Frage an die Wanderimker

  • Die Problematik der Seuchenfreiheitsbescheinigung ist da schon noch etwas anderes. Ich denke, dass da zuviel Aufhebens darum gemacht wird. AFB wäre bei mir schon lange kein Thema mehr in der Tierseuchen Verordnung. Was da für ein Aufwand betrieben wird steht in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Tragweite der AFB. Ich würde das den Imker selbst regeln lassen.


    Fettung von mir.
    Ich behaupte, auch ohne jegliche Datengrundlage, dass so manche Imker das auch unter sich regeln und bei Anzeichen/Verdacht selbst sanieren mit dem Imkerkumpel.
    Doch die Anzahl deren denen ich die frühzeitige Diagnostik und erfolgreiche Sanierung zutraue, steht in keinem Verhältnis zur Zahl der Imker die ich kenne.
    Damit die Imker das unter sich selbst regeln, wie bei der Varroa, müsste die Sanierung gängige Schulungspraxis sein. Ich fürchte aber in dem Falle würden wir eher eine Antibiotikaanwendung erleben, als eine gängige Sanierungspraxis.

    Die Varroaverluste zeigen ja, dass bei Diagnostik und Behandlung von Bienenkrankheiten noch Luft nach oben ist. Und wenn es schon nicht mit der Varroa klappt, dann muss man es doch auch nicht noch an der Faulbrut ausprobieren.


    Vielleicht ist die aktuelle Tragweite der AFB so gering, weil so viel Aufwand betrieben wird?

    So sehe ich es auch, auch wenn ich gleichzeitig sehe, dass so manches Mal auch über das Ziel hinausgeschossen wird.

  • Würde bei mir einer mit 200 Völkern aufschlagen, würde ich am Rad drehen. Es ist Einfach zuviel des Guten. Tracht hin Tracht her. Das ist ja schon wie im Ami Land. Tut mir echt leid, das man mit denen nicht vernünftig kommunizieren kann.

  • man kann nur mit den Landbesitzern reden- das moderate Völkerzahlen aufgestellt und verteilt werden und illegales Aufstellen nicht geduldet wird. Bei Wandergruppen von 1-2 Dutzend Völkern gibt es keine Probleme.

  • Würde bei mir einer mit 200 Völkern aufschlagen, würde ich am Rad drehen. Es ist Einfach zuviel des Guten. Tracht hin Tracht her. Das ist ja schon wie im Ami Land. Tut mir echt leid, das man mit denen nicht vernünftig kommunizieren kann.

    und warum? Wenn die Tracht das Hergibt, warum nicht? Fahr mal in den Schwarzwald da findest du Stände mit mehr Völkern drauf und wenn man fragt und Platz da ist, ist es Absolut kein Problem da mehr Völker hinzustellen. Alleine auf dem Stand meines Vereins kommen schnell mal 2-300 Völker zusammen und Trotzdem haben alle die Honigräume voll

  • Würde bei mir einer mit 200 Völkern aufschlagen, würde ich am Rad drehen. Es ist Einfach zuviel des Guten. Tracht hin Tracht her. Das ist ja schon wie im Ami Land. Tut mir echt leid, das man mit denen nicht vernünftig kommunizieren kann.

    Wo ist das Problem, an ein Paar schönen Rapsschlägen bekommt man doch sogar noch viel mehr Völker satt.

    Das Argument Tracht lasse ich auch nicht gelten, wäre die so wenig, würde keiner 100 oder 200 Völker dorthin verbringen.

  • Das Argument Tracht lasse ich auch nicht gelten, wäre die so wenig, würde keiner 100 oder 200 Völker dorthin verbringen.

    Genau hier liegt aber das Problem.


    an ein Paar schönen Rapsschlägen bekommt man doch sogar noch viel mehr Völker satt.

    Die kommen aber nicht in den Raps, sondern wenn sonst überall Ebbe ist und hier eben dann meist auch.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Die kommen aber nicht in den Raps, sondern wenn sonst überall Ebbe ist und hier eben dann meist auch.

    Warum machen die Kollegen das dann? Kostet Sprit, Zeit, Arbeit - es fährt doch niemand 200 Völker irgendwo auf gut Glück hin, wenn da keine Tracht ist. Zumindest nicht mehrmals. Und dann gleich mehrere Kollegen. Das ist echt seltsam.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Evtl. wegen guter Pollenversorgung in der Gegend mit Blick auf die Aufzucht der Winterbienen? Viele Bioflächen klingt auch nach vielen blühenden Beikräutern.

    Was gibt es denn so für wichtige blühende Beikräuter als Pollenspender und wie hoch ist der durchschnittliche Besatz auf so einer Biofläche? Gerne auch Zahlen von unabhängigen Stellen wie dem Verband der Chemischen Industrie.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • und wie viel Wanderimker können 200 Völker auf die Beine stellen (für eine Tour) und sind so dumm die zusammen auf den selben Platz zu stellen, wenn es da nix gibt?

    Sind es nicht die kumulierten Kleinanhängerimker, mit 9 Völker drauf....

    Eigentlich machts nur im Wald Sinn, aber auch hier ist die Tracht meist nur Stellenweise gut.

    Alles auf eine Karte, nöö, dumm! Erst wenn ich die gesehen habe, die Karten.


    Hier gings um ein Paar Linden, die von bösen Wanderbienen geplündert werden ^^ und auf die ein Standimker "Anspruch" erhebt......

    Für die Bäume mag das möglich sein, so fern die sein Eigentum dar stellen.

    Auf eine mögliche Tracht, gibts keinen Eigentumsvorbehalt, da gilt : wer zuerst kommt, malt zu erst. Kannst halt nix machen, isso, und wenn man mal auf den Gedanken kommen sollte, selbst die Immen zu verstellen...... was du nich willst, was man dir tu.....


    Mir ist auch bekannt, das im Osten, die Ellenbogen hart ausgefahren werden, wenn Wessis mit ihren Bienen aufwarten......... is immerhin auch zu bedenken.



    Der Herrgott lässt es für alle wachsen.....

    Darum unterstütze ich jeden, (Na ja fast) der sich hier um einen Stellplatz bemüht.

    Die, die mich kennen, wissen das, und sehr sehr oft, empfange ich Hilfe, in der Not :!:

    Mein Weg halt :):P

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Warum machen die Kollegen das dann?

    Mein Eindruck ist: Die sehen, dass da ein Feld blau ist und gehen davon aus, dass da irgendwas honigen muss. Ansonsten scheinen sie dem Motto zu folgen: Woanders ist auch Scheiße!

    Wenn die Tracht gut ist, wäre das O.K. Aber 90 Völker an einen Standort zu stellen, wo es selbst für ein paar Völker nicht reicht, finde ich ein Ärgernis.

    Ich werde darauf drängen, dass sie abwandern, wenn es nichts mehr zu holen gibt. Wenn die dann wieder so reagieren, werden ich hier mal mit den Landwirten reden, ob sie solche Imker hier haben wollen. Der Vorteil hier: Es sind nur eine Handvoll Betriebe, die hier alle Flächen besitzen.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)