Wabenhonigkassetten aus Wachs

  • Ist eigentlich schon jemand auf die Idee gekommen, Wabenhonigkassetten aus Wachs herzustellen?

    Eigentlich liegt das ja nahe, wenn das Produkt in den Kassetten auch in Wachs gelagert ist. Oder gibt es da Probleme mit Verbau, weil die Bienen nicht verstehen, wohin sie die Waben bauen sollen?

    Ich werde es mal testen. Ich dachte an Mittelwandstreifen die entsprechend gebogen, in der Tiefkühltruhe gehärtet und dann im Wachsbad fixiert/verstärkt werden.

    Ein Gussform wäre auch denkbar, scheint mir aber mehr Aufwand.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Pfiffige Idee....

    Vielleicht ist die Stabilität bei Wärme nicht so überzeugend. Man könnte das Wachs mit Draht "armieren".... :)

    Verbau bekommt man sicher durch ausgebaute Rähmchen oder dünne Schiede in den Griff.

    Spannend, berichte wie es weiter geht.

    Viele Grüße

    Rubio

    Anfänger seit langem...:) , Zander 1,5, Umstellung auf Naturwabenbau,

  • Ginge nicht auch, entsprechend breite Papierstreifen / Pappstreifen in flüssiges Wachs zu tauchen und dann zu Kassetten zu formen?

    Zur Verstärkung könnten die fertigen Kassetten weitere Male getaucht werden.

    Sie könnten mit Wachs in entsprechende Rähmchen eingeklebt werden.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Ein Versuch war, Papierstreifen in Wachs zu tauchen und diese dann als Wachsstreifen an die OTs zu kleben.

    Ging recht gut, wurde aber nicht angenommen und sie waren nach Wochen unangetastet.

    Waben begannen am unteren Rand der etwa 2cm breiten Streifen.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Man könnte das Wachs mit Draht "armieren"....


    Ein Versuch war, Papierstreifen in Wachs zu tauchen und diese dann als Wachsstreifen an die OTs zu kleben.

    Nun, ich benutze bereits Furnierstreifen als (rund) Kassetten. Anderes Material zu nehmen und irgendwie zu armieren, ist da nicht so interessant. Mich reizt die Idee, Wabenhonigstücke nur aus Wachs zu haben, die aber keine tropfenden Schnittkanten haben.

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  • Ein Versuch war, Papierstreifen in Wachs zu tauchen und diese dann als Wachsstreifen an die OTs zu kleben.

    Nun, ich benutze bereits Furnierstreifen als (rund) Kassetten. Anderes Material zu nehmen und irgendwie zu armieren, ist da nicht so interessant. Mich reizt die Idee, Wabenhonigstücke nur aus Wachs zu haben, die aber keine tropfenden Schnittkanten haben.

    ...versuche es mal mit einer frischen MW, die Du nach Deinem Wunschmaß/Kasettengröße zuschneidest, nimm dann eine andere MW, mach diese etwas warm, drücke die Stege beidseitig mit einer Flasche Bier (hat man ja wohl immer zu Hand) - oder Kuchenroller oder Rundholz platt/zusammen, schneide dort Streifen Deiner Wunschhöhe raus und füge das Ganze als Seitenteile zu Deiner Wunsch-Kasette zusammen. Gut geht das, wenn Du die Seitenstreifen mit etwas flüssigem Wachs am Boden zusammenklebst. Bei dieser Arbeit ist eine Form aus Holz hilfreich, sodass Du nicht bei jeder Kasette da lange rumfummeln mußt. Diese Form könnte auch rund sein. Ob das die Bienen dann annehmen hängt von der Trachtmenge ab.

    Das Ganze könntest Du auch zusammenbasteln mit einer Drohnenwabe, die noch nicht verdeckelt war. Da hast Du dann auch wirklich reines und frisches Wachs.

    Jonas

  • Ein Versuch war, Papierstreifen in Wachs zu tauchen und diese dann als Wachsstreifen an die OTs zu kleben.

    Ging recht gut, wurde aber nicht angenommen und sie waren nach Wochen unangetastet.

    Waben begannen am unteren Rand der etwa 2cm breiten Streifen.

    Hallo Keinimker,


    die haben also von unten hoch gebaut?

    Anfänger seit langem...:) , Zander 1,5, Umstellung auf Naturwabenbau,

  • Tatsächlich nutzen die Bienen glatte Wachsflächen nicht gerne als Gründung für Wabenbau und wenn, dann entstehen oft "Zelllandschaften".

    Rubio die Bienen bauen am unteren Rand der bewachsten Streifen, egal ob Papier, Pappe oder Holzstreifen und die Verbindung zum Streifen wird dann eher erstmal eine Sollbruchstelle. Mit der Zeit stellen Haftzellen die Verbindung auch nach oben zum Oberträger her. Das ist aber, wie so oft, von Volk zu Volk verschieden. Erfahrungsgemäß ist ein MW-Anfangsstreifen am sichersten.


    Hallo Wolfgang,

    ich habe als Kassette ein Stück Mittelwand vor Augen, auf dem ein Holzklotz liegt, der die gewünschte Fläche der Kassette hat.

    Die MW steht auf allen Seiten ~ 25 – 30 mm (Zelltiefe) über.

    Mit einem warmen Messer o.ä. streichst du dort die Prägung glatt und schneidest einen Schlitz in jede Ecke bis zur jeweiligen Holzklotzecke. Das Wachs müsste so warm sein, dass man die überstehenden, geglätteten Ränder an der Holzunterkante hochknicken/biegen kann. Klotz rausnehmen, Ränder entgültig hochbiegen und dabei die Eckverbindungen übereinander festdrücken.

    Deine Idee, das Ganze zur Verstärkung nochmal außen in Wachs zu tauchen, könnte helfen.

    Wie man diese Kassetten im Stock zum Ausbauen unterbringt ...?



    LG

    Marieke

  • Deine Idee, das Ganze zur Verstärkung nochmal außen in Wachs zu tauchen, könnte helfen.

    Ginge nicht auch, entsprechend breite Papierstreifen / Pappstreifen in flüssiges Wachs zu tauchen und dann zu Kassetten zu formen?

    Zur Verstärkung könnten die fertigen Kassetten weitere Male getaucht werden.

    Man könnte das Wachs mit Draht "armieren".... :)

    Ich würde da bei allen Vorschlägen das Problem sehen, dass ich statt einer dünnen Plastikschale oder einem Streifen dünnem Holz neue, zum Teil stockfremde Materialien einbringe - die beim Verzehr durchaus aus Verletzungsrisiko hätten (Drahtstücke).

    Oder eben doppelte und dreifache Wachsstärken, wenn es doch oft heißt, am besten nur aus Naturbau, damit die restliche Mittelwand nicht so zäh und dick ist.

    Ausstanzen ist dann doch einfacher, wenn das leidige Auslaufen eben nicht wäre.

  • Das wäre ja auch nicht zum Mitessen geeignet und auch nicht so gedacht.

    Wenn das ganze fertig ist, dann ist das doch die Verpackung.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • … oder wenigstens ein Teil davon 🤔

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Es gibt doch so Plastikschalen für Wabenhonig mit Wabenstruktur am Boden ( also in der Beute dann senkrecht stehend ). Davon eine Negativform gießen ( oder eine Silikonform ) herstellen und diese dann wieder mit Wachs ausgießen.

    Oder so ähnlich.... :)

    ich glaub das ist schwierig zu stabilisieren...

    Anfänger seit langem...:) , Zander 1,5, Umstellung auf Naturwabenbau,

  • Probier es aus. Ich bin mir sehr sicher, dass es nicht hält.


    Da man ja dieses Wachs sowieso nicht mit essen sollte, sehe ich keinen Vorteil zu Holz.

    Die Kunden werden dir kaum die leergefutterten Rähmchen wiederbringen.