Hohe Milbenlast - Natürlich Milbenfall 300 !!!

  • Du hattest doch gute Denkansätze. Warum folgst du denen nicht?

    Nach der Brutpause sind alle in den drei Wochen frei gewordenen Milben in die ersten neu bestifteten Zellen gekrochen. Die werden jetzt schlagartig wieder frei.

    Die Parasitierung der nun entnomenen Brut dürfte erheblich unter den momentanen Zahlen liegen. 6 von 10 Wochen keine schlüpfenden Bienen ist schon ne Nummer für so ein Bienenvolk.

    Aber da jetzt eh eine Behandlung ansteht, ist die OXS in jedem Fall der richtige Schritt.

    Bei mir wäre die Brut allerdings nicht raus gekommen.

  • Mehrfachparasitierung tritt sehr oft nach Brutpausen auf. Wenn jemanden 300 Milben pro Tag fallen, dann sind das meistens keine lebenden Milben mehr sondern eher welche, die tot sind.

    Wenn über 4 /5 Tage 300 Milben pro Tag fallen ist das Volk geschätzt mit ca. 2000 bis 2500 Milben 1500 Totenfall +1000 Überlebende befallen.

    Solche Völker fand ich seit 3 Jahren meiner Milbenernte noch nie, die mit soviel Milben klar kommen würden.


    Da ich im Moment sehr viel Milben in Völkern suche "VarroaBuster", kann ich bei mir sagen, ein Winter unbehandeltes Volk hatte jetzt brutfrei komplett ca 600 Milben (ausgesiebt), ein Exsammelbrutableger mit Brut hingegen 60 bis 100 Milben.

    Normale Völker komplett gesiebt geben kaum mehr als 150 Milben her, ein Sammelbrutableger brutfrei mit 20xDD Brutwaben winterbehandelt ca 1000 Milben.


    Also wer da vorher 3000 Milben in seinem Volk hatte, da ist irgendetwas vorher nicht so richtig gelaufen.

    Aber bei den Bienen gibt es nichts, was es nicht gibt.


    Völker mit varroasensitiven Verhalten lassen wie schon gesagt keine 300 Milben fallen, da das schwellwertabhängig eher ein laufender Ausräumprozess ist, die Milben aber meist nicht getötete werden.

    Milben "ausräumen" heißt, Zellen öffnen, Milben krabbeln teilweise raus, werden in ihrer Reproduktion gestört, weil evt. das Männchen abstirbt oder die Milbe komplett ihren Vermehrungszyklus unterbricht und sich erst wieder neu einnisten muss..

    Irgendwann sind solche ständig gestörten Milben einfach auch alterstot und fallen runter.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Irgendwann sind solche ständig gestörten Milben einfach auch alterstot und fallen runter.

    Über die Lebensdauer von Varroen wurde hier schon einmal kurz, knackig und sehr fundiert diskutiert:

  • Als Ursache würde ich wie gesagt den im September untergesetzten Honigraum vermuten. Das Volk hatte deutlich mehr davon als die anderen Versuchsvölker im Frühjahr umgesetzt. Es wird vermutlich duchgebrütet und so die Winterbehandlung erfolglos werden lassen haben.


    Milbenfall 2.5 Tage nach OX liegt mittlerweile bei 2100 Milben.

  • Ich setze im Herbst auch HR unter, das allein ist es nicht.


    Wau so ein Volk(er) hätte ich(wir) gebraucht, das würde mir(uns) eine Menge Arbeit beim MIlbenernten ersparen.

    Ich sollte mir in diesem Jahr mehr Gedanken um eine erfolgreiche Milbenvermehrung machen, aber man traut sich ja nie so richtig.


    Vielleicht hab ich auch die falschen Völker oder gefährlichere Viren.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Als Ursache würde ich wie gesagt den im September untergesetzten Honigraum vermuten. Das Volk hatte deutlich mehr davon als die anderen Versuchsvölker im Frühjahr umgesetzt. Es wird vermutlich duchgebrütet und so die Winterbehandlung erfolglos werden lassen haben.


    Milbenfall 2.5 Tage nach OX liegt mittlerweile bei 2100 Milben.

    Moin Wes,


    ich denke, du verwechselt da Ursache mit Wirkung. Die Varroalast wird schon zur Einwinterung entsprechend hoch gewesen sein. Die Ursache liegt im letzten Jahr. Der untergesetzte Honigraum hat es dann dem Volk ermöglicht den Verlust der Bienenmasse durch verstärkten Bruteinschlag auszugleichen. Dadurch dann der erhöhte Futterverbrauch gegenüber den anderen Völkern. Auch ich setze einen vollen HR zum Herbst unter. Unterschiede in der Varroalast konnte ich im Vergleich mit anderen Völkern nicht feststellen. Ich habe eher das Problem, dass meine extra ohne Behandlung geführten Milbenlieferanten momentan noch
    nicht liefern können. Aber das ist wohl ein Luxusproblem. ;) Im September sind sie dann alle wieder da die kleinen Schmarotzer.


    Viele Grüße

    Ron

  • Das Volk hat auf 8 Wabengassen überwintert Es war durchweg auch im Winter eines meiner stärksten Völker. Hatte nie den Eindruck das es nicht genug Winterbienen haben könnte und deshalb noch brütet… aber meine Aufzeichnung deuten auf durchbrüten hin….

  • Das Volk hat auf 8 Wabengassen überwintert Es war durchweg auch im Winter eines meiner stärksten Völker. Hatte nie den Eindruck das es nicht genug Winterbienen haben könnte und deshalb noch brütet…

    Es ist banal, trifft aber zu: Die stärksten Völker beherbergen die meisten Milben.

    Habe auch einige solcher Kandidaten, die letztes Jahr als Ableger gebildet wurden und stark über den Winter gingen. Diese hatten trotz Behandlungen einen relativ hohen Milbenbefall. Den haben sie jetzt noch (schon Milben auf deren Drohnen gesehen sowie Bienen mit deformierten Flügeln). TBE wird helfen - die Milben "schenke" ich den Kollegen, die so verzweifelt danach suchen...

  • Varroa geschädigte Bienen sind kurzlebiger und anfällig für Krankheiten. Bis zu einem gewissen Punkt, schaffen es die Bienen dagegen anzubrüten. Erstmal bleibt dann optisch die Bienenmasse recht konstant. Wird der Punkt überschritten, erfolgt der Zusammenbruch in sehr kurzer Zeit.