wenig Bienen ziehen. Die Regel, dass zwei Königinnen mehr Brut machen als eine, stimmt nur, wenn jeweils genug Bienen in den Völkern sind.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • beemax Königin war erst so eine Woche später in Eilage, da sie nur auf Mittelwänden saßen, daher rechne ich mit dem ersten Brutsatz erst in ca. einer Woche, wobei das wohl nur so zwei bis drei Handflächen voll sein werden. Insgesamt bebrütet sind auch nur so drei halbe DNM Waben...


    Die Brutwaben habe ich natürlich alle zum Flugling abgefegt/gestoßen, aber - und das war wohl mitunter der Fehler - habe der Brutscheune noch einige Honigraumbienen mitgegeben, da das Altvolk sehr stark war und ich der Brutscheune einen guten Start geben wollte. Zusammen mit der Weisellosigkeit hat das dem Flugling (genau Pinky69 )wohl stark zugesetzt.

  • WFLP Daran dachte ich auch schon, nur ist in der Brutscheune erst vor ca.einer Woche eine junge Weisel (aus Eistreifen) geschlüpft, welche ich sehr wahrscheinlich noch nicht finden werde. Im Flugling ist auch eine vom Züchter gekaufte Königin, die ich ungern gefährden würde.


    Auf meinem Balkon steht aber noch ein Ablegerkasten mit Reservekönigin und ca. 3 besetzten Waben. Sollte ich die schnellstmöglich entweiseln und zusetzen?


    Alternativ würde ich aus dem anderen WV, das sich nach der TBE super entwickelt hat, eine schlupfreife Wabe dazugeben.

  • Kurzes Update und Rückfrage zum Flugling: Er hat sich mittlerweile ganz gut entwickelt und wird auf jeden Fall auf Einwinterungsstärke kommen - Wabenausbau ist aber nur sehr zögerlich und wirklich nur das, was als Brutfläche und Pollenwabe benötigt wird. In der unteren Zarge ist daher immer noch 4 von 10 MW bestückt, die obere zu 2/3 mit futter eingelagert (DNM 1.0) Sollte ich die lieber auf eine zarge einengen? Oder machst das denen nichts, weil die Traube sowieso im späten Herbst nach oben wandert?


    Danke euch!

  • Sollte ich die lieber auf eine zarge einengen? Oder machst das denen nichts, weil die Traube sowieso im späten Herbst nach oben wandert?


    Danke euch!

    Aus meiner Sicht NEIN. Denn langsam wird es kalt und die Völker richten Ihren Wintersitz ein. Nochmehrmals auseinanderreissen und neu sortieren, bringt zuviel Durcheinander rein.


    Ich würde es so lassen und im Frühjahr den unteren Raum entnehmen, sortieren und nicht bebrütete Waben mit dem Raum bei der späteren HR-Gabe auf AGS oben aufstellen.

  • Danke sebihees, dann lasse ich die sich weiterhin einrichten, füttere aber weiterhin dünn, so lange sie es noch annehmen.


    Auch wenn es OT ist: Sowohl mein anderes Volk als auch die Brutscheune sind gerade an der Schadschwelle von ca.5 Varroen pro Tag auf der Windel. Überlege gerade, ob ich denen vor dem Winter noch eine AS Behandlung antun sollte. Was meint ihr? Mache dieses Jahr zum ersten Mal TBE und bin etwas verunsichert. Alle wurden brutfrei mit OS besprüht und zusätzlich eine Fangwabe benutzt.

  • Da sind sie wieder - die Milben im September. Wie jedes Jahr. Trotz brutfreier Behandlung, trotz Wirksamkeit von AS in die verdeckelte Brut, trotz Fangwaben oder, oder, oder.


    Jetzt (!) gilt es, diesen Befall zu minimieren; da beißt die Maus keinen Faden ab.


    Ich mache mit solchen Kandidaten einen "Mini Block" - 4 * 4 Tge. OXS (Staub). Das hat bisher immer gut funktioniert.