Gras/Gründach als Minitracht

  • Guten Morgen zusammen!


    Super Sache, diese Gründächer. Und schön.

    Eine Frage (okay, es sind de facto mehrere geworden :wink:), gerade weil ich (noch?) kein begrüntes Dach besitze:

    Wie sieht es bei derlei Anlagen mit dem kurz-, mittel- und längerfristigen Arbeits- bzw. Pflegeaufwand aus? Wie ist der einzuschätzen? Sind begrünte Dächer eher oder sogar weniger sturmanfällig? Also der Aufwuchs, nicht die Unterkonstruktion. Gibt es erfahrungsbedingt empfehlenswerte Quellen für Anbieter der dafür nötigen Unterbaugeschichte bzw. der erforderlichen Materialien?


    Schöne Grüße

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • also Bernhard... ehrlich?
    Wenn ein Gründach bei einem meiner Projekte nach einem Jahr nur so aussehen würde, würde ich ne Mangelanzeige schreiben und ne Nachsaat einfordern.
    Eigentlich sollte die Bepflanung um einiges flächiger sein, meine ich.
    Hast du da ne Kombination aus Sprossen und Saatgut ausgebracht?

    "Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel."

  • Ist das Dach intensiv oder extensiv begrünt?

    Ab dem Spätjahr wohne ich in einer Dachwohnung (Flachdach) und habe die Möglichkeit mich um die Bepflanzung zu kümmern.

    Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt:"Das ist technisch unmöglich!"

    Sir Peter Ustinov

  • Guten Morgen,

    scheinbar kennen sich hier ja Leute mit Gründächern aus.

    Ich möchte gerne das Dach meines Gartenhauses begrünen. Gibt es zu wurzelfester Bitumenbahn oder EPDM Folien noch Alternativen, um das Durchwurzeln zu verhindern?

  • Schön das soviele Interesse haben, das freut mich.

    Das Dach hier ist extensiv begrünt, bei intensiv ist meist Rasen, Pflaster bzw. größeren Pflanzen dabei. Intensiv ist mit Gartenaufbau vergleichbar.

    Der Pflegeaufwand variiert ein bischen mit der Lage, Substratwahl( Auftragsdicke und Wasserspeichermatten) und dem Wetter. Man sollte ein bis zweimal im Jahr kontrollieren, ob größere Pflanzen wachsen, bis sich der Bewuchs eingestellt hat, dann reicht meist einmal im Jahr.

    Hier in diesem Fall wurden FPO-Bahnen von der Firma Bauder verwendet. Diese Bahnen werden auch ohne Abdeckung als "Dachabdichtung" verwendet, meist in der Industrie.

    Da ist die Dachbegrünung "schmückendes Beiwerk". Die Dachbegrünung auf der Dachabdichtung schützt die Dachbahn noch besser vor Witterungseinflüssen und speichert einiges an Niederschlag bzw. verzögert die Einleitung in die Kanalisation.

    Hier ein Link zum Hersteller, da findet man auch noch mehr über Temperaturmilderung und Wasserrückhaltung: https://www.bauder.de/de/gruendach.html


    BaarImker: Da hast Du recht, wenn man Geld dafür zahlt, könnte es noch schöner sein. Dies ist mein eigenes Hausdach und da sind nur die Pflanzen draufgekommen, die ich aus dem alten Garten mitgenommen habe. Also kostete die Bepflanzung null Euro.

    Also quasi eine Bepflanzung mit Flachballenstauden, aber leider nicht die ca.15 Stück pro Quadratmeter, wie üblich, sondern nur das was der alte Garten hergab. ;)

  • Guten Morgen,


    gerade ist mein Gründachpaket light von Bauder gekommen. Dabei ist ein Gutschein für Flachballenstauden.

    Natürlich muss ich erstmal den Dachaufbau machen, würde aber trotzdem schon mal gerne wissen, wie man am besten pflanzt. Ist es besser bzw. schöner die Pflanzen in einem gleichmäßigen Abstand/Raster zu setzen oder sollte man lieber Gruppen mit gleichen Pflanzen machen und dazwischen Bereiche freilassen?

  • Ist es besser bzw. schöner die Pflanzen in einem gleichmäßigen Abstand/Raster zu setzen oder sollte man lieber Gruppen mit gleichen Pflanzen machen und dazwischen Bereiche freilassen?

    Letztere Vorgehensweise wird in der Gartengestaltung bevorzugt. Die ästhetische Wirkung

    ist ungleich höher, wenn das Auge des Betrachters auf Anziehungspunkte gelenkt wird.

    Scheint bei den Insekten, denen man ja etwas bieten will, genauso zu sein ;).

    Flüsse trinken ihr eigenes Wasser nicht. Bäume essen ihre eigenen Früchte nicht. Wolken verschlingen ihren eigenen Regen nicht. Was Große Wesen haben ist immer zum Wohle anderer. Indisches Sprichwort

  • Letztere Vorgehensweise wird in der Gartengestaltung bevorzugt. Die ästhetische Wirkung

    ist ungleich höher, wenn das Auge des Betrachters auf Anziehungspunkte gelenkt wird.

    Scheint bei den Insekten, denen man ja etwas bieten will, genauso zu sein ;).

    Hat letztendlich auch den Vorteil, dass beim Ausbreiten der Pflanzen mehrere zusammengewachsene homogene Flächen entstehen anstatt ein durcheinanderwachsen der verschiedenen Pflanzen (was die Pflege deutlich aufwändiger gestaltet. Wenn bei uns im Garten die Fetthennen anfangen um den Lavendel zu wachsen ist das immer ein Gefummel. Daher wurden die auf Abstand umgesetzt ;)