Welches Begattungskästchen? - Erfahrungen mit Mini-Bivo oder Swibi?

  • Hallo zusammen,

    für die nächste Saison möchte ich mir gern bereits jetzt einen Schwung Begattungskästchen zulegen. Gehandhabt habe ich bisher nur EWK (Kauf von Königinnen bei einem Vereinskollegen und Umwohnen/Verstärken auf Standmaß). Die fand ich unmöglich (keine Wabengasse(n), gruselige Handhabung).

    Die Gebrauchsbelegstelle der Wahl ist hinsichtlich des Begattungskästchens erstaunlich kulant, es wären sogar Mini+ möglich, wenn oben Folie aufliegt. Die sind allerdings schon wieder recht groß, was den Transport und uU auch das Umwohnen aufwändiger macht.

    Ich hatte zunächst an Apidea gedacht, bin dann aber über die "Mini-Bivo"-Kästchen gestolpert, offenbar eine Eigenentwicklung von Bienen Voigt. Die würden mit 13cm Höhe nicht nur neben die Waben in einem sparsam bestückten Brutraum (wie die höheren Kästchen incl. Apidea), sondern beim 12er Dadant-System sogar auf die Brutraumwaben passen, wenn man eine Honigzarge (ohne Rähmchen...) aufsetzt. Preislich wären sie auch nicht unattraktiv.

    Hat jemand mit den Mini-Bivo Erfahrungen?

    Wie sieht es mit den dänischen Swibi-Kästchen von Swienty aus? In den Honigraum des 12er Dadant-Systems passen die mit 160cm Höhe schon nicht mehr, sind aber deutlich günstiger, als die Apidea-Angebote, die ich fand.

    Schöne Grüße

    Waldi

  • Waldi

    Hat den Titel des Themas von „Welches Begattungskästchen? - Erfahrungen mit Mini-Bivo?“ zu „Welches Begattungskästchen? - Erfahrungen mit Mini-Bivo oder Swibi?“ geändert.
  • Ich würde nur noch mehr Begattungskästen von Apidea nehmen, weil das extrudierte Material der anderen zu weich ist.


    Dann lieber irgendwo bei einer 50+ Bestellung bei Geller für ca 18€ mit anhängen.

    So Kästchen im Bereich 10-12€ kaufe ich nicht mehr.

    Kannst gerne ca. 32 der Apidea Alternativen von mir haben.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Eine Ergänzung habe ich noch. Sind Begattungskästchen zu klein und zu leicht, können sie einfach bei steifer Briese weggeweht werden. Ich habe schon einige offene Kästchen mit herumliegenden Deckeln auf Belegstellen gesehen. Darum klebe ich meine mit durchsichtigem Klebeband einmal mit einer Wicklung zu.

    Das schützt in zweierlei Hinsicht, einmal vor neugierigen Blicken und andermal vor "Abfallen" des Deckels.

    Eine Futterbevorratung sollte im Bereich bis 3 Wochen möglich sein, denn es braucht bei sehr junger Königin Zeit bis sie ausfliegt und dann sind evt. 2 Wochen shit Wetter.und der Belegstellendurchgang wird auf 3 Wochen erweitert.

    Sind die Einheiten zu Hause, werden sie auch nicht sofort verarbeitet.


    Auch wenn man es nicht wahr haben will, alles so auf knappe Kante genäht , bezahlt man im nachhinein doppelt und dreifach, einmal mit sofortigen Königinnenverlusten, schlechten Begattungsergebnissen und später durch Umweiselung oft auch schon direkt auf der Belegstelle.


    Meine Erfahrung sagt, je mehr Bienenmasse in einer Einheit ist um so stabiler ist das Ergebnis. 50 Bienen können Einheiten halt nicht ordentlich klimatisieren, denn selten sind die Aufstellbedingungen auf den Belegstellen optimal schattig und ohne Wind.

    Meist stehen die in der vollen Sonne mitten in der Pampa. Wenn das Raumvolumen und die notwendige Bienenmasse oft nicht der limitierende Faktor wäre, dann sind für mich die MP dafür Ideal.


    Man hätte im Idealfall nur MP und sein Standmaß, fertig aus. Hätte hätte Fahrradkette .....


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Mahlzeit Bernd,


    vielen Dank erstmal! Da hast Du allerdings recht: wer billig kauft... .

    Neben dem Preis fand ich von dem Mini-Bivo die Abmessungen ganz interessant, nachdem ich einen alten Beitrag vom Drohn fand, der auf Celler Pütscher schwor, weil die von der Höhe her angeblich in eine (Dadant-)Honigzarge passen (um die Königin aus dem Begattungskasten in eine Beute zu bekommen).

    Ich habe gestern aber noch die aktuellen Videos vom Ralf Kolbe zum Apidea gesehen und der deutet an, dass er sich Zargen gebaut hat, die auf seine normalen Beuten passen und in denen er die Apidearähmchen einsetzen und auslaufen lassen kann. Vielleicht macht er dazu ja noch ein Video. Jedenfalls war ich in dieser Hinsicht noch unsicher, wie es gehen kann.

    Aber dann werden es ein paar Apideas. Vielleicht finde ich ja noch jemanden im Verein, der sich beteiligt. :thumbup:

  • Nachdem ich einen alten Beitrag vom Drohn fand, der auf Celler Pütscher schwor, weil die von der Höhe her angeblich in eine (Dadant-)Honigzarge passen (um die Königin aus dem Begattungskasten in eine Beute zu bekommen).

    Die Klindworther passen wunderbar in Minis, dann passen die auch in Dadant.

    7990-klindworther-in-miniplus-umgesetzt

  • Waldi ich habe eine Folie mit Ausschnitt Größe MP und stelle das Mini ohne Boden und Deckel (da ist Folie) drauf auf den DD Brutraum in einer DD-HR Zarge.

    Den Deckel drehe ich, das der Teil wo sonst die Isolierung drauf ist nach innen zeigt und fertig bin ich damit.

    So bleiben die ungenutzten Räume halbwegs bienenleer.

    Und sollte ein HR nicht reichen, nehm ich ein 2.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Die Klindworther passen wunderbar ... auch in Dadant.

    Sind aber, nach dem was ich gesehen habe (nur ein Video auf yt), da die Waben ja unter dem Deckel hängen, nicht auf Drohnenfreiheit zu kontrollieren, ohne sie zu öffnen. Ich denke daher, dass man damit selbst auf kulanten Belegstellen Probleme bekommen dürfte. Schade, denn die könnte man wirklich gut selbst bauen.

  • Hallo, ich bin bin den Segeberger auf die MPlus umgestiegen.

    Warum ? Die Königin wird in ein bewohntes Volk hineingebohren, bei den Kielern, die erst nur über Kunstschwarm.

    Im Herbst hat man immer den Ärger mit den weisellosen Begattungskästchen, bei MPlus steckt man die einfach zusammen und macht überwinterungsfähige Einheiten daraus.

    Die Königin kann auch mal was länger im M+ wohnen, ohen dass gleich Schwarmgedanken kommen.


    Was soll denn die Folie bei den MPlus verhindern ? Begattungskästchen dürfen doch sowieso nicht auf der Belegstelle geöffnet werden ?


    Bis bald

    Marcus

  • mach keinen Mist :P:saint:

    Die kleinen Dinger sind voller Tücken. (gell Bernd?)

    Nimm Minis (aufgeteilt in 2 drei Waben Einheiten (in Holz) oder bleib bei wenig Bedarf gleich beim Standmaß.

    2 er Minis sind günstiger (rechne!) bequemer und nehmen zum Belegstellenbesuch tatsächlich weniger Platz wech als Apideas, den Bienen Queens ergehts au besser darin ;)

    Lieber Waldi, wie kannst du nur diese Frage stellen.....

    Chips und Cola.....

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Marcus Göbel verhindern das Auffliegen von Bienen bei kurzer Kontrolle der Anzahl an belegten Wabengassen und dem damit verbundenen Klimaverlust. Erschütterung der Beute mit Bienen Unmut wird minimiert, weil Deckel nicht mit Wachsbrücke angeklebt wird.


    Das sind meine Facts pro Folie.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Args Dieter, ich bin weg von Doppeleinheiten bei den 6er Zargen.

    Zu viel Teile, zu viel Tücken und extreme Sorgfalt beim erstellen macht es etwas schwieriger im Betrieb, wenn es nicht nur um 2/3 Beuten geht.

    Später im Betrieb muss man immer auch auf die anderen Segmente Obacht geben und hat nicht die Freiheiten eines Solokästchen.

    Selbst meine 2er MP Böden für die 6er MP Zarge ist grenzwertig.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Die Klindworther passen wunderbar ... auch in Dadant.

    Sind aber, nach dem was ich gesehen habe (nur ein Video auf yt), da die Waben ja unter dem Deckel hängen, nicht auf Drohnenfreiheit zu kontrollieren, ohne sie zu öffnen. Ich denke daher, dass man damit selbst auf kulanten Belegstellen Probleme bekommen dürfte. Schade, denn die könnte man wirklich gut selbst bauen.

    Es ist doch relativ einfach eine Fluglochscheibe ans Klindworther zu schrauben oder innen vors Flugloch ein Drohnegitter zu tackern. Das kann man dann auch von außen kontrollieren.

  • Also ich habe vorallem kieler Begattungskästen, bin aber nicht so zufrieden. Beim befüllen der Kästchen kommt es immer vor, dass Bienen zwischen den Holzträgern und Folie festklemmen, manchmal wenn die Folie nicht mehr richtig sitzt verirren sich Bienen zwischen Deckel und Folie und sind dort gefangen. Die liegen dann Tod oben auf, wenn man die Kästen von der Belegstelle holt. Dazu kommt noch das leidige Bienensieben. Habe dieses Jahr mal Königinnen im Mini plus standbegattet, das war eigentlich ne saubere Sache. Man muss halt zeitlich gut arbeiten, wenn man Weiselzellen zusetzen will (bei der Zweitschlupfzelle wurde die Hälfte abgemurkst) und für Belegstellen würde ich auch versuchen zwei Einheiten pro Kästchen zu entwickeln. Mit den Minis kann man noch super Ableger machen denke ich. In den Kieler Begattungskästen ist die Legeleistung schon stark eingeschränkt. Weiß nur nicht wie das mit den Drohnen abläuft, wenn man mit den minis auf die Belegstellen will. Klarer Vorteil beim ewk, du siehst sofort ob die Königin noch lebt oder eventuell doch abgetötet wurde. Dann kannst du dir die Belegstellengebühr gleich sparen.

  • Kästchen kommt es immer vor, dass Bienen zwischen den Holzträgern und Folie festklemmen, manchmal wenn die Folie nicht mehr richtig sitzt verirren sich Bienen zwischen Deckel und Folie und sind dort gefangen.

    Das lässt sich leicht beheben, indem man die Folie am Deckel festtackert oder klebt.

    Ich schätze an den Kielern, dass sie relativ groß sind

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)