Honigwabenentnahme einige Tage vor der Ernte

  • Hallo,

    warum wird empfohlen die Honigwaben erst am Morgen des Schleuderns zu entnehmen. Gibt es weitere Nachteile neben der Gefahr des Wasserziehens und einer größeren Menge an in den Waben zurückbleibendem Honig?

  • Am frühen Morgen um diese Jahreszeit um:

    1. Bamboule am Standort, gefolgt von Räuberei zu vermeiden,

    2. Die Nacht zum Trocknen und nicht den Tag zum Schmelzen nutzen.

    3. Räuberei im Schleuderraum durch längere Lagerung zu vermeiden.

    Für die Profis gilt das Alles nicht und für Alle die Morgens keine Zeit oder keine Lust haben oder früh nicht aus dem Bett kommen bzw. lieber Morgenmagazin gucken wollen oder Olympiaübertragung.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Ergänzend:

    Wenn du morgens die Fluchten einlegst, haben die Damen den zuletzt am Vortag eingetragenen Honig schon ein wenig getrocknet. Sie können dann aber durch die Flucht keinen neuen, feuchten Honig mehr einlagern. Deswegen macht es auch Sinn, falls es sich ergibt, diese Aktion nach einigen Tagen ohne Eintrag zu starten. Speziell bei Massentrachten. Dann besteht eine bessere Chance auf trockenen Honig.

    Ca. 24h nach einlegen der Fluchten sind die Zargen dann mehr oder weniger Bienenfrei, und können wiederum am Morgen abgeholt werden.

    Je nach Jahreszeit sollten die auch nicht zu lange auf den Völkern bleiben, weil ohne Bienen keine Kühlung. Mir ist schonmal ein leerer Honigram "weggeschmolzen", den ich über dem Innendeckel vergessen habe. Die Masse des Honigs sollte das zwar puffern, allerdings wenn nicht, hast du die größte Räubei seit Menschen Gedenken am Stand.

  • Kommt auf den Honig an. Raps wird Dir fix in den Waben fest, Robinie geht auch nach drei Wochen problemlos. Bienendicht gelagert. Ich lasse die Waben gerne gut geheizt und mit Trockner ein paar Tage stehen. Aber es kommt dabei wie geschrieben sehr auf den Honig an.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • durch das Abfluchten und Lagern kühlt sich der Honig ab- wird zäher- und zieht Wasser aus der Luft. Es wird also nicht einfacher.

    Besser die Waben kommen zu Hause in einen warmen, trockenen Raum- unter 50% Luftfeuchte bei 25-35°C - und offene Flächen können auch noch Wasser abgeben.

    Wir stellen in den Schleuderraum ein Trocknungsgerät, damit sich die transportierten Zargen wieder über Nacht klimatisieren.

  • durch das Abfluchten und Lagern kühlt sich der Honig ab- wird zäher- und zieht Wasser aus der Luft. Es wird also nicht einfacher.

    Besser die Waben kommen zu Hause in einen warmen, trockenen Raum- unter 50% Luftfeuchte bei 25-35°C - und offene Flächen können auch noch Wasser abgeben.

    Wir stellen in den Schleuderraum ein Trocknungsgerät, damit sich die transportierten Zargen wieder über Nacht klimatisieren.

    So mache ich das auch um Arbeitsspitzen zu entzerren, allerdings presse ich auch und es ist alles im sehr kleinen Rahmen. Jetzt stehen z.B. immer noch die paar abgeräumten Honigräume von mir und meiner Imkerfreundin hier im vorher komplett ausgeräumten, geputzten und auf dem Boden mit Zeitung abgeklebtem Raum rum bis eine von uns Zeit findet, sich darum zu kümmern. Raum abgesperrt und Schlüsselloch abgeklebt! Da wir beide mit unseren Kindern und dem Schulanfang parallel zur Imkereiarbeitsspitze ernten - füttern - behandeln gerade viel am Hals haben, hilft das immens. Wirklich wichtig ist dabei der groß dimensionierte Raumluftentfeuchter, der hält sowohl trocken, als auch auf Temperatur. Meine Freundin hat es bei der Frühtracht ohne versucht und ihr schöner 16,5% Honig hatte dann im Glas 19%. Deshalb haben wir uns für die Spättracht jetzt zusammengeschlossen. Dann rentiert sich auch der laufende Trockner eher.

    Anfängerin 2019, Ökotante, Warré-Beuten, in dieser Saison „klassische Magazinbetriebsweise“ im Naturbau, aktuell 8 Völker

  • Ich hatte verarbeitete Waben mehrere Wochen in der Wohnung stehen, da waren dann Wachsmotten drin. Sehr eklig. Zum Glück war der Honig schon raus und es nicht viele.

  • Ich hatte verarbeitete Waben mehrere Wochen in der Wohnung stehen, da waren dann Wachsmotten drin. Sehr eklig. Zum Glück war der Honig schon raus und es nicht viele.

    Danke für die Warnung, ich schiebe die Honigräume in der Prio mal etwas weiter hoch.

    Anfängerin 2019, Ökotante, Warré-Beuten, in dieser Saison „klassische Magazinbetriebsweise“ im Naturbau, aktuell 8 Völker