Fragen zum Einfüttern: 1 Segeberger BR + 1/2HR

  • Hallo!


    Ich wollte dieses Jahr mit einem 0,5er HR auffüttern und hab Fragen dazu. Es gab hier im Forum auch mal eine Diskussion dazu, aber ich finde den Faden nicht.


    Konkret gehts mir um folgendes:

    Legt man über den Winter ein ASG zwischen BR und HR? Oder füttert man mit ASG ein, und nimmt es dann weg?


    Falls ohne ASG: Wann ist ein guter Zeitpunkt, den HR im Folgejahr unterzusetzen? Ich will nicht, dass die Kö dort stiftet. Und wann setzt man den wieder nach oben?


    Da ich jetzt mit der Ernte auch eine TBE machen will, würde ich zunächst ohne den HR die Mittelwände und ca 10kg Futter geben, damit sie diese ausbauen, und dann mit dem 1/2er HR auf Zielgewicht einfüttern, oder kann ich den HR schon sofort aufsetzen?


    Wie ist das dann im Frühjahr: Ich habe an jedem Stand Raps, daher würde ich dazu tendieren, auch diesen HR zu schleudern, damit mir der Raps nicht hart wird in den Zellen. Wie kann ich verhindern, dass in den Waben noch restliches Futter drin ist? Reicht untersetzen, damit sie das alles in den BR tragen? Muss ich die Waben anritzen?


    Vielen Dank!

  • Das hatten wir doch schon mehrfach. Deine Idee, den HR erst nach dem Neuausbau des BR aufzusetzen, ist gut. Ende Oktober, wenn fast nichts mehr fliegt, setzt Du den HR unter, ASG weg. Im Frühjahr entfernst Du den HR; die Waben sollten dann leer sein. Die Waben kannst Du einschmelzen.


    Ich habe das letzten Winter bei einem von mir nur mitbetreuten Zandervolk probiert. Dieses Volk hat die Vorräte kaum angetastet. Also haben wir den nach wie vor fast vollen HR als eiserne Notreserve wieder aufgesetzt und nicht mehr angerührt. War dieses Jahr Gold wert. Zwischen dem BR und dieser eisernen Reserve hat das Volk fast als einziges überhaupt einigen Honig eingetragen. War leider nicht mein Volk … ;)

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Hallo PaBa,


    ich arbeite seit vielen Jahren mit dem System 1DNM Brutraum + 0,5 HR zur Überwinterung.

    Bei den Altvölkern, die ein funktionierendes Brutnest haben und jetzt in der Rückwärtsentwicklung sind, nehme ich das ASG direkt nach der letzten Honigentnahme und dem ersten Fütterungsstoß raus, da diese Völker ihr Brutnest nicht mehr ausdehnen und somit nicht in die unbebrüteten Waben des Honigraums stiften.

    Bei einer TBE muss das ASG natürlich erstmal noch drinnen bleiben, da sich das Brutnest ja dann in der Aufwärtsentwicklung befindet.

    In deinem Fall würde ich abwägen wie groß das Volk ist, ob ich den HR erstmal nicht aufsetze und den Bienen nur den BR zur Verfügung stelle, um sie zügiger bauen zu lassen. Denn wenn das Volk zu groß für eine DNM-Zarge ist, treiben sie ein Teil der Bienen ab.


    Untergesetzt werden bei mir die halben Honigräume im Oktober, dabei nehme ich noch etwaige leere Waben aus dem HR raus und setze die Waben auf Abstand, dann tragen die Bienen das Futter besser nach oben und die Durchlüftung ist besser, daher hat man weniger Probleme mit Schimmel.


    Im Frühjahr, meist Ende März/ Anfang April, wandert der Honigraum wieder nach oben über ein ASG, die Waben die noch Futterreste enthalten, werden entnommen, oder hinters Schied in den BR gepackt, um sie leer schlecken zu lassen, so lange der HR oben noch nicht besetzt ist braucht man keine Sorge haben, dass dorthin Futter umgetragen wird.

    Wenn dann die erste größere Tracht startet, kommt natürlich das Futter raus.


    Grüße aus dem nördlichen Brandenburg...

    "Ihr müsst mich nicht mit Widerspruch verwirren, sobald man spricht, beginnt man schon zu irren"

    - Goethe -