Honig gärt in meinen Gläsern

  • Hallo hier im Forum,
    im Juni habe ich nach einer Schleuderung Honig gerührt und ihn später in Gläser abgefüllt. Zwei Eimer mit je ca. 20 Pfund. Der Wassergehallt lag zwischen 17u. 18%. Ein Eimer ist sehr schnell fest geworden, der andere hat einige Tage länger gebraucht. Diese 20 Gläser sind mir jetzt sauer geworden. Die DIB Deckel waren in der Mitte nach oben ausgebeult, beim öffnen zischte es und alles roch sehr sauer.
    Ich beware meinen Honig abgefüllt in Gläser mit Einlage, fest verschlossen in Kartons auf. Der Raum ist dunkel und kühl.
    Was ist passiert, wie kann ich das verhindern? Kann der Honig im Glas Feuchtigkeit ziehen? Oder war dieser schon vor der Abfüllung zu feucht, falsche Messung.........?
    Wer weiß von Euch Rat?
    Es grüßt Euch der Detlef

  • Hallo Detlef,


    als erstes die Frage: wie hast du genau den Wassergehalt fest gestellt? Zu den DIB Gläser nur soviel: Frühr hatten die DIB Gläser Deckeleinlagen notwendig, waren aber nie richtig dicht. Soviel ich weiß haben aber die DIB Gläserdeckel jetzt eine sogenannte Dichtlippe, und da wäre es absolut falsch noch eine Deckeleinlage dazwischen zu tun! Aber deiner Schilderung nach hat es ja gezischt und somit kommt eingentlich Undichtheit vom Glas her nicht in betracht oder doch? nun ja dunkles und kühles Lager ist schon richtig! aber trocken ist auch wichtig fast noch wichtiger! denn bei so hohen Außentemperaturen kann sein, daß es in deinem Lager zu Kondensation kommt und somit zu erhöhter Luftfeuchte und das ist überhaupt nicht gut für den Honig. Vermutlich trifft bei dir von allem etwas zu und beim rühren kann auch noch Luft eingerührt sein, was dann auch noch die Gärung fördert!


    Grüße

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo Toyotafan,
    an das Rühren habe ich noch nicht gedacht, wenn warum der zweite Eimer? Beide wurden gleich gerührt. Wie kann ich denn zuviel Luft vermeiden?
    Gemessen wurde mit einem Refraktometer, nach dem ich die Sauerei fetstellte, habe ich noch mal mit Proben aus einem Glas leicht über 20% gemessen.
    Ich habe jetzt noch Honig vom Abschleudern und traue mich da gar nicht ran.
    Grüße Detlef

  • Hallo Detlef,


    eine Erklärung könnte die sein, daß in einem Volk z.B. durch Weisellosigkeit oder anderes der Honig einen höheren Wassergehalt hatte und somit dieser Eimer ins gären gekommen ist. Oder aus einem anderen Grund in diesen Eimer beim Rühren oder beim Schleudern oder Abfüllen Wasser von außen dazu gekommen ist! Ich meine damit, (aber bitte verstehe mich nicht falsch) daß du möglicherweise nicht alle Geräte Behälter etc. trocken genug hattest oder so was! Dann ist da noch was, das betrifft die Wassergehaltmessmethode. Es gibt Refraktometer, da mußt du 1,5% zum gemessenen Wert hinzu zählen! wenn das bei dir der Fall war, dann hast du mit 18% gemessenem eigentlich 19,5% und das ist dann schon am obersten Limit!


    Gruß

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Halo Toyotafan,
    bitte keine falsche Scham, wenn ich selber alles wüsste würde ich meine Anfängerfragen nicht in das Forum stellen. Ich finde es gut, das Du alle Möglichkeiten aufzählst, ich hole mir schon das "richtige " heraus.
    Ich traue im Nachhinein der Messung gar nicht, und überprüfe mal meine Lagerstätte.
    Danke für Deine Gedanken
    Grüsse Detlef :wink:

  • Hallo Detlef,


    das ist jedem schon passiert.
    Denk bitte daran, daß eine Messung mittels Refraktometer immer nur eine Art "Stichprobe" darstellt. Du holst den Honig aus einer bestimmten Wabenregion und der ist okay.
    Die Nachbarwabe oder gar die andere Honigzarge des gleichen Volkes kann allerdings schon ganz andere Ergebnisse zeigen. Daher immer mehrfach messen, auch mal während des Schleuderns.
    Den gegorenen Honig kannst du übrigens verfüttern. Auch kann man ihn noch zum Kuchen backen nehmen.



    ...In diesem Sinne ...

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo miteinander,


    ich bin ein wenig irritiert. Detlef hat geschrieben, dass der Honig sauer roch.
    Das hört sich eher an, als wäre der Honig veressigt. Die Umwandlung von Zucker in Essig setzt vorraus, dass sowohl eine Gährung zum Alkohol einsetzte und dann der Alkohol wiederum in Essig vergährt ist. Ich würde daher auf Fruchtfliegen tippen, die Kontakt zu dem Honig im Eimer hatten, oder eine andere Quelle für Essigsäure Hefen.


    Wenn die Gläser deutlich gezischt haben, dann waren sie auch dicht. Daher kann bei der großen Hitze eigentlich nur Wasser aus dem Honig kondensiert sein, was sich wiederrum nicht negativ auf den gesamt Wassergehalt auswirken sollte, da ja kein Wasser dazu kommt. Eine Verdünnung der Oberfläche sollte Detlef eigentlich aufgefallen sein.


    Außerdem würde ich mir nochmal meine Werkzeuge unter dem Aspekt der Hygienen betrachten.


    Gruß


    Frank

  • Hallo Detlef,


    Du hast nicht berichtet, ob beim Abklopfen der Bienen von den Honigwaben keine Honigtropfen weggespritzt sind und
    wieviel Prozent der Waben waren verdeckelt?
    Kannst Du darüber noch etwas aussagen?