Seedbombs gegen Agrarwüste

  • Hallo Zusammen,


    Ich werde zunehmend wütender in Anbetracht der ökologischen Situation durch den massiven Pestizideinsatz.

    Hier in der Schweiz ist es besondes schlimm. Jeder Zentimeter wird genutzt oder gemäht, weil es ja ordentlich aussehen muss und letzte Woche wurde die Volksabstimmung klar gegen Einschränkung der Pestizide entschieden. Die vereinzelten Ausgleichsflächen machen nicht wirklich einen Unterschied. Die Frühtracht ist wettermässig fast ausgefallen und die Völker hungern sn vielen Standorten immer noch.

    Meine konkrete Frage ist: wie lange müsste man nach durchschnittlichem Herbizideinsatz z.B. im Raps warten, bis Kornblumensamen eine Chance hätten?

  • Nach einem Glyphosateinsatz kann rein theoretisch direkt danach eingesät werden, da der Wirkstoff durch die Blätter aufgenommen wird und nicht durch die Wurzeln. Neuansaaten sind also nicht davon betroffen, außer es wird eine 2. Runde gespritzt.


    Wir hatten dieses Frühjahr mit einem Landwirt einen Versuch gewagt, der seine Wiese erst mit Glyphosat behandelt hatte und wir, nach dem das "Gras" abgestorben war - also eine Woche später - direkt eine Blühmischung eingeät haben, bzw einsäen lassen haben durch den Landwirt. Diese ist komplett aufgegangen, ohne Schäden.

  • Glyphosateinsatz

    Und wer bitte spritzt Glypho in einen Rapsbestand =O

    Weiß man es? Es ist halt das am meisten genutzte Herbizid der Welt und es gibt genug die das einsetzen. Per Dropleg kannst du das auch in Kulturplanzungen ohne Probleme aufbringen, es darf nur nicht auf die Blätter der Kulturpflanze kommen.


    Es ging JCD eher darum, dass er auf frisch gespritzte Flächen im generellen einen Guerillaseetbombkrieg beginnen möchte, indem er Seetbombs verteilt.

  • Glyphosateinsatz

    Und wer bitte spritzt Glypho in einen Rapsbestand =O

    Weiß man es? Es ist halt das am meisten genutzte Herbizid der Welt und es gibt genug die das einsetzen. Per Dropleg kannst du das auch in Kulturplanzungen ohne Probleme aufbringen, es darf nur nicht auf die Blätter der Kulturpflanze kommen.


    Es ging JCD eher darum, dass er auf frisch gespritzte Flächen im generellen einen Guerillaseetbombkrieg beginnen möchte, indem er Seetbombs verteilt.

    danke Dir, auch wenn KRIEG dann doch etwas gross und aggressiv klingt. Vielleicht: Selbstverteidigung? ;)

  • Dann ist nur die Fragen, gehen dir die Seedballs zuerst aus oder demjenigen dessen Grundstück du damit bewirfst das Zeug im Kanister? Merkste selbst, oder?
    Irgendwie halte ich die eine wie die andere Tatik für wenig zielführend.

    Es geht aber auch anders... Ich freue mich demnächst wieder über die blauen Bio-Getreide-Äcker und die gelben Silphiefelder. 8o

    "Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel."

  • Da kommt die Schweizer Neutralität durch ^^^^ . Alles gut, Selbstverteidigung im Namen der Bienen hört sich auch gut an. Obwohl "Bombs" kommt einer "kriegerischen Handlung" schon nahe - muss ja nicht immer "Schäden" im näheren Sinne geben.


    Wir machen dieses aber auch gerne und haben dieses Jahr so knapp 200 Bomben auf diversen Flächen verteilt. Und alle freuen sich, dass es nun so schön blüht :D Sogar unser Bauhof, der gerne alles platt macht was grün ist und blüht, hat es aufgegeben und läßt es stehen.

  • Was soll das bringen?

    Pachte dir eine Fläche, dann kannst du Blumen ansäen.

    Wenn es nicht deine Fläche ist, dann lass die Finger davon. Die Landwirte müssen damit ihr Geld verdienen. Wie wäre es, wenn andere Leute deine Waben aus den Stöcken ziehen, damit die Wildbienen sich was davon holen können?

  • Komische Einstellung. Ich dachte, wir würden in einem demokratischen Rechtsstaat leben, in dem das Grundeigentum rechtlich geschützt sei.

    Ja, aber der Schutz der Gesundheit und Lebensgrundlagen ist wohl etwas wichtiger als der Profit der Agrarfirmen und hochsubventionierten Bauern, oder?

    Aber diese Diskussion ist keine Antwort auf meine Frage, daher werde ich dazu nichts mehr schreiben.

  • Komische Einstellung. Ich dachte, wir würden in einem demokratischen Rechtsstaat leben, in dem das Grundeigentum rechtlich geschützt sei.

    Ja, aber der Schutz der Gesundheit und Lebensgrundlagen ist wohl etwas wichtiger als der Profit der Agrarfirmen und hochsubventionierten Bauern, oder?

    Aber diese Diskussion ist keine Antwort auf meine Frage, daher werde ich dazu nichts mehr schreiben.

    Klar, der Zweck heiligt die Mittel. Wenn man auf einer Mission ist, haben weder das geltende Recht noch demokratisch gefällte Entscheide eine Bedeutung. :thumbdown: Werde das Feld gerne Leuten überlassen, die Dich in Deinem höchst ehrenvollen Vorhaben gezielt beraten können.