Luftentfeuchter

  • Der Trockner wird für den Schleuderraum offiziell empfohlen und je nach Schleuderraum ist er Bestandteil der giP.


    Mein Schleuderraum ist im Rest des Jahres unbenutzt und hat dann auch mal 70% rF. ich weiss nicht, ob ihr eure Räume putzt vorm Schleudern, aber ich habe danach 90% rF.

  • Ja nee, iss klar. Ich bin der Meinung, aber das kann auch nur meine Meinung sein, daß die Imkerei schon länger besteht. Früher, also ganz früher wurde Honig ohne Bautrockner erzeugt und da war die Frühtracht noch eine Aufbautracht und nicht das Hauptgeschäft. Aber gut, da hatte man ja auch noch Zeit zu warten bis der Honig von den Bienen getrocknet wurde. Und ja, ich weiß, nen Kaiser hatten wir da auch noch. Macht ruhig weiter so, reinigt Euren Schleuderraum mit dem Kärcher, erntet den Honig wenn er noch Nektar ist, heizt Euren Schleuderraum auf 30 Grad und läßt mehrere Bautrockner vierzehn Tage laufen. Und morgens zum Frühstücksfernsehen lassen wir uns berieseln von der Klimakrise. Ich gewöhn mich langsam dran.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Wolfgang wenn du hier in unserer Gegend wohnen würdest, würdest du dir das wahrscheinlich auch nochmals überlegen.

    Ist doch ganz einfach, kein Imker hat Schwärme, keine Verluste und Unmengen trockenen Honig. In ihrem Eifer das Trocknen zu verteufeln, machen sie keinen Unterschied mehr, ob Nektar von 50% oder Honig von 19 auf 16% runtergetrocknet wird. Alles schlecht was eventuell das Klima beeinträchtigen könnte. Ja ich bin schuldig, ich habe dieses Jahr, alles mit Waschsoda und heißen Wasser gereinigt. Das Wasser ist mit ausgepressten Dinosauriern erwärmt worden. Danach hat der Bautrockner wieder alles schön trocken gemacht. Ich hoffe mir bleibt das Aufforstungslager erspart. Das Argument mit früher ist spätestens mit der Varroa verschwunden.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

  • Ja nee, iss klar. Ich bin der Meinung, aber das kann auch nur meine Meinung sein, daß die Imkerei schon länger besteht. Früher, also ganz früher wurde Honig ohne Bautrockner erzeugt und da war die Frühtracht noch eine Aufbautracht und nicht das Hauptgeschäft. Aber gut, da hatte man ja auch noch Zeit zu warten bis der Honig von den Bienen getrocknet wurde. Und ja, ich weiß, nen Kaiser hatten wir da auch noch. Macht ruhig weiter so, reinigt Euren Schleuderraum mit dem Kärcher, erntet den Honig wenn er noch Nektar ist, heizt Euren Schleuderraum auf 30 Grad und läßt mehrere Bautrockner vierzehn Tage laufen. Und morgens zum Frühstücksfernsehen lassen wir uns berieseln von der Klimakrise. Ich gewöhn mich langsam dran.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Ganz früher hat man sich nach dem Pinkeln auch die Hände nicht gewaschen, den Korb mit Kuhdung eingerieben, bebrütete Waben geerntet und man hatte, wenn überhaupt, eine Weißblechschleuder. Früher war einfach alles besser.

  • Ah ja, die Varroa ist schuld, das kommt 👍.

    Nein, ich fahre auch Auto und ich esse Fleisch. Allerdings gibt es hier im Forum nicht nur Profis, sondern auch einige Hobbyimker, die es wegen dem Spaß machen, vielleicht mit etwas Welt retten im Hinterkopf. Das ist durchaus legitim. Der richtige Profi muß, trotz aller Probleme, damit Geld verdienen undzwar genug, was schwierig genug ist. Aber hier im Forum wird auch der Anfänger bombardiert mit diesen Unarten und hält es irgendwann für normal, ja für erstrebenswert. Liebe Hobbyimker, das ist es nicht. Jeder kann, wir sind ein freies Land, mit einen Mutantenpickup durch die Heide pflügen oder Schleuderräume in Labore für künstliches Klima verwandeln. Kann man machen, muß man aber nicht oder wie es ein großer Philosoph unserer Zeit sagt, gerade für die Hobbyimker: kann man machen, willste aber nicht.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Allerdings gibt es hier im Forum nicht nur Profis, sondern auch einige Hobbyimker, die es wegen dem Spaß machen,

    Genau so einer war bei mir, Refraktometer, Senkspindel usw leihen. Egal wie er gemessen hat, die 60kg hatten dicht an 20%. Nein trocknen macht er nicht, der Honig würde da gekocht. Als ihm dann das System erläutert wurde ist er dann mit dem Honig ins Siegerland. Hatte 60€ weniger und kam mit 55kg Honig wieder heim, der dann nur noch 16% hatte.

    Auch Hobbyimker sind traurig, wenn der Honig gährig wird, dann ist der Spaß auch vorbei.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

  • Bei der Honigreifung werden unter anderem mittels der von den Bienen zugesetzten Invertase Mehrfachzucker in Einfachzucker gespalten. Dabei wird jeweils ein Wassermolekül pro gespaltener Bindung verbraucht, also in die Zuckermoleküle mit eingebaut. Der Honig trocknet so tatsächlich auch nach. Ich hab das mal ausgerechnet und kam auf 0,5 bis 1%, allerdings weiß ich die verwendeten Prämissen nicht mehr. Die Invertierung findet auch bei Raumtemperatur statt, dafür braucht es keine Heizung. Ggf geht es etwas schneller, andererseits verträgt die Invertase keine Hitze.

    Ob verdeckelter Honig noch nachtrocknet, weil er Wasser an trockene Raumluft abgibt, dürfte eine Frage der Zeit und des effektiven Abtransports sein. Ich glaube nicht, dass so ein Wachsdeckel hermetisch dicht ist, aber er dürfte schon ziemlich gut abschließen. Umgekehrt zieht eine verdeckelte Wabe ja soo schnell auch keine Feuchtigkeit. Aber wenn zumindest alle offenen Zellen wirklich gut trocken sind, hilft das auch schon.

    Freut sich doch nicht auf's Büro. Das wäre zwar erholsamer, macht aber keinen Spaß.

    Nächstes Imkerforumstreffen am 3-5.2.2023 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda. :daumen:

  • lieber Markus

    ich habs schon mal angeregt, man könnte auch Bienen züchten, die trockene(n)(ren) Honig produzieren ;)

    Es ist möglich....... macht aber Arbeit

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Richtige Auslese und exaktes Verpaaren, ist das Ruder mit dem das Schiff auf Kurs gehalten wird.

    Paul Jungels

  • Ich könnte es auch anschaulich und verständlich herleiten und begründen

    Das wäre ja mal ganz was Neues.

    Was entstehen denn für Stoffe bei der chemischen Bindung des Wassers?

    Vielleicht meint Goupli ja folgendes:

    Wenn Zucker (Saccharose) von der Invertase (Enzym von der Biene) gespalten wird in

    Fruchtzucker (Fructose) und Traubenzucker (Glucose) wird ein Wassermolekül gebunden.

    Die beiden Teile werden bei der Saccharose durch ein O-Atom verbunden, dort wird es vom Enyzm aufgetrennt. Das H2O Molekül wird aufgetrennt. Ein H kommt auf das vorhandene O und schließt damit das Molekül ab. Das verbleibende HO bindet sich an die andere Bruchstelle.

    Bild gibt es u.a. unter https://www2.chemie.uni-erlang…enhydrate/saccharose.html


    Hierzu müsste aber noch Saccharose im Honig vorhanden sein, was bei einen reifen Honig kaum der Fall sein dürfte (Zulässige Grenze soviel ich weiß <=5%). Ein quasi reifer Honig der kurz vor dem Verdeckeln noch Wasser wegen schlechten Wetter gezogen hat fällt damit raus denk ich.

  • Bei der Honigreifung werden unter anderem mittels der von den Bienen zugesetzten Invertase Mehrfachzucker in Einfachzucker gespalten. Dabei wird jeweils ein Wassermolekül pro gespaltener Bindung verbraucht, also in die Zuckermoleküle mit eingebaut. Der Honig trocknet so tatsächlich auch nach. Ich hab das mal ausgerechnet und kam auf 0,5 bis 1%, [..]

    Die 0,5-1% kann ich bestätigen. Hab letztens eine 50% Zuckerlösung angerührt und dann gekauftes Invertin hinzugetan. Vorher und 24Std. Nachher mit einem Zuckerrefraktometer gemessen. War tatsächlich nur etwas mehr als 1%, also nun 51% Zuckerlösung. Und da wurde viel mehr Invertiert als es beim Restzucker (Saccharose) beim Honig ist.


    Ich hab dann mal nachgerechnet über die Moleküldichte von Zucker und Wasser und bin auf eine ähnliche Zahl gekommen. Muss nochmal meine Unterlagen her suchen für die genaue Zahl.

  • Danke erstmal für die vielen Antworten. Ich möchte darüber keine Grundsatzdiskussion empfachen, da beide Seiten im Recht sind bzw. es plausible Gründe gibt es zu nutzen oder halt nicht.


    Gibt es denn noch andere Empfehlungen für Luftentfeuchter???

  • Bienenköniggibmirhonig Lieber Wolfgang, der Bautrockner scheint Dir ja schon seit Monaten schlaflose Nächte zu bereiten. :) Wieso diese Aufregung? Ich bin ein kleiner Hobbyimker ohne Bautrockner, der allgemein auf einem tiefen technischen Niveau operiert, aber ich finde solche Hinweise auf Techniken in grösseren Imkereien immer sehr wertvoll, weil sie (zumindest mir) für viele Abläufe ganz neue Ansätze und Ideen eröffnen. Frei nach Kant wäge ich dann für mich selbst und meine bescheidenen Möglichkeiten ab, was ich umsetzen kann und was nicht. Meines Erachtens machen das die meisten so. Ich wäre erstaunt, wenn sich alle auf einen Hinweis vom Ralf hin sofort in den nächsten Baumarkt stürzen würden, um sich einen Bautrockner und hastenichtgesehen wasweissichnochalles zu kaufen. Also, entspann Dich! :)

  • Egal wie er gemessen hat, die 60kg hatten dicht an 20%. [...] Als ihm dann das System erläutert wurde ist er dann mit dem Honig ins Siegerland. Hatte 60€ weniger und kam mit 55kg Honig wieder heim, der dann nur noch 16% hatte.

    Also ich sehe da genau 5 Möglichkeiten:


    - Entweder stimmt etwas mit den Messungen nicht;
    - Prozentrechnung kann nicht jeder;
    - der Hobbyist wurde über den Tisch gezogen;
    - der Trockner frisst Honig


    oder aber ...

    ... Goupli hat doch Recht.