TBE mit umweiseln und Völkervermehrung

  • Amape

    Ich möchte den Großteil der Ansitzenden Bienen eigentlich den Völkern belassen, in die Brutscheunen kommen auch Bienen von den Waben mit ca 1/3 der Ansitzenden Bienen.

    Die Königin muss ich ja eine externe zugeben, deswegen die Frage, ob im Ausfresskäfig oder nicht, will ja Völker verjüngen.

    Du würdest dann zusätzlich zur bevorstehenden TBE, die Völker einer Blockbehandlung unterziehen, bei Sublimation hält sich der Schaden in Grenzen?!

    Das ist auch eine gute Idee, hatte ich auch so vor ursprünglich, aber musste leider etwas umplanen. Werde ich nächstes Jahr aber so machen! Zwei Fragen dazu, die so erstellten Völker müssen den Stand verlassen, wegen dem Rückflug von Flugbienen und anschließend Räuberei?! Verschlechtert sich nicht die Annahme der Königin, wenn ich unten offene Brut habe?!

    Bei deinen Überlegungen habe ich es für ein ähnliches Ziel schon so gemacht:

    TBE bei den Völkern mit Entnahme der Königin. Stattdessen eine neue (in meinem Fall allerdings begattet) zum Ausfressen mit reingehängt. Mindestens eine ausgebaute Wabe hatten sie dabei mit Futteranteil drauf, sonst noch zusätzlich Mittelwände oder zumindest "breite Anfangsstreifen" bis zum ersten oder zweiten Draht. Sobald sie nach wenigen Tagen da einigermaßen sitzen und sich verteilen können, einmal mit OS behandelt, ehe sich Milben in der Brut davor verstecken können. Dann können sie alle neu angelegte Brut behalten und sind trotzdem milbenarm.

    Mit den entnommenen Waben und den erhaltenswerten alten Königinnen habe ich Brutscheunen gemacht. Dabei habe ich etwa Brut aus drei Völkern für eine Brutscheune verwendet und wenig aufsitzende Bienen mitgenommen. Dafür je eine Brutwabe mit viel offener Brut von der Königin samt dieser und den Pflegebienen als Fangwabe rein. Trotzdem habe ich die Brutscheunen immer dann, wenn wieder ein großer Teil geschlüpft war eine Behandlung mit OS unterzogen, da ich davon ausgehe, dass eine Fangwabe bei so viel Brut nicht reicht, selbst wenn man diese zweimal oder dreimal entnimmt und einschmilzt. Da waren beim Öffnen fast alle Brut-Zellen mehrfach befallen. So haben sie dann die Chance im Herbst mit dem Pollen von dem was noch blüht eine einigermaßen gesunde Winterbienenbrut aufzuziehen. Trotzdem schrumpfen diese Völker ganz schön, weil eben viele Bienen aus der vorherigen Brut nicht so langlebig sind, aber sie bauen noch mit aus, lagern Futter ein und ziehen langlebige Bienen nach, ehe sie abgehen.

    Zusätzlich habe ich oft noch vermehrt, indem ich beim Schleudern von mindestens 3 Völkern jeweils einen Honigraum einen Tag bei mir im Gartenschuppen (halbwegs kühl und dunkel) über Bienenflucht einer gekäfigten (zum freifressen vorbereiteten) Königin mit einer Wabe, Mittelwänden und einer Futtertasche über Bienenflucht aufgesetzt habe. Am nächsten Tag die Honigräume runter und schleudern, nach zwei weiteren Tagen die Bienen abends aufstellen, bis dahin im Schuppen gelassen und je nach Futterschätzung dünn gefüttert. Nach dem Aufstellen einmal mit OS behandelt ehe Brut verdeckelt wird. Dann (wie auch die aus der TBE) immer dünn gefüttert, dass sie schön ausbauen und wenn sie genug Platz haben mit dem Aufüttern begonnen. Das gibt fürs Frühjahr immer Traumvölker auf neuen Waben. Wenn ein Volk vorher 3 Honigräume hatte, macht es nix, wenn du einen davon abzweigst, um ihn auf diese Weise zu nutzen.

    Zur Sicherheit habe ich überzählige (alte) Königinnen teilweise mit etwas Volk im Mini+ geparkt falls ich im Herbst noch irgendwo eine brauche, weil was schief geht. Wenn ich umweisele, habe ich aber einen Grund und dann will ich diese Königin bis dahin wirklich nur als Notnagel behalten. Die wird dann auch nicht überwintert, wenn ich sie doch nicht brauche, sondern das Volk aufgelöst.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Auch wenn Augsburg nicht weit weg liegt, sind meine Bedingungen am Ammersee trotzdem etwas abweichend. Wir haben gerade im Herbst doch einen größeren Einfluss durch den See und das verhinderte manchen Nachtfrost, den man in Augsburg schon abbekommt. An meinem Standort habe ich Wald, sumpfige Wiesen und große alte Gärten, sowie die Greening-Flächen eines befreundeten Landwirts mit eigenen Bienen. Ich habe also bis zum Frost im November/Dezember an Flugtagen Chancen auf Nektar und vor allem Pollen. Ich versuche entsprechend bis Anfang September auch nur einen Teil aufzufüttern, weil die Bienen oft selbst noch viel eintragen. Ich füttere mit Waage-Kontrolle (nach der TBE "Leergewicht" notieren) und dann entsprechend füttern. Mein Zielgewicht peile ich nach Wetterverlauf somit teilweise auch sehr spät an.

    Dank Föhntagen im Winter können meine Bienen auch immer mal wieder einzelne Stunden bis im Dezember fliegen und ab Ende Januar meist schon wieder. Abkoten ist somit kein Problem, wenn doch mal zu viel Mineralstoffe im Honig sind.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

    Einmal editiert, zuletzt von Amape ()

  • Vielen Dank für die vielen Infos dazu!

    Hattest du, als du die Königinnen rausgenommen hast aus dem Wirtschaftsvolk und neue begattete Königinnen rein gesetzt, 2h Weiselunruhe abgewartet oder einfach direkt im Ausfresskäfig?

    Ich habe ja vor die Bienen komplett auf durchgehende Mittel-Wände zu setzen, dann schaffen die den Ausbau ganz gut und immer dünn füttern.

    Hier in diesem Thread wird ja auch ein solches umweisel Verfahren, als sicher betrachtet oder übersehe ich etwas?

  • Ich habe die alte Königin gesucht, mit den Brutwaben entnommen und schöne Waben ohne Brut und Eier als Starthilfe am Rand gelassen und mit Mittelwänden oder Teilwänden aufgefüllt. Die Waben hatte ich beim Entnehmen immer abgeschüttelt. Die neue Königin habe ich dann im Käfig auf die Oberträger gelegt. Einmal sah der Empfang unfreundlich aus, da habe ich dann gewartet. Sobald sich die Lage beruhigt hatte (und ich die Brutscheunen fertig hatte) aufgemacht und gesehen wie sie auf den Käfig reagieren. Da hingen dann immer ganz viele dran und waren genervt, wenn ich den zum Lasche öffnen raushab. Dann hab ich alle dann zum freipressen zwischen zwei Oberträger geklemmt und Futter gegeben. Wenn sie nicht heimlich selbst zeichnen, haben sie die Königinnen behalten :)

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  • Hallo ihr Lieben,


    Ich hätte mal die Frage, wenn ich eine TBE mache und nach 10 Tagen die Nachschaffungszellen breche, wann muss ich eine begattete Kö einweiseln? Ich kann ja kaum warten bis die Brutsammler Ox besprüht werden nach 21 Tagen oder?

    Grüße Grete

  • Kö' separat ein kleines BN anlegen lassen, z. B. mit HR-Bienen und dann mit BW und Bienen mittig in den Brutsammler setzen. Vorher evt. WZ entfernen.

    Anerkennen, was ist ! (Hellinger)

    Einmal editiert, zuletzt von beemax ()

  • Kö' separat ein kleines BN anlegen lassen, z. B. mit HR-Bienen und dann mit BW und Bienen mittig in den Brutsammler setzen. Vorher evt. WZ entfernen.

    Hallo beemax,

    danke für deine Antwort, kannst du mir noch sagen wann? Nach 9 oder10 Tagen Zellen brechen dann sind sie ja hoffnungslos weisellos muss sie dann rein oder geht das nach dem Ox sprühen nach 21 Tagen wenn alle Brut durch ist?

    Grete