Luftentfeuchter

  • 60kg mit 20% Wasseranteil => 48kg Trockenmasse (60kg * 80%).

    55kg mit 16% Wasseranteil => 46,2kg Trockenmasse. Fehlt 1,8kg Trockenmasse, bzw. 2,14kg Honig mit 16%.


    Meiner Meinung nach ist die richtige Antwort: der Trockner frisst Honig

    Ich verliere beim Schleudern und Sieben auch immer so 1-2kg Honig. Bleibt halt großflächig an den Behältern und Sieben dran kleben, auch wenn ich abziehe.


  • Die 0,5-1% kann ich bestätigen. Hab letztens eine 50% Zuckerlösung angerührt und dann gekauftes Invertin hinzugetan. Vorher und 24Std. Nachher mit einem Zuckerrefraktometer gemessen. War tatsächlich nur etwas mehr als 1%, also nun 51% Zuckerlösung. Und da wurde viel mehr Invertiert als es beim Restzucker (Saccharose) beim Honig ist.

    Du gehst dabei fälschlich davon aus,

    - dass in frisch geschleudertem Honig kaum noch Mehrfachzucker enthalten sind;
    - dass in zu feucht geerntetem Honig kaum noch Mehrfachzucker enthalten sind;

    - dass die Invertase schlagartig einen Großteil der Saccharose aufspaltet. Wenn dem wirklich so wäre, würde Dein Eimer merklich warm ...

    1% bei Zimmertemperatur in 24 h. Was mögen da wohl ein paar weitere Tage bei 25 °C oder gar 30 °C bewirken? Oder sogar bei Stocktemperatur?

  • Halt Stopp, die Werte waren auf Zuruf. Sicher frisst ein Trockner auch Honig......aber hier gibt es ja Leute die legen alles auf die Goldwaage, weil eine geeichte ist wahrscheinlich nicht vorhanden.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

  • Wenn die Bienen den Honig in die Wabenzellen einlagern dürfte die Invertierung weitgehend abgeschlossen sein. Schließlich ist der Honig ja längere Zeit in den Wabenzellen. Vom Einlagern bis zum Schleudern vergehen normalerweise Wochen.

    Gruß Bernd http://www.hommel-blechtechnik.de

    "Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel."

    (Bertrand Russel, englischer Philosoph und Mathematiker 1872 - 1970, Nobelpreis für Literatur 1950)

  • Normalerweise wäre der Honig ja beim Schleudern auch trocken genug.

    Wenn der Honig bei der Einlagerung in die Waben tatsächlich schon vollständig invertiert wäre, würde er bei einem brütenden Volk in der Tracht zwangsläufig Wasser ziehen müssen und könnte so niemals einen erntereifen Zustand annehmen.

  • 60kg mit 20% Wasseranteil => 48kg Trockenmasse (60kg * 80%).

    55kg mit 16% Wasseranteil => 46,2kg Trockenmasse. Fehlt 1,8kg Trockenmasse, bzw. 2,14kg Honig mit 16%.

    Die Berechnung mit Trockenmasse stimmt schon deshalb nicht, weil sie im Verlauf der weiteren Invertierung zunimmt.

    Meine obige Rechnung setzt schon voraus, dass nur das Wasser verdunstet ohne das es zu Übergang von H2O Molekülen in die Trockenmasse kommt. Ein Anhaltspunkt ist das Ergebnis allemal.


    Mich würde jetzt mal interessieren von wieviel Rest-Saccharose du im geschleuderten Honig du ausgehst und wie du auf diese Annahme kommst. Das soll nicht provokativ gemeint sein.


    Laut HonigverordnungAnlage 2, Abschnitt II, Punkt 1.2a darf er für normalen Honig höchstens 5% (Gewicht) betragen (speziellere Honige 10 bzw. 15%).

  • Danke erstmal für die vielen Antworten. Ich möchte darüber keine Grundsatzdiskussion empfachen, da beide Seiten im Recht sind bzw. es plausible Gründe gibt es zu nutzen oder halt nicht.


    Gibt es denn noch andere Empfehlungen für Luftentfeuchter???

    Schau dir mal die Entfeuchter von Aktobis an. Habe ich einen (WDH-930EEH) und bin sehr zufrieden...

  • Der Honig trocknet so tatsächlich auch nach. Ich hab das mal ausgerechnet und kam auf 0,5 bis 1%, allerdings weiß ich die verwendeten Prämissen nicht mehr.

    Das wäre aber schon interessant. Der Wert ist ja so alleine wenig aussagekräftig. Gilt er für die Umwandlung von Nektar zu Honig oder nur für den Zeitraum von Schleuder bis Glas?

    Und welchen Einfluss hat die Temperatur bei der chemischen Trocknung.

    Es geht ja hier um Lufttrockner, deren Wirkung wohl eher in den Bereich der Physik fallen dürften.


    Da nach der Honigverordnung höchstens 20 % Wasseranteil und 5 % Saccharose (ja, mit Ausnahmen) im Honig enthalten sein darf, ist ja nicht mehr soooo viel Spielraum für die chemische Honigtrocknung.

    Betrachtet man die starke Lüftungsaktivität der Bienen, wird wohl das meiste Wasser durch Verdunstung den Nektar/Honig verlassen.

  • Servus, hier meine Berechnung dazu:

    Ich rechne über die molare Masse von Gewicht auf die Teilchenmenge um, dann gehe ich davon aus, dass jedes Saccharose-Molekül in 1xFructose und 1xGlucose umgewandelt wird und dabei ein H2O Molekül gebunden wird. Dann rechne ich das Ganze wieder in Gewicht um und ermittle die neue Verteilung.


    Bei 20% Wasseranteil und 5% Saccharose ergibt sich lediglich eine Änderung von 0,26% in der Feuchte. Dieser Wert ist ca. 1/19 vom Saccharose-Prozentwert, was daran liegt, dass die Molare Masse von Zucker ca. 19mal so hoch ist wie die vom Wasser. Das Ganze ist linear zum Saccharose-Prozentwert und vom Anfangswassergehalt unabhängig. Man könnte nun noch höhere Zucker mit rein rechnen die dann wohl mehrere H2O Moleküle binden, aber extrem viel wird es wohl nicht ausmachen.


    Mol. Masse Verteilung Gewicht Mol. Menge Mol. Menge Gewicht Verteilung Diff
    Wasser 18,01528 g/mol 20,0% 200,0 g 11,102 mol 10,956 mol 197,4 g 19,74% -0,26%
    Saccharose 342,30 g/mol 5% 50,0 g 0,146 mol 0,000 mol 0,0 g 0,0%
    Fructose+Glucose 180,16 g/mol 72,0% 720,0 g 3,996 mol 4,289 mol 772,6 g 77,26%
    Sonstige 3,0% 30,0 g 30,0 g 3,0%
    Gesamt 100,0% 1000,0 g 1000,0 g



    Bei der von mir erwähnten 1:1 (50%) Zuckerlösung plus Invertin ergibt sich dann übrigens eine 52,6% Lösung, bei angenommener voller Invertierung.

  • Hallo zusammen, ich bin auf der Suche nach einen Luftentfeuchter, welcher die Luftfeuchtigkeit im ca. 25 m2 großen Schleuderraum auf unter 30% regulieren soll. Bei nahezu fast allen Angeboten finde ich keine Angabe, auf wieviel % Luftfeuchtigkeit das Gerät reguliert.

    Damit ich zum OP auch was beitrage:

    Ich habe mir den Comfee Luftentfeuchter MDDF-20DEN3 (ca.170 m3/h Luftleistung, 20L in 24h, Raumgröße ca. 100m³) gekauft. Der schafft in meinen 30m³ Kellerraum der ohne ihn gerne 70-75% hat bei Dauerbetrieb inkl. Turbofunktion (Gebläse läuft schneller) es runter auf 45%. Ohne Turbo eher nur auf 55%. Für deine Anforderungen würde ich die Kenndaten entsprechend hochskalieren. Du scheinst einen richtigen Bautrockner zu brauchen.


    Meiner hat auch die Möglichkeit das Kondenzwasser über einen Schlauanschluß ablaufen zu lassen, damit vermeidest du das Problem mit vollem Tank.

  • Die Wassermoleküle bleiben doch alle im Honig. Der Wasseranteil bleibt gleich, das einzige das sich verändert ist das Verhältnis zwischen gebundenem und freiem Wasser, d. h. die Wasseraktivität sinkt. Das ist aber der Normalfall bei der Invertierung von Saccharose und die findet nach meinem Kenntnisstand weitgehend im Bienenstock statt. Im geschleuderten Honig, der sich im Eimer befindet, ist diese Sache doch sehr weitgehend gelaufen.


    Beim Wassergehalt, der nach dem Brix-Wert bestimmt wird (Refraktometer), spielt auch das Verhältnis zwischen freiem und gebundenem Wasser keine Rolle.

    Gruß Bernd http://www.hommel-blechtechnik.de

    "Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel."

    (Bertrand Russel, englischer Philosoph und Mathematiker 1872 - 1970, Nobelpreis für Literatur 1950)

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