Brutbild, etc

  • Hallo Kollegen,


    ich habe ein paar Beobachtungen mit Völker die auf 4.9/5.1 zurückgeführt wurden. Als erstes habe ich bei diesjährigen Königinen oft "lückige" Brutnester entdeckt (wobei die Pflegebienen hier noch aus 5.7mm Zellen stammten), diese verbesserten sich jedoch mit der Zeit. Haben die "große" Bienen die Eier in den kleinen Zellen nicht gefütert ? Desweiteren habe ich öfters, in auf 4.9 mm etablierte Völker ohne Varroa Behandlung, geöfnete und Teilweise ausgefressene Bienen-Puppen gesehen, ich bilde mir ein dieses Verhalten früher bei den 5.7 Zellen/Bienen nicht beobachtet zu haben. Einbildung ?
    Frage: ist das Ideal Brutbild: geschlossen und Kompakt eigentlich noch aktuell ? ich erwarten Bienen mit hohe Hygiene und Putzverhalten. Bedeutet dies nicht daß man öfters bzw. Jahreszeitbedingt "lückige" Brutbilder zu erwarten hat, weil die Bienen alles was nicht ok. ausräumen?


    Besten Dank


    Dante

  • Hallo Dante,


    die von dir beschriebenen Effekte sind normal - bei den von dir beschriebenen Umständen. Die Lückigen Brutnester bei der Umstellung sind sog. Schrotschusswaben und bedingen sich in den von dir genannten Gründen. Die Jumbo-Bienen kommen zunächst einfach nicht hinein.


    Das geschlossene Brutnest stellt sich aber nach erfolgetem "Regressing" sofort wieder ein. Die Erscheinung der "baldheaded brood" oder "Glatzkopfbrut" liegt nicht am Gentransfer vom Züchter zur Biene (könnte bei mir schon passieren ). Beobachtet wird dieses Phänomen eben bei Völkern, die unbehandelt sind und hochbefallene Brut ausräumen (genügend Futter werden sie ja wohl gehabt haben?). Zu beobachten ist dies aber ausschließlich (!) auf kleinen Zellen und im Spätsommer.


    So nebenbei gefragt, stanken diese Völker auch aussergewöhnlich? Auch das wird beobachtet in solchen Stadien.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo Johannes,


    nein es ist nicht gleichbedeutend. Schrotschusswaben entstehen bei nicht angepasster Größe der Pflegebienen an die Zellgröße. Daraus folgt eine mangelhafte Versorgung oder sogar Nichtversorgung der Jüngstmaden mit anschließendem Ausräumen.


    Die Glatzkopfbrut ist ein Symptom der schon verdeckelten Brut. Die Zelle wird geöffnet und die Brut kurz vor dem Stadium der Pigmentierung der Augen ausgeräumt. Diesmal vermutlich wegen der Parasitierung, da ist man sich noch nicht ganz sicher, aber es tritt bei varroatoleranten Völkern im Spätsommer auf.


    @Dante
    Danke für das hübsche Bildchen!

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo, Reiner,


    also, das was Sabi(e)ne neulich mit "hygienische Bienen" meinte, oder? Wie sieht das Brutbild denn dann aus, ich meine, wie unterscheidet man es von der Schrotschußwabe?


    Grüße, Johannes

  • Hallo Reiner,


    Zitat

    Zu beobachten ist dies aber ausschließlich (!) auf kleinen Zellen und im Spätsommer.


    Ich wa mir nicht ganz sicher, dies nicht doch schon mal gesehen zu haben.


    Zitat

    Beobachtet wird dieses Phänomen eben bei Völkern, die unbehandelt sind und hochbefallene Brut ausräumen


    Sollte man in den Teilweise ausgeräumten Zelle Varroa Milben finden können ? ode haben die sich schon längst abgemacht ?


    Danke