Fertige Königin tot in geschlossener Weiselzelle

  • Ich habe mir Zuchtstoff von der Belegstelle geholt, Tag 4, und diesen am Tag 9 gekäfigt, ohne Begleitbienen. Annahme war dieses Mal bescheiden. Nur 3 von ca. 16 Larven wurden angenommen. Am Tag 17 Vormittags habe ich die Zellen kontrolliert. Zwei Königinnen waren geschlüpft, die dritte Weiselzelle noch verschlossen.

    Diese habe ich dann vorsichtig am Kopf geöffnet, darin war eine fertige Königin, die aber leider tot war. Sie sah ein wenig klein aus, aber das kann an der eingerollten Form liegen.

    Andere nicht geschlüpfte aber verdeckelte Weiselzellen die ich vorher hatte, enthielten meist abgestorbene Larven.


    Kann es sein, dass die Königin zu schwach war sich selber aus der Weiselzelle zu befreien und dann verhungert ist?


    Ich überlege mir nun nächstes Mal die Zellen am Tag 15 in ein besetztes Apidea zu geben und direkt dort schlüpften zu lassen. Dann ist es aber schlecht mit dem Markieren vor der Belegstelle.

  • Ich überlege mir nun nächstes Mal die Zellen am Tag 15 in ein besetztes Apidea zu geben und direkt dort schlüpften zu lassen. Dann ist es aber schlecht mit dem Markieren vor der Belegstelle.

    Komme ich langsam von ab, weil eben doch nicht alle Zellen schlüpfen, oder geschlüpfte Königinnen einen Defekt haben. Auch wenn alles glatt geht, weiss ich am Ende nicht sicher, ob die legende Weisel meine oder eine Zugeflogene ist.


    Im Moment lasse ich also alles schlüpfen, kontrolliere es und zeichne. Entweder gehts dann ab in die Zweitschlupfzelle oder direkt aus den Lockenwickler auf eine Brutwabe der Begattungseinheit.

  • rall0r: Ja, die Bedenken hatte ich soweit auch.

    (Auch ist mir letztens ein begattete Königin die ich nach Rückkehr von der Belegstelle zeichnen wollte dabei weggeflogen. Glücklicherweise hat sie nach 10 Runden gemeint sich daneben wieder hinzusetzen und ich konnte sie zeichnen und zurücksetzen.)

  • Das könnte aber auch eine Arbeiterin sein, die in die geöffnete Weiselzelle gekrochen ist. Die Zelle wird dann von außen wieder verschlossen und die Arbeiterin verhungert in der Zelle.

  • Das könnte aber auch eine Arbeiterin sein, die in die geöffnete Weiselzelle gekrochen ist. Die Zelle wird dann von außen wieder verschlossen und die Arbeiterin verhungert in der Zelle.

    Na dann wäre aber die Biene mit "Kopf voraus" (=Arsch zur Zellöffnung) in der Zelle. Eine Königin ist mit "Arsch voraus" (Kopf an der Zellöffnung) in der Zelle...

  • Das könnte aber auch eine Arbeiterin sein, die in die geöffnete Weiselzelle gekrochen ist. Die Zelle wird dann von außen wieder verschlossen und die Arbeiterin verhungert in der Zelle.

    Nö. Die Weiselzelle war seit Tagen gekäfigt. Da kam keine Biene rein oder raus.


    Die tote Königin war mit Kopf zur Zellöffnung drin.

  • Die tote Königin war mit Kopf zur Zellöffnung drin.

    Dann war es die Königin. In welchen Stadium/Zustand war die denn? Ich habe verstanden die war "fast fertig" oder "fertig" aber wie weit genau? Ein paar Gründe wurden ja schon von Helmholt erwähnt, aber für weitere Einschätzungen bräuchten wir schon etwas mehr Details... (z.B. war noch Futter in der Zelle, war die Farbe schon ausgeprägt oder war die komplett kohlrabenschwarz, oder ... - eine kleinere Königin kann auch auf eine ältere Larve hindeuten, etc....)

  • Sie sah aus wie eine fertige Königin, wie sie beim Schlupf aussieht. Farblich sehr normal Carnica, nicht besonders dunkel oder noch zu hell. Sie war in der dieser gekrümmten Haltung wo Kopf und Hinterleib nach innen/unten gehen, so dass sie etwas kreisförmig aussieht. Ich denke die ist aus der Puppenruhe erwacht und kam nicht raus, schließlich ist sie verhungert.

    Da sie gekäfigt war, ohne Begleitbienen, konnten ihr die Arbeiterinnen nicht beim Schlupf helfen.

    Futter war so viel ich mich erinnern kann nicht mehr drin, wobei sie sich ja wohl nicht zum Gelee Royal umdrehen hätte können.


    Da die Larven vom Belegstellenleiter umgelarft wurden, denke ich schon, dass nur jüngste Larven verwendet wurden.

  • Dass nicht immer alle schlüpfen, ist normal. In der Embryonalentwicklung müssen so viele Dinge reibungslos funktionieren und ineinandergreifen, dass ich es eher erstaunlich finde, wie oft es dann doch klappt.

    Coronataugliches Freiluft-Imkerforumstreffen am 3.-5.9.2021 in Bad Karlshafen an der Weser.

  • Da sie gekäfigt war, ohne Begleitbienen, konnten ihr die Arbeiterinnen nicht beim Schlupf helfen.

    Ja, Begleitbienen würden, in dem von Dir angedachten Scenario, helfen - aber ob die Königin dann noch gut geworden wäre ist eine andere Frage. Evtl. hatte sie schon einen Schaden und/oder war zu schwach zum rauskommen...

    Futter war so viel ich mich erinnern kann nicht mehr drin, wobei sie sich ja wohl nicht zum Gelee Royal umdrehen hätte können.

    Das ist auch nicht die Idee, aber kein Gelee Royal in der Zelle deutet auf eine Unterversorgung im Larvenstadium hin (schlechte Pflege, zu viel Zellen im Finisher, zu schwacher Finisher...)

  • Bei mir schlüpfen jedes Jahr größere Mengen Weiseln im Brutschrank. Vor Jahren hatte ich Probleme mit dem Schlupf eines Teils der Weiseln. Es hat sich heraus gestellt, dass Viren beteiligt waren. Nachdem ich die Herkunft gewechselt habe, gab es diese Probleme nicht mehr. :daumen: