Schwarm unter dem Dach

  • Moin. Ich brauche mal eure Hilfe.

    Bin gestern zu einem Bekannten, um den obigen Schwarm einzuschlagen. Der saß außen wie auf Bild eins auf etwa sechs Wabengassen Wildbau mit Stiften, Pollen und Nektar.

    Also schön nass, Bienen abgefegt, Waben gebrochen, alles in ne Kiste, runter vom Dach und in eine Beute eingeschlagen.

    Bienen in der Beute happy, entspannt und schön am Sterzeln.

    Zwei Stunden später, Bienen noch in der Beute aber es sammelt sich ne neue Traube am Dach. Also wieder hoch, Wasser, Kiste, einlogieren.

    Als es dann da bienenarm war, da oben festgestellt.. Ein Spalt mit Silikon zwischen Schornstein und Dach. Dort ziehen die Bienen rein, auch mit Pollen. Wahrscheinlich auch ein Brutnest drin. Von innen voll verkleidet, nur Zugang übers Dach.

    Heute dann Bild zwei mit beginnender Bautätigkeit in der Traube.


    Hat da jemand von euch Erfahrung oder Tipps?

  • Vielleicht haben sie sich ja ein Domizil gesucht, das zu klein ist und bauen jetzt auf der "Terrasse".

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Endlich mal ein Fall, in dem man den Wohlgemuth-Käfig ausprobieren könnte, ggf. in 2 Schritten: Arbeitsbienenbestand ausdünnen mit Trichterreuse und Königin mit Konkurrentin im Wohlgemuthkäfig zum Zweikampf herauslocken (#4):

    Bitte berichten.

  • Hallo Rudy such mal nach Trommelschwarm. Das könntest du versuchen. An sonsten ist es meistens mit mehr kosten verbunden den Schwarm rauszubauen. Von der Thermik her erledigt sich die Sachen wahrscheinlich über den Winter von selbst. Dann sollte aber im Frühjahr unbedingt das Loch bienendicht verschlossen werden, weil sonst der nächste Schwarm drinsitzt. Passt auf euch auf, dass keiner von der Leiter fällt!

  • ...ich würde so vorgehen:

    alle Bienen die erreichbar sind abfegen in eine Kiste einschlagen, eine Futterwabe hinzfügen, die Kiste aber vorne zumachen und einzwei Tage warten. Dann diese Bienenmasse einem Volk zugeben, einlaufen lassen. Sollte aber 2-3 Km außerhalb des Flugkreises sein.

    Oder falls möglich, die Waben dort abschneiden und in die neue Kiste / Rähmchen einhängen. Stifte werden die Waben ja bereits haben und die abgefegten Bienen könnten sich eine neu KÖ ziehen. In beiden Fällen sollte die Beute außerhalb des Flugkreises aufgestellt werden.

    Warum:

    das Volk wird sich über den Winter eh nicht halten und würde langsam sterben. So aber besteht die Möglichkeit die eingeschlagenen Bienen zu 'retten'. Ob sich das von der Arbeit her lohnt muß Du selbst einschätzen.

    Jonas

  • Trap Out

    Ablegerkiste mit offener Brutwabe mit Schlauch und Schleuse vor das Flugloch ankleben, da wird die Mannschaft drin ausgedünnt.

    Doppelkäfig oder auch nur großer Käfig mit alter Königin kann die andere Weisel auch nach vorn durch die Schleuse locken.

    Auf jeden Fall viel Risiko und Zeitaufwand, danach hängt man Lockbeuten auf, um die Wiederholung solcher Aktionen zu vermeiden.


  • Bei Beitrag #8 mal lesen

    Die Bevorzugung lokaler Produkte ist weder Nationalismus, noch Faschismus, noch Protektionismus, sondern ist nur ein Symptom von Intelligenz und Umweltverträglichkeit.

  • Moin. Kleines Update von heute.

    Tatsächlich die Königin in der Beute gefunden. Der Rest des Volkes trug heute auch keinen Pollen mehr ein. Schwache Bautätigkeit. Habe heute den Rest abgekehrt. Unter den Ziegeln fand sich nur ne handvoll Bienen, keine Waben, keine Brut und am Schornstein hängt nach dem abkehren nur noch ne handvoll Bienen. Alles Safe soweit. Danke für eure kreativen Tipps.