EILT !!! Hilfe, mein Ableger wird ausgeraubt - was tun???

  • Hallo Kollegen! Erstmals habe ich Räuberei am Stand. Als ich heute nachmittag meinen Kontrollgang machte stellte ich fest, daß unter meinem Ableger reichlich Wachskrümel lagen. Am Flugloch war erst mal nichts außergewöhnliches zu sehen. Ein kurzer Blick ins Volk offenbarte, daß die Waben fast auseinandergerissen / runtergefressen waren. Was mache ich jetzt - ab morgen muß ich ne Woche weg sein? Volk versetzen - weit außerhalb des Flugkreises, ja, Futter geben... Aber was mache ich am Stand, daß es nicht weiter geht? Ansonsten habe ich nur fünf etwa gleichstarke Altvölker. Bitte antwortet sofort!
    Markus

  • Markus schrieb:

    Hallo Kollegen! Erstmals habe ich Räuberei am Stand. Als ich heute nachmittag meinen Kontrollgang machte stellte ich fest, daß unter meinem Ableger reichlich Wachskrümel lagen. Am Flugloch war erst mal nichts außergewöhnliches zu sehen. Ein kurzer Blick ins Volk offenbarte, daß die Waben fast auseinandergerissen / runtergefressen waren. Was mache ich jetzt - ab morgen muß ich ne Woche weg sein? Volk versetzen - weit außerhalb des Flugkreises, ja, Futter geben... Aber was mache ich am Stand, daß es nicht weiter geht? Ansonsten habe ich nur fünf etwa gleichstarke Altvölker. Bitte antwortet sofort!
    Markus


    Hallo Markus,


    in der Tat solltest Du den Ableger außerhalb des Flugkreises versetzten. Dort das Flugloch -falls nicht bereits geschehen- stark verkleinern.


    Füttern mußt Du unbedingt, sonst verhungert Dir der Ableger. Falls Du mit Flüssigfutter arbeitest, solltest Du unbedingt darauf achten, daß Du nicht kleckerst. Sollten in der Nähe des neuen Standortes andere Völker stehen, dann könnte Futterteig eine gute Alternative sein.


    So am alten Stand keine weiteren Völker ausgeraubt werden, läßt Du am besten die anderen Beuten ganz in Ruhe, Du könntest höchstens die Fluglöcher verkleinern.


    Gelegentlich wird empfohlen, an die Stelle des Ablegers eine leere Beute zu stellen, damit die Räuber nicht an anderer Stelle suchen. Dies ist in Deutschland allerdings -offiziell jedenfalls- verboten; außerdem weiß ich nicht, ob es wirklich funktioniert.


    Grüße


    Ulrich

  • Hallo,
    ich hatte dieses Jahr meine Völker am Stand stark vermehrt durch Ablegerbildung und dadurch massiv mit Räuberei zu kämpfen. Ich habe bei allen Ablegern die Fluglöcher so stark eingeengt, daß gerade noch eine Biene soeben hindurch konnte ( bei offenen Gitterboden ). Dies hat in der Regel bereits nach ca. 1-2 Tagen dazu geführt, daß die Ableger in der Lage waren, sich gegen Eindringlinge zu wehrenund die Räuberei abklang. Nach und nach wurden die Fluglöcher dann geringfügig vergrößert. Mit dieser Methode, die natürlich nur mit täglicher Beobachtunh möglich ist, habe ich das alles sehr gut in den Griff bekommen. :)
    Bei Ablegern öffne ich aber grundsätzlich jetzt die Fluglöcher maximal zur Hälfte, solange bis sie stark genug sind, Räuberei abzuwehren. :P

  • Hallo zusammen.
    Ich entnehme Euren Texten, dass die Räuber andere Bienen sind.
    Bisher dachte ich immer, die rauben nur Honig. Aber Wachs ??
    Wirklich?
    Pedro

    In diesem Sinne. Pedro.
    (aus dem sonnigen Spanien)

  • Hallo Johannes
    Wegen der Tierseuchenverordnung sind leere offene Beuten verboten. Das heißt, generell verboten. :wink:

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Heintzelmann schrieb:

    Hallo zusammen.
    Ich entnehme Euren Texten, dass die Räuber andere Bienen sind.
    Bisher dachte ich immer, die rauben nur Honig. Aber Wachs ??
    Wirklich?
    Pedro


    Die Bienen rauben kein Wachs, die Wachreste unter dem Ableger stammen von den Waben. Die Räuber sind sehr in Eile und beißen die Waben einfach ab um einfacher an den Honig zu kommen.


    Gruß Siegfried

  • Hallo zusammen,


    ich hatte heuer ebenfalls drei Ableger am Stand, prompt ist bei einem eine Räuberei ausgebrochen. Die Bienen kamen von einem anderen Stand. Ich habe daraufhin den Ableger außerhalb des Flugkreises verstellt. Der Erfolg war, dass die Räuber sich den nächsten Ableger vorgenommen haben.
    Das Probelm ist, dass ein beraubtes Bienenfolk für die Räuber letztendlich nichts anderes als eine ausgiebige Trachtquelle darstellt.
    Wird der Stock verstellt, ist die Tracht auf einen Schlag beendet. Das widerspricht allerdings den natürlichen Bedingungen wo eine Tracht langsam ausklingt und irgendwann unergiebig wird. Die Räuber, die meistens in großen Scharen ankommen und mit einer Fortsetzung der Tracht rechnen, suchen am Stand solange herum, bis sie das nächste Volk gefunden haben das sich nicht wehren kann - die Räuberei geht weiter !
    Um den Räubern eine ausklingende Tracht vorzutäuschen muß am Platz des verstellten Ablegers eine Beute mit einer Wabe aufgestellt werden. In dieser Wabe sollen nur ganz geringe Honigreste vorhanden sein. Diese werden von den Räubern abtransportiert und für die Bienen geht die Tracht zu Ende - mit dem Erfolg dass immer weniger Räuber die leere Beute anfliegen und die Räuberei relativ rasch beendet wird.
    Selbstverständlich ist bei allen anderen Völkern das Flugloch stark einzuengen damit dieses auch verteidigt werden kann.
    Das Verbot, leere Beuten aufzustellen würde ich in diesem Fall nicht so eng sehen, die Beute wird ja nach 3 - 4 Tagen, sobald die Räuber abgezogen sind, wieder verschlossen.


    Gruß Siegfried

  • Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Da hatte ich gegen Ende August einen ausgeräuberten Ableger. Danke für die Tips. Leider war es schon zu spät. Der Kasten war ausgeplündert. Sogar die Brut war ausgeräumt worden. Nun habe ich vor zwei Tagen alle Völker kurz auf Brut überprüft. Und was finde ich in dem benachbarten Bienenkasten (vom ausgeplünderten Volk) - die Königin des ausgeplünderten Volkes aber weder Eier noch Brut. Dabei hatte ich das betreffende Volk gerade drei Wochen vorher neu beweiselt und die neue Königin hatte auch schon ein Brutnest angelegt. Kann es wirklich sein (es muß ja so sein), daß in der Unordnung der Räuberei die Königin mit rüber in ein anderes Volk gekommen ist. Rüberlaufen ist nur schwer möglich, da die Völker aufgebockt und genau bündig mit der Kante stehen. Na gut, wenn sei balanciert - o.k. Wäre mir lieb, wenn ihr mir mit Eurer Erfahrung helfen könntet, ob das geschehen kann. Warum legt die Königin jetzt nicht: Schock? Was soll ich tun? Schleunigst noch einmal umweiseln? Oder abwarten?
    Danke - Euer Markus