Lyson Rührgerät-Honig nicht so richtig feincremig

  • Hallo,

    ich habe jetzt die erste Charge in meinem neuen Lyson Rührgerät, doppelwandig mit Heizung (rote classic line) mit 75 Liter gerührt, bzw rühren lassen🧐

    Ausgangslage:

    Frühtracht mit hohem Rabsanteil

    Entdeckelt

    Geschleudert

    Grobsieb

    Siebeimer mit feinem Spitzsieb und Spitzsiebheizung

    Direkt ins Rührwerk

    Nach 24 h abgeschäumt

    Feuchte 17,8(frisch kalibriert)

    Temp im Raum 22Grad

    Rührdauer 7 Tage

    Geschwindigkeit 36U/min-Vollgas


    Ergebnis ist leider nicht so dolle.


    Der Honig ist immer noch leicht schmirgelartig auf der Zunge und ziemlich flüssig.

    Hab ich was falsch gemacht, hängt es an der Wärme?

    Was kann ich jetzt noch machen.

    Ich habe noch 30 kg deg gleichen Charge mit nem Doppelrührer und Bohrmaschine gerührt-mega cremig und feinsteif keine Schmirgelpartikel. Die Eimer standen auf dem kühlen Boden und der Kristallisationsprozess war eindeutig schneller.

    Soll ich den Honig im Rührwerk mit dem feinsteifen Impfen und weiter rühren?


    Bin um jeden Tip dankbar!


    Dankeschön

    Gruß Andreas

    Jungimker

    Zander und Zadant, Einräumig

    Rheinland-Pfalz

    Donnersbergkreis

    Einmal editiert, zuletzt von Andreas K ()

  • Auf jedem Fall viel zu viel gerührt. Jetzt noch impfen bringt nichts, die Korngrösse ist ja schon vorhanden. Da ginge nur, reset mit komplett aufschmelzen.

    22 Grad ist zu warm. Arbeitet der Rührflügel den gesammten Honig durch, oder gibt es tote Ecken?


    Gruss

    Ulrich

  • Lieber kürzer, dafür öfters, ich schließe mich Ulrich an, es ist zu lange gerührt worden. Meins teht auf 8min alle 3 Stunden.

    Bis bald Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Hallo,

    tote Ecken habe ich keine bemerkt.

    Das Intervall gibt die Steuerung leider nicht her.

    Nur stündlich 15 Minuten

    Jungimker

    Zander und Zadant, Einräumig

    Rheinland-Pfalz

    Donnersbergkreis

  • Dann auf jeden Fall 6 Stunden Pause. Wenn einstellbar, die Drehzahl geringer. Das erklärt aber nicht die Körnigkeit. War der Handgerührte genau der selbe Honig, die gleiche Schleuderung? Anfangskristalle enthalten?


    Gruss

    Ulrich

  • Ist jetzt zu spät, ist jetzt Brei.

    Zu lang + zu warm, daher jetzt die grossen Kristalle. Wie Ulrich schon schrieb. Und die Kristallisation ist abgeschlossen; bei häufigen Temperaturschwankungen im Glas könnte sich der Honig sogar leicht entmischen.

  • Der Doppelwandige ist nach Aussen auch etwas isoliert wegen der Heizung. Die Umgebungskühle gelangt nicht so leicht in den rührenden Honig. Der Honig ist dann bei langem, schnellen Rühren durchaus bis 5Grad wärmer, da die Reibungswärme schlecht abgeführt werden kann.

    Miss mal bitte die Temperatur des rührenden Honigs. Ich rechne bei Dir mit 26 Grad Honigtemperatur während der Kristallisation. Habe selbst die Temperaturerfahrung gemacht, auf tieferem Niveau.

    LG Andreas

  • Was haltet ihr von der Idee, so einen Honig mit einer Pumpe in ein Melitherm zu pumpen, so dass er gleich wieder in das Rührgerät läuft? Wäre es praktikabel mit einem Schwimmerschalter im Melitherm die Pumpe zu steuern, so dass man das unbeaufsichtigt lassen kann?

  • Was haltet ihr von der Idee, so einen Honig mit einer Pumpe in ein Melitherm zu pumpen, so dass er gleich wieder in das Rührgerät läuft? Wäre es praktikabel mit einem Schwimmerschalter im Melitherm die Pumpe zu steuern, so dass man das unbeaufsichtigt lassen kann?

    Meinst du der flüssige Melitherm Honig drückt den kristallisierten nach unten gleichmäßig raus? Ich vermute nein. Beim Auslauf wird sich wohl ein Trichter aus flüssigem Honig bilden und auf der anderen Seite tut sich nicht viel. Aber Versuch macht kluch... ;)

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • Nichts. Da kommt in das isolierte Rührfass viel zu viel Wärme.

    1/3 des Honigs im Melitherm verflüssigen und kalt wieder ins Rührfass. 30 min rühren und sofort abfüllen. Sollte im Glas dann fest werden.


    Gruss

    Ulrich