"Verteufelte" Buckfast!

  • Hallo Xaver,


    dieser Beitrag steht schon seit ein paar Jahren auf der Homepage des Imkerbundes der Ösls. Dr. Mautz sagt zu diesen Aussagen Pechhackers: "Damit steht er ziemlich alleine da. Unsere Untersuchungen haben das nicht ergeben." Jeder, der die Buckfast wirklich unvoreingenommen prüft, weiss das diese polemischen Aussagen nicht stimmen. Auch Harald Singer, Vorsitzender der österreichischen Berufsimker weiss, dass die Buckfast nicht so ist wie von Dr. P. dargestellt. Darüber hinaus lade ich jeden gerne ein sich mal bei mir die Buckfast selber anzusehen. Imker aus Tirol haben das in diesem Jahr gemacht und Bauklötze gestaunt, dass "Kreuzungsbienen so brav sein können. Wo haben die das blos her?".


    Also mich tangiert diese Seite schon lange nicht mehr. Schade nur, dass es gezielte Desinformation ist.

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    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Reiner Schwarz schrieb:

    Imker aus Tirol haben das in diesem Jahr gemacht und Bauklötze gestaunt, dass "Kreuzungsbienen so brav sein können. Wo haben die das blos her?".
    Also mich tangiert diese Seite schon lange nicht mehr. Schade nur, dass es gezielte Desinformation ist.


    Hallo Reiner,


    es ist wirklich schade, dass ausgerechnet die Leute, die wirklich nicht mal wissen, wie eine Buckfast aussieht, am meisten darüber schimpfen. Ich bin letzte Woche auf unseren Wochenmarkt gegangen, wo einige Imker Honig verkaufen. Als sieh mich sahen, wurde ich schon mit den Worten empfangen" Mei der Buckfastimker", obwohl ich mit denen noch nie ein Wort darüber gewechselt habe. Dann musst ich mir ihre Klagen anhören, der eine musste 20 Völker "schlachten", weil in seiner Nähe einer mit Buckfast einige Jahre experimentiert hat. Erst neulich habe ich in Lampeitls Buch wieder gelesen, dass nie Stecher sich aus Buchfast und Carnica bilden, nur wenn alte Landrassen dabei sind, dann kann es passieren. Ich glaube nie und nimmer, dass diese Imker, falls ich diese so nennen möchte, überhaupt Carnis hatten, denn wenn, wie ich einige aus unseren Verein kenne, haben sie seit sie imkern und das ist z.T. seit Jahrzehnten immer über Schwärme vermehrt und nie eine Königin gekauft, könnte dies schon zutreffen. Ich konnte, wie ich es auch in meinem Film http://www.beediligence.de/neu/ geschildert habe, wirklich am eigenen Leib erfahren, dass das, was ich bisher über die Unterschiede von Buckfast und Carnica gelesen habe, genau zutrifft, aber ich bin auch ein Imker, der erst alles ausprobiert, bevor er sich ein Urteil bildet.

  • ...und die Erde ist eine flache Scheibe, um die sich die Sonne und die Planeten drehen, an dessen Rand man ins Nichts fällt. Schön, das dort wenigstens der Film: "Ein Mönch und seine Bienen" erwähnt wird. Der Film beginnt mit der Aussage von Bruder Adam: "So etwas wie die beste Biene gibt es nicht". Weiter werden die Autoren den Film wohl nicht angesehen haben. V.H.w. Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo zusammen,


    zeigt das doch wieder einmal mehr, wie neutral hier, und auch wo anders, Teile unserer Bienen-Wissenschaftler sind! Daß gerade ein Östereicher so rassistisch ist, dürfte aber eigentlich nicht neu sein! verzeiht mir den Ausrutscher!


    Grüße

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo!
    Das hat nichts mit Neutralität zu tun - es gibt einfach Gebiete wo es sich lohnt die dort vorhandene und immer noch "ursprüngliche" Biene zu schützen (ich meine damit keine bstimmte Rasse)
    Deinen "Ausrutscher" kannst du ja ausbessern Toyotafan........
    mfg
    Leonhard G.

  • Hallo zusammen, Hallo Leonard, da Du das Thema dorthin gelenkt hast, ohne direkt die Carnica anzusprechen, möchte ich gerne einige Fragen dazu stellen: Was ist am Aussehen der Carnica noch ursprünglich? Die braunen Ecken und Ringe haben die "Farbzüchter" schon weggezüchtet. Bruder Adam, der soviele verschiedene C-Stämme ausprobierte wie wohl kein zweiter Imker, vermisste die Verwendung von Wachs, den die Carnica statt Propolis einsetzte. Er hielt dieses für eine der wichtigsten Rasse-Eigenschaften der C. Zu den anderen, guten Eigenschaften, der C. : Sie kommen auch bei anderen Bienenstämmen vor, ohne ihre Schwarmfreudigkeit. Sorry, ich möchte hier nicht wieder zum X. Mal den Rassestreit hervorrufen. Aber ich fand den Einwand, unbedingt die C. in Östereich rein zu erhalten, (auch wenn nicht direkt angesprochen), bedarf einer Erwiderung. Ich bin für Toleranz in dieser Frage. Mir ist es egal, welche Bienen in der Umgebung gehalten werden. Aber dieses Thema haben wir schon ausdiskutiert. V.H.w. Lothar

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  • Hallo Imkerkollege,


    also braune Ecken bei der Carnica? Wann bitte gab es die einmal?
    Mich würde auch mal interessieren, was denn an dem Aussehen der heutigen Carnica nicht mehr ursrünglich sein soll. Für Hinweise bin ich sehr dankbar.
    Und "Farbzüchter" - finde ich diskriminierend.


    MfG
    Gerry

  • Jaja, das vergessen die Carnica-Züchter mittlerweile gern, daß auch die heilige Carnica :lol: früher gar nicht so selten braune Ecken hatte. Ich kann mich noch an meine Anfangszeiten in den 80ern in Celle erinnern; damals bezog ich die sogenannten 4fach-Hybriden aus dem dortigen Bieneninstitut. Eva Englert, mittlerweile verstorben, experimentierte damals mit verschiedenen Carnica-Linien. Es waren gute Bienen, die eben ab und an einmal auch - oh Schande :wink: braune Ecken aufwiesen.


    Aus der Fachliteratur ist es aber auch bekannt, daß manche Stämme der Carnica von Haus aus braune Ecken haben. Ich müßte etwas länger suchen, aber ich glaube, bei Ruttner steht es ausführlicher.


    MfG


    Klaus

  • Hallo Imkerkollegen,


    meine Carnicavölker fast alle einen minimalen Anteil an Bienen mit braunen Ecken. Sie sollten sich aber bei reiner Carnica auf den ersten Hinterleibsring beschränken.


    Ich freue mich immer wieder, wenn ich bei der Durchsicht eine solche Biene sehe.


    Im Zuchtbuch von Ruttner ist beschrieben, wie die Ecken maximal aussehen sollten.

    Mit freundlichem Imkergruss
    Dieter Luft

  • Hallo,


    ist ja schön das alle Carnicazüchter sich auf die "braunen Ecken" gestürzt haben. Mich würde intressieren, welcher Carnicazüchter hat noch eine Carnica die KEIN PROPOLIS verwendet, sondern anstatt Propolis Wachs verwendet? Dies war ja auch einmal ein Merkmal der reinen Carnica. Diesen Hinweis von Lothar habt ihr wohl gerne überlesen. :wink:


    Gruß
    Franz

  • Hallo Kollegen,


    der Hinweis auf das Buch von Ruttner hat mich veranlasst nachzulesen. Darin heißt es auf S. 102: ..."In vielen Fällen zeigt der zweite Ring lederbraune Ecken. Die sehr häufig kleinen Ecken, das sind kaum sichtbare Flankenzeichen, werden als 0 gewertet. Bei der Carnica können große Ecken zu einem braunen Ring 1 R zusammenfließen. Ein lederfarbener Ring wird nicht als Bastardzeichen bewertet; es sollen aber in einem Carnica-Volk nicht mehr als 5 % Bienen mit einem Ring vorkommen."...
    Ich denke, bei einem "Braun"-Anteil von weniger als 5 % sollte man dieses Merkmal nicht in den Vordergrund stellen, denn 95 % der Bienen dürfen ja noch nicht einmal die geringsten braunen Farbtöne haben, wenn der Rassestandard erfüllt werden soll.
    Übrigens habe ich dieses Merkmal nicht vergessen sondern kann ehrlichen Gewissens behaupten, dass mir in vielen Züchterjahren keine Arbeiterinnen mit braunem Anteil begegnet sind, sondern allenfalls welche mit gelben Ecken und schmalen Ringen.
    MfG
    Gerry

  • Hallo zusammen, vermissen wird die braunen (nicht gelben) Ecken bei der Carnica wohl keiner. Damit habe ich auch wirklich nicht gerechnet. Aber wenn als Rassemerkmal angeführt wird, das jede 25. bis 20. Arbeiterin solche haben sollte...Und wenn ich dann noch bei Golz lese, als Zitat eines nicht genannten Sklenarzüchters, das mit diesen Ecken auch die Dynamik der Biene verschwunden ist, fange ih schon an , diese zu vermissen. Farbzüchter meine ich nicht beleidigend. Ich hätte ja auch Cubital- oder Hantelindexzüchter schreiben können... Ich habe das nur erwähnt, weil Zucht nach Aussenmerkmalen leichter ist als Zucht nach Leistungsmerkmalen. Dieses Hochhalten der Aussenmerkmale sollte man mal auf andere Tiere übertragen. Von einem guten Jagdhund nicht nachzüchten zu dürfen, weil seine Fellfarbe nicht rassetypisch ist. Man würde bestenfalls mit einem mitleidigen Lächeln bedacht werden. V.H.w. Lothar

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  • Hallo Imkerkollegen,


    wie ich schon oben erwähnt habe, freue ich mich wenn ich so eine Carnica mit "braunen" Ecken sehe. Sie treten nicht gehäuft auf, aber ab und an ist mal eine dazwischen. Der Anteil liegt wohl unter der 5% Marke.


    Diese Ecken waren bei mir jahrelang nicht zu finden. In meinem Vereinsgebiet wird überwiegend mit Carnica geimkert.


    Erst seit ich ACA-Reinzuchtmaterial aus Österreich bezogen habe, zeigen sich diese Merkmale.


    Bevor ich jetzt eine endlose Diskussion über Vor- und Nachteile einzelner Bienenrassen neu entfache - mein erster Bewegrund für die Anschaffung der ACA war, daß ich in der Ur-Heimat dieser Biene (Kärnten) öfters Urlaub mache (http://www.carnica.at).


    Ich persönlich bin sowohl mit der Leistung, als auch der Sanftmut dieser Bienen sehr zufrieden.

    Mit freundlichem Imkergruss
    Dieter Luft