stichiges Volk mir Durchfall und andere Fragen eines blutigen Anfängers

  • Und zu den Methoden gänzlich ohne AS, egal ob TBE oder Bannwaben oder Käfigen gehört ein bisschen Erfahrung. Sonst geht der Schuss nach hinten los, für die Bienen und den Imker.

    TBE/TUB

    Ja man muss sich informieren.

    Ja es kostet Zeit.

    ABER
    Nein, es ist keine Raketenwissenschaft.

    Nein man muss nicht mehrere Jahr imkern:

    Nein, man braucht keinen Meistertitel.


    Habe in meinem ersten Jahr die erste TBE gemacht und hat wunderbar funktioniert. Sogar die Nachgeschaffte Königin hat lange funktioniert.

    Es gibt viele gute Anleitungen wie es geht.


    AS ist übrigens immer mein Plan B, wenn die TBE nicht wirkt oder sonst was schief geht funktioniert der Nassenheider auch noch Ende August.

  • Schön, wenn es für Dich geklappt hat.

    Aber es scheint doch auch Leute zu geben, die es nicht mal aus dem Handgelenk schütteln und schlichtweg überfordert sind. Die Fragen im Nachsorge Thread sprechen dafür. Nur die Spitze des Eisbergs.

    Plan B braucht man bei einer korrekt durchgeführten TBE auch nicht. ;)

    Ein Standardverfahren wie AS 60% im Nassenheider Pro, ist für einen Anfänger sicher nicht die schlechteste Variante.

  • Rainfarn du hast recht, AS per Nassenheider ist für alle Anfänger und Vollprofis gleichermaßen einfach. Man kann nur wenige Fehler machen. Im unserem Verein empfehle ich jedem. Anfänger damit zu arbeiten.

    Ich bin kein Biologe oder Wissenschaftler, ich kann euch nur von meinen Erfahrungen berichten.


    Imker, Vermehrer und Selektierer.


    12er Dadant nach Bruder Adam

    Restbestand Seegeberger aus der Anfangszeit

  • Was Ulrich schreibt stimmt voll und ganz. AS ist ein Tanz auf der Rasierklinge. Du musst die Verdunstungskonzentration erreichen, so dass die Milben sterben, aber die Bienen überleben. Ein bisschen mehr und die Bienen sterben, ein bisschen weniger und die Milben überleben.


    Rainfarn du hast recht, AS per Nassenheider ist für alle Anfänger und Vollprofis gleichermaßen einfach. Man kann nur wenige Fehler machen. Im unserem Verein empfehle ich jedem. Anfänger damit zu arbeiten.

    Hm....

    Das scheint mir irgendwie auch widersprüchlich.

    Tanz auf der Rasierklinge vs man kann nur wenige Fehler machen.....


    TBE nach einem guten Kochrezept geht eigentlich gut.

    Beim Verdunster nach Anleitung eigentlich ja auch. Aber mit "nicht Standard" Beuten wirds ja schon spannend für den Anfänger welchen Docht er nehmen soll.

  • Ist der Nassenheiser Prof wetterunabhängig? Bzw wie lang muss der drauf bleiben?

    Der Nassenheider hat eine größere Temperaturspanne im Vergleich zum Liebig.

    Die Verdunstungsmenge wird durch einen Docht gesteuert, die AS tropft dann der auf eine überdimensionierte Verdunstungsfläche. Der Docht liegt in 3 Größen für unterschiedliche Beuten bei.

    Ich glaube es sollte unter 30° habe und die Tageshöchsttemperatur muss 10° erreichen. Aber schau mal in die Anleitung!!!

    Dauer und damit Gesamtmenge ist je nach Behandlung (Sommer / Spätsommer) unterschiedlich.

  • es sind bei jedem Verfahren Randbedingungen zu beachten.

    TBE ohne gute Pollenversorgung geht auch daneben.


    Wenn Anfänger mit "Nicht Standard"-Beuten anfangen- muß er umrechnen. Ist die Kiste nicht volumenbegrenzbar oder nicht auf besetzte Waben eingrenzbar- funktioniert AS sowieso schlecht. wessen Problem ist das?

    Wenn ich AS nehme, kommt es auf das Schwammtuch =Handgranate nach Henry.


    PS: bei ebay-Kleinanzeigen gibt es die Easybeebox bereits, als auch Angebote mit angepassten Völkerpreise

  • Also ganz ehrlich,

    nur das man Anfänger ist, heißt das ja nicht dass man generell dumm ist.


    Ich hab mich zu den alternativen Methoden so gut informiert und belesen, wie das nur möglich war und mich für diesen Moment bewusst dagegen entschieden.


    Es ist mir einfach nur unbegreiflich, warum es zu einem Standartverfahren wie der AS Behandlung keine präzisen und fundierten Angaben gibt, die einfach nur Säuremengen und Beutenvolumen ins Verhältnis setzten.

    Gäbe es einfach nur eine Angabe von X ml AS 60% pro dm³ Beutenvolumen, wäre es so einfach.

    Stattdessen macht es jeder anders und die Angaben sind nun wirklich alles andere als präzise.


    Und naja nicht-Standartbeute - wer mal ins Elsass/ Lothringen fährt, wird dort nicht viel anderes als Dadant Blatt 10er sehen. Und ich wohne eben unmittelbar daneben.

    (leider haben die Franzosen dort überhaupt keine Ahnung von der Varroabehandlung wie sie in Deutschland zulässig wäre....)

  • Ich finde den Nassenheider ist in Standardbeuten gut händelbar. Man muss halt die Durchlaufmenge des Dochtes die ersten 2 - 3 Tage täglich kontrollieren, da nicht jeder Docht gleich viel durchlässt. Das ist bekannt und von jedem Erwachsenen machbar!

    Das kann auch der kleine Docht bei zweizargig Zander sein, muss man halt einfach schauen. Wenn man mal weiß, DIESER Docht verdunstet das und das, kann man sich darauf auch verlassen (so war es zumindest bei mir bis jetzt immer)

    Ich achte auf die richtige Durchlaufmenge und etwas Abstand zur Brut und hatte noch keine Bienenschäden.

    Falls bis zum Oberträger gebrütet wird, kann man ja ein Stück Holz o. ä. auf die Oberträger stellen, und darauf den Nassenheider.

  • (leider haben die Franzosen dort überhaupt keine Ahnung von der Varroabehandlung wie sie in Deutschland zulässig wäre....)

    Wie machen die das denn üblicherweise?

    Amitraz (die meisten), verdampfen von Ox und auch Ameisensäure.


    Hatte mich vor Jahren mal mit einem Nebenerwerbsimker aus Metz unterhalten.


    Grüße Christoph

    Ich bin kein Biologe oder Wissenschaftler, ich kann euch nur von meinen Erfahrungen berichten.


    Imker, Vermehrer und Selektierer.


    12er Dadant nach Bruder Adam

    Restbestand Seegeberger aus der Anfangszeit

  • (leider haben die Franzosen dort überhaupt keine Ahnung von der Varroabehandlung wie sie in Deutschland zulässig wäre....)

    Wie machen die das denn üblicherweise?


    Die Aussage des Kollegen ist für mich nicht nachvollziehbar. Ist ja nicht so, dass wir hier in Deutschland da federführend unterwegs wären, nur weil wir uns ein paar mehr Institute leisten.
    Die Tierarzneimittelliste ist etwas länger und die Sublimation ist zugelassen. Auszug aus dem französischen Varroa Guide.

    Réglementation
    En France, actuellement, seuls les médicaments de lutte contre le varroa sont
    autorisés en apiculture.
    En date du mois de juin 2021, treize spécialités (médicaments) ont une AMM pour les
    abeilles : ApiBioxal®, Apiguard®, Apilife Var®, Apistan®, Apitraz®, Apivar®, Bayvarol®, Formic
    Pro®, MAQS®, Oxybee®, Polyvar Yellow®, Thymovar
    ®, VarroMed®
    (par ordre alphabétique).


    Die Methoden ohne oder mit geringem Einsatz von Medikamenten sind ebenfalls bekannt. Oberbegriff

    Méthodes des Lutte Biotechniques.

    Ansonsten macht jeder französische Imker, dass was er für richtig hält. Genau wie hier ;)

  • Amitraz und Verdampfen, das kann ich bestätigen. Der Franzose an sich tickt doch etwas anders. Nur weil dort auch andere Methoden empfohlen werden, heißt das nicht, dass man sich die Mühe macht diese anzuwenden.


    Zur richtigen Menge beim Nassenheider und dass das jeder erwachsene Mensch initiativ hin bekommt:

    In der Anleitung hat man die Angabe 18ml für einzargig Zander und DNM.

    Für Dadant sind es dann 25ml. Bloß mit dem Problem, dass ein 12er Dadant mit angepassten Brustraum erheblich mehr Luftvolumen hat als ein 10er Dadant mit vollem Brustraum.

    Wenn der richtige Säuredampfgehalt ach so wichtig ist, müsste man dann schon irgendwelche Größen haben, mit denen man den zu erwarten Partialdruck AS abschätzen kann. Einfache Physik.

    Aber bei der Imkerei geht es immer nur um Erfahrungswerte und das finde ich als Einsteiger persönlich schwierig.