Honigpreise

  • Ein Brief an den DIB mit der Bitte um entsprechende Angaben und schon habt ihr die Zahlen. Das ist kein Geheimnis. Vor einige Tagen habe ich solche Zahlen hier zur Verfügung gestellt.
    Nachdem ich mit der ersten Antwort nicht zufrieden war, sie war zu pauschal, habe ich erneut erneut an den DIB geschreiben und freundlich um die genauen Zahlen gebeten.


    Mit diesem Zahlenmaterial von kontrollierter Qualität zu sprechen ist schon aus statistischen Gründen zweifelhaft. Es geht hier nicht darum, dem DIB grundsätzlich etwas abzusprechen, die Honigrichtlinien sind sicherlich in Ordnung, es wird nur bei der Durchführung etwas flau.


    Warum ist eigentlich das Ansinnen gescheitert, bei den Gewährstreifen zwischen Abfüller und Erzeuger zu unterscheiden? Am DIB-Glas selbst ist für den Kunden nicht zu erkennen, ob dieser Honig direkt vom Imker kommt oder nicht. Der Kunde braucht dazu schon den direkten Kontakt zu dem Imker. Hat er diesen, so ist es doch nur ein leichter Schritt, von diesem Imker etwas über seinen Honig zu erfahren. Und dann passiert das, was sicherlich viele hier bestätigen können, die Kunden kommen wieder. Sie haben den Imker ihres Vertrauens gefunden. Sie erhalten Honig aus der Gegen, wo sie wohnen. Sie finden es toll mit dem Honigkauf einen Beitrag für die Erhatung der vielfälltigen Flora zu leisten. Das Kontrollorgan Geschmacksnerv genügt dann auch vollkommen, um den Kunden zu überzeugen. Wäre dann nicht für diesen Imker ein eigenes Glas der konsequente Schritt?


    Wer Honig im großen Stil erzeugt, wer wandert, für den mag das alles sich etwas anders darstellen. Für den Standimker aber bringt die Bezeichnung DEUTSCHER Honig überhaupt keinen Vorteil, zumal, wenn er an der tschechischen Grenze wohnt und seine Bienen die Landesgrenze einfach ignorieren. (alles evtl. etwas zu spitz formuliert).


    Im Verband der Bierbrauer haben auch nicht alle das gleiche Etikett, wiewohl sie doch gemeinsame Interessen verfolgen.


    H. Watzl