"Honig" von der Biogasanlage

  • Ackerbohnen könnens nicht sein.

    Allerdings sind die Leitpollen (>45%) vom Faulbaum (Rhamnus frangula).

    Begleitpollen keine.

    Einzelpollen (<15%) Rosengewächse, Klee, Ahorn.

    Mittlere Mengen von Honigtauelementen.

    Nach meiner Recherche ist Honig vom Faulbaum recht selten.

    Ich hab auch die Hoffnung dass sich die Dame vertan hat aber wenn jemand Tag für Tag Honige probiert wird sie schon einen Grund haben den Verdacht zu haben.

  • Hab mir gestern die zwei Biogasanlagen anschaut. Konnte aber niemanden persönlich antreffen.

    Die eine hat nur ein Fahrsilo mit Maissilage.

    Die andere hat mehrere Fahrsilos mit Maissilage und Grassilage. Dazu zwei kleine Haufen mit hellem Material, weiß aber nicht welches. Etwas schwarzes "Sickerwasser" tritt aus einzelnen Fahrsilos aus. Allerdings habe ich keine Biene irgendwo sehen können und es war Flugwetter. Hätte mich auch etwas gewundert weil seit Ende Juni nur noch heller Nektar/Honig in den Honigräumen ankommt.

  • Das helle Material ist in der Regel Getreideschrot. Auch das dunkle Sickerwasser taugt nicht als Bienen-"Futter". Im ersten Moment hab ich auch an Melasse gedacht. Aber Melasse ist bei Biogasbetrieben nicht im Standardsortiment.

  • Nach meiner Recherche ist Honig vom Faulbaum recht selten.

    Das kann ich nicht bestätigen.

    Ackerbohnen könnens nicht sein.

    Warum nicht?


    Die Biogasanlage dürfte nichts abgeben, was für Bienen interessant sein könnte. Zumindest nicht zum Einlagern im Honigraum. Also kann es nicht von der Anlage selber kommen. Allenfalls die Stoffe für die Biogasanlage. Aber da sehe ich auch nicht so wirklich etwas, was in Frage käme. Außerdem könnte man es dann spezifischer zuordnen.

    Ob man das mit dem Zuckerspektrum erheblich besser eingrenzen kann...?

    Warten wir es ab.

  • Nach meiner Recherche ist Honig vom Faulbaum recht selten.

    Das kann ich nicht bestätigen.

    Ackerbohnen könnens nicht sein.

    Warum nicht?

    Dann täusch ich mich vielleicht.


    Wir hatten hier vor zwei Jahren einiges an Ackerbohnen und dessen Pollen konnten auch in der damaligen Analyse festgestellt werden. In diesem Jahr hab ich keine Ackerbohnen gesehen und es stand auch nichts davon in der Analyse.

  • ...Prüfbefund für den Honig den ich Mitte Juni geschleudert habe. ...

    War der „Honig“/die Plörre verdeckelt?

    Habt ihr eine Kompostierungsanlage in der Nähe?

    Bleibt spannend, bis das Analyseergebis da ist.

    Jo die geernteten Honigräume waren nahezu komplett verdeckelt. Die belassenen vlt zu nem viertel verdeckelt.


    Ne Kompostierungsanlage ist keine in der Nähe. Hauptsächlich Wald und Feld, die zwei Biogasanlagen und einige Landwirte.

    In ca. 2,5 km Entfernung ist eine Molkerei.

  • Bei uns ist Faulbaum eine nicht unerhebliche Tracht. Hat seinen eigenen Geschmack, aber auch seine Freunde.

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Hallo zusammen,


    Der Prüfbefund vom DIB ist da.


    Der Honig ist einwandfrei. Gemäß den geprüften Kriterien liegen keine Anhaltspunkte für den Eintrag honigfremder Bestandteile seitens der Bienen vor. Er entstammt überwiegend der Honigtautracht. Nektaranteile sind nur geringfügig vertreten.

    Geruch & Geschmack sind honigtypisch, malzig & schwach fruchtig.


    Ich weiß nicht worans gelegen hat dass bei der ersten Analyse ein dermaßen schlechtes Ergebnis rausgekommen ist... aber Fehler können nunmal überall passieren.

    Jetzt bin ich heillfroh dass ich jede Menge erstklassigen Honig habe :saint:


    Großes Dankeschön an rase und Herrn Ellmann vom DIB !!!

  • Die ham doch sowas gesagt wie „riecht komisch, is‘ vielleicht kein Honig“, mehr war da nicht. Das mit der Biogasanlage war danach spekuliert